LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 22.10.12

Foto zur MitteilungBlick in die neue Sonderausstellung "Wale - Riesen der Meere" mit drei FH-Projekten im Hintergrund. Foto: LWL/Oblonczyk

Foto zur MitteilungDer Delfin zum Hineinschauen von Irina Münstermann.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungFortpflanzungszyklus und Embryonalentwicklung auf 12 großformatigen Bildtafeln von Tatjana Gartmann.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungMitmach-Station zu den Fakten und Rekorden der Wale von Fides Velten.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDie Sinne der Wale von Svetlana Assmann (li.) und die Ausstellungsstation zur Ernährung der Wale von Yingqian und Yaming Chen (Bildhintergrund).
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungInfobanner zu den Jagdstrategien der Wale von Theresa Schwietzer.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungAusstellungsstation zum Thema Konvergenz von Patricia Limberger.
Foto: LWL/Oblonczyk


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Presse-Infos | Kultur

Ausstellung "Wale - Riesen der Meere"

Design-Studierende stellen ihre Illustrationen, Filme und Exponate vor

Bewertung:

Münster (lwl/FH). In der deutschlandweit größten Sonderausstellung über Wale ("Wale - Riesen der Meere") im LWL-Museum für Naturkunde in Münster sind auch zwölf Arbeiten von Studierenden und Absolventen des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster sowie eine Diplomarbeit ausgestellt. Während die Seminarteilnehmer von Prof. Cordula Hesselbarth erstmalig Exponate entwickelt haben, konnten die Absolventen auf ihre Erfahrungen aus Studienprojekten für frühere Ausstellungen im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aufbauen. Eingebettet in didaktisch durchdachte Konzepte und atmosphärische Rauminstallationen sind die im Seminar "Wissenschaftsillustration" bei Prof. Hesselbarth erarbeiteten Illustrationen Teil der Wissensvermittlung im musealen Umfeld.

"Bereits seit 1997 arbeitet unser Museum eng mit Frau Hesselbarth zusammen", so Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks. "In der Folgezeit konnten wir immer wieder auf ihre Hilfe zurückgreifen, z. B. bei der Sonderausstellung zur Bionik oder bei der Ausstellung zur Humanevolution. Die Kooperationen haben sich zunehmend intensiviert."

Cordula Hesselbarth: "Wesentliches Element und Lernziel dieser Kooperationsseminare lag in der Praxiserfahrung für die Studierenden. Sie lernten in der Zusammenarbeit mit den Museumsmitarbeitern den Ausstellungsbetrieb kennen und erhielten wertvolle Einblicke hinter die Kulissen des Museums." Bei den komplexen Themen bekamen die Studierenden Unterstützung: die Wissenschaftler des LWL-Museums, die Werkstätten und Ausstellungsmacherinnen ermöglichten eine professionelle Realisation der Entwürfe. "Die Möglichkeit, das eigene Werk nach Abschluss in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren, belohnt für die anspruchsvolle Entwicklungsarbeit während des Semesters", verdeutlichte Hesselbarth. Die Ausstellungsstationen, die die Teilnehmer des Seminars im Wintersemester 2011/2012 erarbeitet haben, sind in allen Bereichen der Ausstellung zu finden: von der evolutionären Entwicklung der Wale, über ihre Sinneswahrnehmung und komplexen Jagdstrategien bis zu ihrem Tod.

Am Anfang stand eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. "Nur Inhalte, die man selbst vollständig verstanden hat, kann man anderen verständlich vermitteln", erklärt die Professorin. Auf die Recherche folgte die didaktische Aufbereitung der Inhalte, immer mit Blick auf die Zielgruppe, deren Vorkenntnisse und Bedürfnisse.

Hesselbarth: "Wissensvermittlung im Museum sollte spielerisch und lebendig sein, gleichzeitig müssen die Inhalte wissenschaftlich korrekt und vollständig wiedergegeben werden - das ist eine Gratwanderung. Was die Kooperation auszeichnet, ist die ausgewogene Mischung aus Praxisnähe und kreativer Freiheit, die Raum für individuelle Entwicklungen und Innovation lässt - beste Voraussetzung für sinnvolle Lernerfolge innerhalb eines Studienprozesses", so Hesselbarth.

Hendricks: "Auch durch die gute Kooperation mit dem Fachbereich Design sind wir in der Lage, unsere Ausstellungen auf ein besonders hohes Niveau zu heben. Die Kooperation ist aus unserer Sicht so positiv, dass wir diese auf jeden Fall fortsetzen möchten."

