LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 23.08.12

Foto zur MitteilungDie helle Linie entlang des Kalkstein-Blocks zeigt eine Struktur, die möglicherweise Wirbeltier-Knochen sein könnten.
Foto: LWL/Grzegorczyk


Foto zur MitteilungBesichtigung der Fundstelle durch Fachleute des LWL im Steinbruch bei Soest.
Foto: LWL/Grzegorczyk


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Presse-Infos | Kultur

Fossilfund in Rüthen

Ehrenamtlicher Mitarbeiter des LWL entdeckt bisher unbestimmtes Wirbeltier-Fossil

Bewertung:

Rüthen (lwl). Im Mai dieses Jahres informierte Ulrich Kaplan aus Gütersloh das LWL-Museum für Naturkunde in Münster über einen besonderen Fossilfund in Rüthen (Kreis Soest). Kaplan mutmaßt, dass es sich beispielsweise um einen Schwimmsaurier handeln könnte. In einem Block aus Kalksteinen der Ober-Kreide-Zeit hatte er Knochenreste von einem Wirbeltier entdeckt. Ulrich Kaplan ist seit Jahren ehrenamtlich für das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der paläontologischen Denkmalpflege tätig. Bei einer Profilaufnahme der anstehenden Kreideschichten machte der wissenschaftlich arbeitende Hobby-Fossilforscher den Fund.

Die Fundstelle wurde zwei Tage später von LWL-Mitarbeitern in Augenschein genommen. Das Gestein mit dem Fossil liegt an der Basis der Ober-Kreide in der sogenannten Baddeckenstedt-Formation. Das Alter des Gesteins liegt bei zirka 99 Millionen Jahren.

LWL-Paläontologe Dr. Detlef Grzegorczyk: "Diese unter marinen Bedingungen gebildeten Schichten enthalten normalerweise fast ausschließlich Reste von wirbellosen Tieren wie Muscheln, Schnecken, Ammoniten usw. Daher stellt der Fund dieses Wirbeltier-Knochens eine wissenschaftliche Besonderheit dar." Im Steinbruch abgebaut wird der unter den kalkigen Gesteinen anstehende Rüthener Grünsandstein der jüngsten Unter-Kreide.

Sichtbar ist der Knochen bisher nur in einer zirka ein Zentimeter dicken Schichtfuge in dem größeren Gesteinsblock. Mit dem Steinbruch-Besitzer, Martin Kirsch (Steinmetz und Bildhauer), war vereinbart worden, dass er den Block mit schwerem Gerät aus der Wand löst und an eine gut erreichbare Stelle auf der Steinbruch-Sohle transportiert. Von hier wird der Block anschließend ins Museum nach Münster gebracht. Hier wird das Knochen-Material dann von den Spezialisten des LWL vollständig freigelegt und präpariert um herauszufinden, wie bedeutend das Stück ist.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
presse@lwl.org



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