LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 30.08.12

Foto zur Mitteilung"Filme sind hervorragende Botschafter für Inklusion", meinen (v.l.n.r.) Holger Lüsch (Cinema), Prof. Dr. Markus Köster (Leiter LWL-Medienzentrum für Westfalen) und Dr. Christoph Spieker (Villa ten Hompel), die die Filmreihe im Cinema organisiert haben.
Foto: LWL/Meschede


Foto zur MitteilungMit der Darstellung von Behinderung in der Filmgeschichte beschäftigt sich die aktuelle Filmreihe "Mensch oder Monster?
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Mensch oder Monster?

LWL und Villa ten Hompel starten Filmreihe zu Behinderung in der Filmgeschichte" am 2. September

Bewertung:

Münster (lwl). Mit der Darstellung von Menschen mit Behinderung im Film beschäftigt sich eine Filmreihe, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Villa ten Hompel und dem Cinema in Münster am 2. September startet.

"Der Film hat sich in seiner mehr als hundertjährigen Geschichte seit seinen Anfängen immer wieder dem Thema Behinderung genähert. Unsere Reihe schlägt einen Bogen von der Frühzeit des Kintopp bis zu den aktuellen Debatten um Inklusion", erklärt Christoph Spieker, Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel. Während der amerikanische Film "Freaks" (9.9.) mit seinen kleinwüchsigen und anderweitig körperlich behinderten Darstellern schon 1932 ein Zeichen der Toleranz gegenüber Andersartigkeit setzen wollte, warb die deutsche UFA-Produktion "Ich klage an" (6.9.) 1941 mit der Geschichte einer unheilbar kranken Frau, die von ihrem Mann durch Sterbehilfe "erlöst" wird, subtil für das "Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten, den Massenmord an Menschen mit Behinderungen.

Die ausgewählten neueren Spielfilme "Jenseits der Stille" (16.9.), "Ben X" (19.9.), "Me too - Wer will schon normal sein" (23.9.) und "Renn, wenn du kannst" (26.9.) thematisieren demgegenüber nicht nur ganz unterschiedliche Arten von Behinderungen, sondern rücken auch das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in den Blick und ergreifen eindeutig Partei für ihre "behinderten" Protagonisten. "Wie kaum ein anderes didaktisches Medium können Spielfilme für das Prinzip der Wertschätzung von Vielfalt und für die Förderung aller nach ihren individuellen Bedürfnissen werben und damit Botschafter der Inklusion sein", so Prof. Dr. Markus Köster, Historiker und Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen. "Gleichzeitig findet auch die bis in die Gegenwart reichende gesellschaftliche Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen im Medium Spielfilm eine anschauliche Spiegelung."

Zwei Vortragsabende flankieren die Filmreihe: Im Eröffnungsvortrag am kommenden Sonntag (2.9.) um 17 Uhr im Plenarsaal des LWL-Landeshauses gibt der Filmwissenschaftler Ernst Schreckenberg einen filmischen Überblick über die Geschichte der Darstellung von Behinderung und Behinderten im Spielfilm, am 12. September wird der Historiker Prof. Dr. Franz-Werner Kersting in der Villa ten Hompel zum Thema "Die Anstaltspsychiatrie der 1950er/1960er Jahre im Spiegel von Filmdokumenten aus Westfalen" referieren.

Hintergrund:
Die Filmforen finden bis zum 26. September mittwochs abends bzw. sonntags vormittags im "Cinema & Kurbelkiste", Warendorfer Str. 34 in Münster, statt. Sie werden umrahmt von einer kurzen Einführung und einer anschließenden Diskussion mit Referenten zum jeweiligen Thema. Die Filme "Freaks", "Jenseits der Stille" und "Me too" stehen auch mit Untertiteln zur Verfügung, für das Filmgespräch kann ein Gebärdendolmetscher angefragt werden.
Alle Filme werden montags bzw. mittwochs morgens auch als Schulveranstaltungen angeboten.

Einen Überblick über die Filme und Veranstaltungen finden Sie als Anlage.

Haben Sie Probleme, das pdf-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Infos und Anmeldung für die Schulveranstaltungen unter 0251 591-3919 oder andrea.meschede@lwl.org.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: Filme.pdf


LWL-Einrichtung:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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