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Mitteilung vom 13.11.12

Presse-Infos | Kultur

Film und Inklusion: Der LWL setzt mit seiner Initiative

"Film+Schule NRW" Schwerpunktthema auf bundesweitem Kongress

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Münster/Köln (lwl). Welche Chancen bieten Filme für die Integration behinderter Kinder und Jugendlicher und wie kann ihnen der Zugang zu Filmen und Filmveranstaltungen barrierefrei ermöglicht werden? Im Rahmen des bundesweiten Kongresses "Film - Kompetenz - Bildung", der in der Zeit vom 5. bis 7. Dezember in Köln stattfindet, rückt "Film+Schule NRW", die gemeinsame Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des NRW-Schulministeriums, die Anforderungen einer inklusiven Bildungspolitik an die Filmbildung in den Mittelpunkt.

Als Kooperationspartner des Kongresses verantwortet "Film+Schule NRW" die Sektion Inklusive Filmbildung mit einem prominent besetzten Podium und zwei praxisorientierten Workshops. Das Podium wird der Frage nachgehen, wie eine inklusive Filmbildung in der Gesellschaft umgesetzt werden kann und wie Filme das Verständnis für Menschen mit Behinderungen fördern. Zu Gast ist unter anderem Hella Wenders, die Regisseurin des Films "Berg Fidel-Eine Schule für alle".

Die Workshops präsentieren konkrete Unterrichtskonzepte für die Filmbildung in heterogenen Lerngruppen: Lehrerinnen der Gemeinschaftsschule Billerbeck präsentieren z.B. eine Unterrichtseinheit zum Film "Anne liebt Philipp" für Schüler mit unterschiedlichen Lernniveaus. Zum anderen geht es um die Barrierefreiheit von Kinos. Hier kann u.a. die von Sony entwickelte Untertitelbrille ausprobiert werden, die das gemeinsame Filmerleben von Menschen mit und ohne Hörbehinderung möglich macht.

"Der Film ist ein Leitmedium für Kinder und Jugendliche und hat damit auch große Bedeutung für die schulische Bildung von Schülern mit und ohne Behinderung", so Marlies Baak-Witjes vom LWL-Medienzentrum für Westfalen, die als Projektleiterin von "Film+Schule NRW" den Schwerpunkt inklusive Filmbildung verantwortet.

Weitere interessante Themen des Kongresses sind "Digitalisierung und Filmbildung", "Film - Curriculum - Ausbildung", "Urheberrecht und der Schutz des geistigen Eigentums" und "Filmbildung als präventiver Jugendmedienschutz".

Hintergrund

Der 4. bundesweite Kongress zur Filmbildung wird veranstaltet von Vision Kino - Netzwerk für Film und Medienkompetenz mit Sitz in Berlin und findet zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen statt. Er entsteht in Zusammenarbeit mit "Film+Schule NRW" und wird unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, der Landesanstalt für Medien NRW, der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken und der Stadt Köln. Medienpartner ist film-dienst. Das vollständige Kongress-Programm und einen Link zur Online-Anmeldung finden Interessierte unter http://www.visionkino.de. Die Teilnahme ist kostenlos.



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