LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 05.06.12

Foto zur MitteilungIm Naturschutzgebiet Heiliges Meer-Heupen, bei Recke/Hopsten grenzt die sommertrockene Heide unmittelbar an dauernasses Niedermoor, den "Boden des Jahres 2012".
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungErlenbruchwald auf Niedermoor am Großen Heiligen Meer.
Foto: LWL/Jürgen Pust


Foto zur MitteilungBasenarmes Niedermoor aus Torfmoos.
Foto: Martin Dworschak/Geologischer Dienst NRW


Foto zur MitteilungNeues Niedermoor entsteht im Schilfsaum am Ufer des Großen Heiligen Meeres.
Foto: Martin Dworschak/Geologischer Dienst NRW


Foto zur MitteilungDas Plakat für den "Boden des Jahres - das Niedermoor" stellte Dr. Gerhard Milbert vom Geologischer Dienst NRW vor.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungBeim Rundgang über den neuen Rundwanderweg wurde das Niedermoor allen Teilnehmern anschaulich erklärt.
Foto: LWL/Oblonczyk


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Presse-Infos | Kultur

Boden des Jahres 2012

Niedermoor am Heiligen Meer als Beispiel für ausgezeichneten Boden

Bewertung:

Recke (lwl). Vor 40 Jahren, am 5. Juni 1972, haben die Vereinten Nationen den Weltumwelttag ins Leben gerufen. Weltweit wird dieser Tag in mehr als 100 Ländern gefeiert. Der "Boden des Jahres 2012 - das Niedermoor" wurde am diesjährigen Tag der Umwelt, 5. Juni, in der Außenstelle Heiliges Meer des LWL-Museums für Naturkunde vorgestellt. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) unterhält in Recke/Hopsten (Kreis Steinfurt) nicht nur die Außenstelle Heiliges Meer, sondern auch ein einzigartiges Naturschutzgebiet. In diesem Gebiet lässt sich der "Boden des Jahres 2012", das Niedermoor, besonders gut betrachten.

Der LWL, die Biologische Station Kreis Steinfurt e.V., der Kreis Steinfurt und der Geologische Dienst NRW haben im Naturschutzgebiet Heiliges Meer bei Hopsten einen "Moorkundlichen Rundwanderweg" eingerichtet. Auf dem Rundweg mit fünf Stationen wird erläutert, wie neues Niedermoor durch Verlanden des Großen Heiligen Meeres allmählich entsteht, wie ein intaktes Niedermoor aussieht und wie das Niedermoor durch Entwässerung langsam vererdet und dann als artenreiche Feuchtwiese genutzt

Naturkundlich Interessierte werden mit einen Faltblatt zu den fünf Stationen des Rundweges geführt und erhalten leicht verständliche Informationen zur Entstehung des Heiligen Meeres und zu den umgebenden Moor- und Heideflächen. Fotos zeigen die Pflanzen und den Torf der Niedermoorstandorte.

Niedermoore entstehen in oberflächennahem Grundwasser. Sie sind in Nordrhein-Westfalen selten. Unter Luftmangel werden abgestorbene Pflanzen nur unvollständig abgebaut. Es bildet sich Torf, in dem große Mengen Kohlenstoff gebunden sind. Intakte Niedermoore bilden Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere. Sie sind schutzwürdige Naturkörper.

Niedermoore reagieren besonders sensibel auf Änderungen ihres Wasserhaushaltes und damit auch auf Klimaänderungen. Da der Mensch - vor allem in dicht besiedelten Gebieten wie NRW - auf vielfältige Weise in den Wasserhaushalt eingreift, sind Niedermoore davon im besonderen Maße betroffen. Meistens werden sie nach Entwässerung landwirtschaftlich genutzt.

Solange Moore mit Wasser bis über die Bodenoberfläche versorgt sind, wachsen sie weiter und binden dabei klimaschädliches Kohlendioxid. Verschlechtert sich die Wasserversorgung durch Entwässerung oder trockeneres Klima auf Dauer, wird der Torf biologisch abgebaut. Dabei werden bis zu 40 Tonnen Kohlendioxid und Lachgas pro Hektar und Jahr freigesetzt. Diese Treibhausgase beschleunigen den Klimawandel.

Weitere Informationen
Informationen zur Außenstelle Heiliges Meer des LWL-Museums für Naturkunde:
http://www.lwl-heiliges-meer.de, LWL-Museum für Naturkunde Außenstelle Heiliges Meer, Bergstraße 1, 49509 Recke; Telefon 05453 996-60; Telefax 05453 996-61

Beteiligte Personen und Einrichtungen
Heinrich Terlutter, LWL-Museum für Naturkunde, Außenstelle Heiliges Meer, Recke (http://www.lwl.org/LWL/Kultur)
Gerhard Milbert, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen (http://www.gd.nrw.de)
Peter Schwartze, Biologische Station Kreis Steinfurt e.V. (http://www.biologische-station-steinfurt.de)
Michael Heuer, Kreis Steinfurt - Umwelt- und Planungsamt (http://www.kreis-steinfurt.de)

Für Rückfragen stehen Ihnen Gerhard Milbert, Geologischer Dienst NRW (milbert@gd.nrw.de, Tel: 02151 897-586) sowie Heinrich Terlutter, LWL-Museum für Naturkunde (Heinrich.Terlutter@lwl.org; Tel.: 0251 591-6014 oder 05453 996-60) zur Verfügung.

Haben Sie Probleme, das pdf-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: Niedermoor_Poster_01_1.pdf


LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Karte und Routenplaner



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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