Die Arbeiten der Studierenden können bis November kommenden Jahres (2013) jeweils dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr in der Sonderausstellung "Wale - Riesen der Meere" im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster, betrachtet werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter: http://www.wale-muenster.lwl.org


Arbeiten aus dem Seminar "Wissenschaftsillustration" im Einzelnen:

Nellja Wagner: Die Evolution der Wale (Bildtafeln und Illustrationen)

Die Vorfahren der Wale waren etwa fuchsgroße Landlebewesen. Wie verlief die Entwicklung vom unscheinbaren, kleinen zum größten Tier des Planeten? In der Ausstellung werden Repliken fossiler Skelette gezeigt, welche die wichtigsten Schritte der "Wal-Werdung" dokumentieren. Um sie besser direkt miteinander vergleichen zu können, fertigte Nellja Wagner Umriss-Zeichnungen der Skelette an, die auf eine große Plexiglasscheibe gedruckt wurden - so wird auf einen Blick erkennbar, wie Rückgrat, Extremitäten und Schädel sich mit den Jahrmillionen verändert haben. Sie zeigt die ausgestorbenen Walvorfahren als Lebensbild. Dabei entwickelte sie anhand der Skelette und unter Berücksichtigung weiterer Erkenntnisse der Forschung, etwa zu Umfeld und Fressverhalten, Bildtafeln des Tiers "in Fleisch und Blut". Besonders gelungen ist hierbei die Kombination von wissenschaftlicher Akkuratesse und künstlerisch-zarter Aquarellästhetik, welche die Urwale von fossilen Skeletten zu faszinierenden Tieren auferstehen lässt.


Patricia Limberger: Walfisch? Fischechse? Haifisch? Seid ihr eigentlich verwandt? - eine Ausstellungsstation zum Thema Konvergenz

Warum sehen sich der Delfin, die ausgestorbene Fischechse, der Ichthyosaurier und der Hai so ähnlich? Die Ausstellungsstation von Patricia Limberger beschäftigt sich mit dem als "Konvergenz" bezeichneten evolutionären Phänomen, das beschreibt, wie die evolutionäre Anpassung an den selben Lebensraum und die selbe Lebensweise ohne Verwandtschaft zur Ausprägung ähnlicher Merkmale führt. In die Erklärung fließen Erkenntnisse der Evolutionslehre und Ökologie sowie der physikalischen Strömungsmechanik und Biologie-Grundlagen ein. Sie filterte die interessanten Punkte heraus, bereitete sie sinnvoll auf und präsentiert sie in sinnvoller Reihenfolge ohne den Besucher mit Informationen zu überfrachten. Aufgrund des didaktisch aufwendigen, raumgreifenden Konzepts, hat Patricia Limberger die Illustrationen selbst klar und schlicht gehalten - mit einer Ausnahme: die im Raum auf drehbaren Stahlstangen stehenden Eyecatcher sind naturalistisch gemalt und wecken die Aufmerksamkeit des Besuchers.

Mara Kangeris: Flossen und Fortbewegung - eine Ausstellungsstation

Mara Kangeris nimmt das Thema Walflossen genau unter die Lupe und erklärt dem Besucher nicht nur die genaue Bezeichnung, sondern zeigt außerdem anschaulich, wie und wozu der Wal sie nutzt. Besonders schwierig war bei der Erarbeitung die Bildumsetzung des besonderen Schwimmstils (Schwimmen durch Erzeugung eines Unterdrucks), mit dem Wale und Delfine sich fortbewegen. Mara Kangeris‘ Phasendarstellungen zeigen in gut verständlicher Weise, wie die Tiere sich fortbewegen. Ein Vergleich von Delfin und Fisch verdeutlicht zusätzlich, wie sehr sich der Walschwimmstil von dem anderer Meeresbewohner unterscheidet. Alle Elemente ihrer Station hat Mara Kangeris übersichtlich, klar und in stimmiger Farbgebung gestaltet und dabei Funktionsdarstellungen und Detailansichten so kombiniert, dass der Besucher nicht nur zu jedem Zeitpunkt genau weiß, um welches anatomische Detail es gerade geht, sondern auch wo es sich befindet und vor allem wie es funktioniert.

Fides Velten: Schon gewusst? Fakten und Rekorde rund um den Wal - eine Mitmach-Station

Wale sind riesig: Durch die Hauptschlagader könnte ein Mensch hindurchschwimmen, in die Lunge strömt mit jedem Atemzug so viel Luft, wie in 750 Luftballons hineinpasst. Mit einem spielerischen Zugang zu den gigantischen Dimensionen und interessantesten Fakten rund um die Organe des Wals vermittelt die Mitmach-Station von Fides Velten vor allem für jüngere Besucher Wissen ohne Anstrengung. Die Organe des Wals müssen wie Puzzleteile in Bildtafeln eingesetzt werden. Hat der Besucher sie richtig zugeordnet, erscheint auf der Tafel, quasi als Belohnung, eine zugehörige, spannende Erklärung mit passendem Merkbild. Manchem erscheint die Idee, mit Walorganen zu puzzlen zunächst vielleicht seltsam, aber der klare, ästhetische Aquarellstil, in dem Fides Velten alle Illustrationen umgesetzt hat, macht auch ein Pottwal-Gehirn zu einem schönen Puzzleteil, das zum Anfassen und Mitspielen einlädt.

