LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 26.10.12

Foto zur MitteilungHandwerksvorführung im LWL-Freilichtmuseum Hagen.
Foto: LWL/Vollmer


Foto zur MitteilungDie Jungen zeigen 1952 die Signets der Handwerker in Münster-Roxel.
Foto: LWL-Archiv/Adolf Risse


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Presse-Infos | Kultur

Forschung - Präsentation - Vermittlung.

Volkskundler und Museumswissenschaftler tagen im LWL-Freilichtmuseum in Hagen

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Hagen (lwl). Wannenmacher, Holzschuhmacher, Besenbinder, Bürstenmacher, Stuhlmacher, Korbflechter und Weißnäherinnen - bei diesen Berufen denken viele Zeitgenossen an eine vermeintlich "gute alte Zeit", an angestaubte Handwerkerstuben im Museum oder an Vorführungen auf Weihnachtsmärkten. "Gerade weil das Museumspublikum vor allem pittoreske, hübsch anzusehende Handwerksberufe erwartet, ist es nicht leicht, Handwerk unter anderen Gesichtspunkten auszustellen. Dabei gibt es so viele Aspekte der Handwerksgeschichte, deren museale Darstellung noch nicht annähernd ausgeschöpft worden ist", sagt Dr. Anke Hufschmidt, stellvertretende Museumsleiterin des LWL-Freilichtmuseums Hagen. Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) diskutieren am 26. und 27. Oktober über 80 Museumswissenschaftler und Kulturhistoriker aus ganz Deutschland bei der Tagung "Handwerk im Museum" im LWL-Freilichtmuseum Hagen über neue Möglichkeiten Handwerk im Museum zu präsentieren und zu vermitteln.

"Sei es, indem Themen wie Rationalisierung oder Frauen im Handwerk angesprochen werden oder indem Geräusche, Gerüche und Interviews in die Präsentation eingebunden werden - wir haben heute ganz andere museale Möglichkeiten, den Menschen näherzubringen, was es zu verschiedenen Zeiten bedeutete, eine Laufbahn als Handwerker einzuschlagen oder einen Handwerkerhaushalt zu führen", nennt Hufschmidt einige der neuen Präsentationsarten.

"Die Tagung soll einen Beitrag zur Klärung der Frage liefern, ob an das alte volkskundliche Thema "Handwerk" heutzutage nicht ganz neue, unerwartete und gewinnbringende Fragestellungen herangetragen werden können", erläutert LWL-Volkskundlerin Christiane Cantauw. "Die Volkskundliche Kommission für Westfalen und das LWL-Freilichtmuseum Hagen fühlen sich als Veranstalter der Tagung dazu aufgerufen, aktuelle museumsrelevante Diskurse aufzugreifen. In den Museen wird schließlich eine ganz wichtige Vermittlungsarbeit geleistet. Sie präsentieren den Menschen in Westfalen-Lippe ein Bild von westfälischer Alltagskultur, das von Zeit zu Zeit kritisch hinterfragt werden muss." In den traditionellen musealen Handwerkerstuben hätten die Besucher zwar sehen können, welche Werkzeuge beispielsweise zu einer Schneiderei gehörten, viele andere Fragen an das Thema Schneiderei wie sozioökonomische Stellung, Arbeitsorganisation, Berufslaufbahn seien aber bei einer derartigen Form der Darstellung unbeantwortet geblieben, so die LWL-Volkskundlerin weiter.

Dass die Museumsfachleute großen Bedarf an einem Austausch über das Thema haben, zeigt allein schon die Anmeldeliste, die rund 80 Wissenschaftler aus ganz Deutschland umfasst. "Nicht zuletzt freut es uns auch sehr, dass sich einer der großen Handwerksforscher unseres Faches, Prof. Hinrich Dr. Siuts, Emeritus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, in den Reihen unserer Mitglieder befindet. Die Veranstaltung ist als Festkolloquium anlässlich seines 80. Geburtstages gedacht", erläutert Cantauw.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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