LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 02.06.15

Foto zur MitteilungAm Sonntag (14.6.) gibt es eine Führung durch den Park am Schloss Hovestadt mit dem in Westfalen einmaligem Heckentheater.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungBürgermeister Matthias Lürbke (v.l.), LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Graf Friederich-August von Plettenberg, Gräfin Donata von Plettenberg, Udo Woltering (LWL-Denkmalpflege, Landschaftschafts und Baukultur in Westfalen) und Dr. Birgit Beisch (Gästeführerin auf Schloss Nordkirchen) präsentieren den Tag der Gärten und Parks.
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Presse-Infos | Kultur

"Natürlich schön" durch die Epochen der Gartenkultur

Über 150 Anlagen präsentieren sich am Tag der Gärten und Parks

Bewertung:

Westfalen (lwl). Am Tag der Gärten und Parks des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erwacht gartenarchitektonische Zeitgeschichte in Westfalen-Lippe zum Leben. Besucher können am 13. und 14. Juni historische Orte ebenso besuchen wie modern gestaltete Grünanlagen oder lauschige Privatgärten. Über 150 Anlagen im Münsterland, in Ost- und Südwestfalen sowie im östlichen Teil des Ruhrgebietes öffnen am Tag der Gärten und Parks teils exklusiv ihre Pforten. Viele von ihnen sind historisch bedeutsam.

Mannshohe Hecken-Labyrinthe und akkurat gezirkelte Beete, dann wieder lauschige Laubengänge, Blütenfülle, verspielte Wasserbassins und Pergolen: Gartenkultur spiegelt den Stil und Zeitgeist von Epochen wider. Der Tag der Gärten und Parks rückt die grünen Oasen in den Fokus, lenkt aber auch den Blick auf die historischen Aspekte der Gartenkultur und macht Vergangenheit erlebbar. "Am Tag der Gärten und Parks gehen bis zu 45.000 Besucher in ganz Westfalen-Lippe auf Entdeckungstour, erkunden teils den natürlich schönen Privatgarten am Einfamilienhaus oder den vom Barock geprägten Schlosspark", betont LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Moderne Skulpturengärten, englische Landschaftsparks, Gärten nach japanischem Vorbild oder verschwenderisch blühende Bauern- und Naturgärten repräsentierten den Lebensstil ihrer Schöpfer und deren Zeitgenossen.

Zum Beispiel im Park von Schloss Hovestadt in Lippetal im südlichen Münsterland. Der Garten aus dem 18. Jahrhundert weist die typischen grafischen Stilelemente und geometrischen Strukturen dieser Epoche auf. Die Besucher werden in die spätbarocke Zeit des westfälischen Landadels entführt. Damals waren die Gärten dem Vergnügen der Besitzer vorbehalten. Wassergräben umspannen die gesamte Anlage. "Eine echte Rarität ist das Heckentheater - das einzige in Westfalen und somit ein kulturgeschichtliches Kleinod", betont Matthias Lürbke, Bürgermeister der Gemeinde Lippetal. Hin und wieder finden dort auch heute noch Aufführungen statt: Gartenkultur verschmilzt mit Theaterkultur. Um den Erhalt des Parks sorgt sich die gräfliche Familie von Plettenberg, die bis heute im Renaissance-Schloss auf einer Insel an der Lippe lebt. Graf Friedrich-August von Plettenberg freut sich über die Aufmerksamkeit, die seinem Anwesen zuteil wird. Die Gemeinde Lippetal lädt am Tag der Gärten und Parks zu einer Führung durch die barocke Parklandschaft ein. Kenner der Anlage zeigen und erklären die gartenarchitektonischen Besonderheiten.

Tausende Blumen fügen sich im Park am Oberen Schloss in Siegen in Südwestfalen zu blühenden "Gemälden". Von der Kuppe des Siegberges aus blicken Gäste über den historischen Kern der "Krönchen-Stadt". Sie können im Park zeitgenössische Skulpturen und den zu Ehren des in Siegen geborenen Künstlers Peter Paul Rubens angelegten Brunnen bewundern. Am Sonntag (14.6.) gibt es botanisch-historische Führungen. Die Besucher erfahren dabei, wie sie Bade- und Duftsalze, Kräuteröle und -salze selber herstellen können, dazu spielen die Ensembles der Musikschule Siegen. Zum Abschluss gibt es ein Klassikkonzert.

Ein Bespiel für die Bedeutung und Nutzung heutiger Gärten ist die Gartenanlage des Bielefelder Caroline-Oetker-Stiftes. Erstmals öffnet die Anlage der ostwestfälischen Seniorenresidenz am Sonntag ihre Tore für Besucher. Geprägt von Blumenbeeten, Koi-Karpfen-Teich und Pavillon, lädt sie zu Ruhe und Entspannung ein. Unter dem Motto "Kultur im Garten" bietet der Schauspieler Karl-Herbert Braun über den Tag hinweg Lesungen zu den Themen Garten, Blumen und Kultur an.
Alle Veranstaltungen am Tag der Gärten und Parks sind unter http://www.gaerten-in-westfalen.de/tag-der-gaerten-parks-2015 einsehbar.

Hintergrund
Neben den vielen Privatgärten gibt es in Westfalen-Lippe rund 130 kulturell herausragende Gärten und Parks, die ganzjährig für Besucher geöffnet sind. Gartenkultur ist ein wesentlicher Teil der Identität der Region. Ganz gleich ob Land oder Stadt, ob naturbelassen oder kunstvoll gestaltet, der LWL will sie in den Fokus rücken, das Bewusstsein für diese Besonderheiten schärfen und den Tourismus stärken. Im Internet gibt es unter http://www.gaerten-in-westfalen.de Informationen hierzu. Der Tag der Gärten & Parks ist eine Aktion des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Projektes "Kultur in Westfalen", das von der LWL-Kulturstiftung und der Westfalen-Initiative getragen und vom NRW-Kulturministerium gefördert wird.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Udo Woltering, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Telefon 0251 591-3590, udo.woltering@lwl.org
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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