Irina Münstermann: Der Delfin von innen

Wie genau sieht eigentlich ein Wal von innen aus? Tatsächlich scheinen in der hinteren Körperhälfte ziemlich wenig Knochen zu sein, in Finne und Fluke sogar überhaupt keine. Um das Innere des Wals für den Museumsbesucher sichtbar zu machen, erschafft Irina Münstermann in ihrem Projekt den "Wal zum Hineinschauen". Per Projektion erscheinen direkt auf der lebensgroßen Darstellung verschiedene anatomische Details des Meeressäugers: Skelett, Organe und Herz-Kreislaufsystem. Die Idee des durchleuchteten Wals wurde anhand eines Delfins umgesetzt. Das hat für den Besucher einen entscheidenden Vorteil: Um das Delfin-Innenleben unter die Lupe zu nehmen, kann er näher herantreten und trotzdem den gesamten Körper auf einen Blick erfassen. Überblick und Durchblick gehen so Hand in Hand. Besonders hervorzuheben ist, dass ein weiteres Original im Museum steht: Den Delfin, auf dessen Körper Irina Münstermanns Illustrationen des Skeletts, der Organe und des Herz-Kreislaufsystems geworfen werden, hat sie mit Pinsel und Acrylfarbe in Lebensgröße auf Leinwand gebannt.

Theresa Schwietzer: Jagdstrategien der Wale - Infobanner

Wale jagen äußerst effizient. Jede Art hat ihre eigenen, faszinierend ausgeklügelten Techniken um Beute zu machen: Manche "spinnen" Netze aus Luftbläschen, andere schubsen Robben von Eisschollen herunter, wieder andere jagen sogar mit dem Menschen zusammen. Theresa Schwietzer hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese und andere Strategien für den Museumsbesucher darzustellen. Dabei war, auch aufgrund der Menge an Informationen und des begrenzten Platzangebots, die Schaffung von Übersichtlichkeit und Verständlichkeit die größte Herausforderung. Nachdem Theresa Schwietzer die vielen Einzelschritte in dem ihr eigenen federleichten und doch ausdrucksstarken Zeichenstil auf zahllose Blatt Papier gebannt hatte, begann am Computer die Erarbeitung der eigentlichen Banner: In Kombination mit grafischen Elementen wie Pfeilen und schriftlichen Erklärungen zu einzelnen Zwischenschritten wurden so aus vielen Einzelbildern große Gesamtdarstellungen, die komplizierte Abfolgen und Strategien auf je einer Seite verständlich und nachvollziehbar machen.

Ying Qian Cao und Yaming Chen: Die Ernährung der Bartenwale - eine Ausstellungsstation

Der Blauwal, das größte Tier der Erde, ernährt sich pro Tag von 2,5 Mio., ca. 1cm langen Krebstieren, dem sogenannten Krill. Die fängt er mit seinen Barten. Doch was sind Barten? Und wie siebt der Wal damit? Yingqian Cao und Yaming Chen haben die von ihnen gestalteten Einzelelemente um das lebensgroße Modell eines "aus dem Boden" auftauchenden Bartenwals herum gruppiert. Die große Rückwand betont den Kontrast zwischen Jäger und Beute: Einer riesengroß, der andere winzig klein, einer eher einzelgängerisch, der andere in großen Schwärmen lebend. Auch über Krill kann der Besucher hier mehr erfahren. Die genaue schematische Darstellung des mit bloßen Worten schwer zu beschreibenden Fressvorgangs ist ein weiteres Hauptelement der Station. Sie wird durch kleine Icons kommentiert, welche die Gedanken des Wales wiedergeben. Darunter findet der Besucher zusätzlich ein großformatiges Buch: In diesem kann er die verschiedenen Besonderheiten der Anatomie des Bartenwalkopfs, wie Schädelknochen, Barten und Zunge, in einzelnen Ebenen betrachten.

Adele Zeiner: Lebensraum Walkadaver - eine Ausstellungsstation

Im Laufe ihres mitunter über hundertjährigen Lebens erreichen viele der großen Walarten ein Gewicht von 50 Tonnen und mehr. Wenn so ein Koloss stirbt und zu Boden sinkt, entsteht aus seinen Überresten neues Leben, ein hochspezialisiertes Ökosystem, das vielen ebenso faszinierenden wie skurrilen Arten über Jahrzehnte hinweg Nahrung bietet. Adele Zeiner hat es sich zum Ziel gemacht, fremdartige Tiere wie Chimären, Zombiewürmer und Schlangensterne im Rahmen der von ihr gestalteten Ausstellungsstation näherzubringen. Dabei kombinierte sie ihre eigenen Illustrationen mit drei großformatigen, von Michael Rothman illustrierten Bildtafeln zu den Verwesungsphasen des Walkadavers zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Adele Zeiners Illustrationen strahlen auf hinterleuchteten Scheiben, wie Tiefsee-Fische im Scheinwerferlicht eines Unterseeboots. Dass es sich bei den Bildern ursprünglich um Bleistiftzeichnungen handelt, die mit Hilfe digitaler Bildbearbeitung in schwerelose Tiefsee-Kreaturen verwandelt wurden, ahnt der Betrachter nicht - er darf stattdessen über die ungeahnte Vielfalt und Farbenfrohheit staunen.

Svetlana Assmann: Die Sinne der Wale - eine Ausstellungsstation

Das Leben im Wasser stellt besondere Herausforderungen an die Sinnesorgane eines Wals. Die spezifischen Anpassungen stellt Svetlana Assmann in ihrem Projekt "Die Sinne der Wale" vor. Die von ihr gestaltete, großformatige Bildtafel erstreckt sich über eine beachtliche Länge und zeigt am Beispiel des Delfins Lebenssituationen, in denen die einzelnen Sinne besonders wichtig sind. Diese grazil illustrierten Wesen werden von einem guten Dutzend erklärender Grafiken begleitet, mit deren Hilfe Svetlana Assmann dem Besucher die genaue Lage und Funktion der einzelnen Sinnesorgane verständlich macht. Ihre Gesamtgestaltung, angelegt unterhalb der gekräuselten Oberfläche des Wassers, in welchem Delfine und Informationen, elegant in Luftblasen verpackt, herumschwimmen, wirkt hell und leicht, besonders im Kontrast zum tiefen Meeresblau, welches die Ausstellung sonst über weite Strecken dominiert. Im übertragenen Sinne zeigt dies, wie wenig dunkel es den Meeressäugern mit ihrer empfindlichen Wahrnehmung in der Tiefe vorkommen mag.

Tatjana Gartmann: Fortpflanzungszyklus und Embryonalentwicklung am Beispiel des Großen Tümmlers - eine Ausstellungsstation

Zusammen mit den Seekühen sind Wale die einzigen Säugetiere, deren Leben sich komplett im Wasser abspielt, einschließlich ihrer Fortpflanzung. Da sie sich mit ihren Flippern nicht aneinander festhalten können, werden die Paarung oder auch das Säugen eines Jungtieres zur koordinatorischen Meisterleistung. Die Besonderheiten im Kreislauf der Entstehung neuen Lebens zeigt Tatjana Gartmann am Beispiel des Delfins in ihrem Zyklus von zwölf großformatigen Bildtafeln, die im Kreis angeordnet ein atmosphärisches Monument bilden. Der warmrote Innenkreis beschäftigt sich mit der Embryonalentwicklung, anhand derer sich auch wichtige Stationen der Stammesentwicklung der Wale ablesen lassen. Der äußere Kreis, in Meeresblau gehalten, zeigt den Fortpflanzungszyklus des erwachsenen Delfins. Durch den Einsatz von klaren, grafischen Illustrationen, die in ihrer organischen Formsprache jedoch gleichzeitig ästhetisch anzusehen sind, gelingt es Tatjana Gartmann, die Informationen klar und unmissverständlich herüber zu bringen.

Stefan Denecke: Stimmen im Meer - Ein Animationsfilm

Was bedeuten die Laute, die Wale von sich geben? Ist es eine Sprache? Nach Recherchen in Fachliteratur und Internet und der Korrespondenz mit einem Walspezialisten machte sich Stefan Denecke im Sommersemester 2010 im Rahmen seiner Diplomarbeit daran, einen unterhaltsamen Querschnitt durch aktuelle Erkenntnisse zu den geheimnisvollen "Stimmen im Meer" zu geben. Das Ergebnis: Ein höchst informativer und unterhaltsamer Animationsfilm, der nun im Rahmen der Ausstellung dem Publikum zugänglich wird. Die Kommunikation der Wale über weite Strecken oder während der Jagd, ihre Gesänge auf Wanderungen, die vielleicht der Balz dienen und die fledermausähnliche Echolokation zur Orientierung und zum Aufspüren der Beute - all dies erklärt Stefan Denecke in seinem Film leicht verständlich und gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor ohne jemals unsachlich zu werden. Im Vorfeld bedurfte es einer akribischen Planung über die Auswahl der Inhalte, der Abfolge der Informationen und nicht zuletzt die genaue Art der Darstellung. Im Rahmen der Ausstellung wird er in einem eigens dafür geschaffenen Separee gezeigt.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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