LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 17.01.12

Foto zur MitteilungDas Schulterblatt des Wals vor der Mazeration im LWL-Museum für Naturkunde.
Foto: Etzkorn, Münster


Foto zur MitteilungWerner Beckmann präsentiert das frisch entnommene Auge des Wals vor der Weiterverarbeitung im LWL-Museum für Naturkunde.
Foto: Etzkorn, Münster


Foto zur MitteilungBeginn der Präparation im LWL-Museum für Naturkunde.
Foto: Etzkorn, Münster


Foto zur MitteilungZoologischer Chefpräparator Werner Beckmann holt das Schulterblatt des Pottwals nach der Entfleischung und Entfettung aus dem Reinigungsbad.
Foto: LWL/Oblonczyk


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Presse-Infos | Kultur

Einzelknochen des gestrandeten Pottwals für Sonderausstellung vorbereitet

Schulterblatt des Pottwals ist fertig mit der Präparation

Bewertung:

Münster (lwl). Ab dem 21. September ist die neue Sonderausstellung "Wale - Riesen der Meere" im LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu sehen. Der vor der Nordseeinsel Pellworm gestrandete, rund 15 Meter lange Pottwal soll als spektakuläres Ausstellungsobjekt in der rund 2.000 Quadratmeter großen Ausstellung gezeigt werden. Kleine, einzelne Knochen des 15 Meter langen Pottwals sind nun fertig vorbereitet für die Sonderausstellung. Der Chefpräparator des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Werner Beckmann und sein Team haben ein Schulterblatt und die Beckenknochen des Wals aus der Mazeration (Entfleischung) geholt und vom Fett befreit. Nun wurden die Knochen aus dem Reinigungsbad geholt und man kann die jetzt weißliche, poröse Knochenstruktur erkennen.

Das LWL-Museum hatte schnell reagiert, als im November vergangenen Jahres die Mitteilung kam, dass ein Pottwal tot angespült worden sei und sofort Kontakt zu den Behörden aufgenommen. Die Präparatoren und Wissenschaftler des LWL waren sich alle der seltenen Gelegenheit bewusst. Jetzt befinden sich kleine, einzelne Teile des Pottwals zur Präparation bereits im LWL-Museum für Naturkunde in Münster.

Werner Beckmann und sein Team sorgten zunächst in Münster für die Entfleischung, und Entfettung der Knochen, die leicht und klein genug für den Transport nach Münster waren oder in Gefahr standen, verloren zu gehen. Die Mazeration der Knochen startete am 23. November und erstreckte sich über mehrere Wochen. Am 29. Dezember wurde der Mazerationsprozess beendet und die Knochenteile zur Entfettung in eine 60 Grad heiße Waschmittellauge eingelegt.

Beckmann erklärt die Mazeration: "Zunächst wurde vor Ort die dicke Speckschicht des Wals abgetragen. Anschließend wurde der Kadaver ausgenommen und möglichst weit entfleischt. Fleischzersetzende Bakterien erledigten dann innerhalb der nächsten Wochen den Rest der Entfleischung und hinterlassen letztlich die sauberen Knochen."

Im Kleinen konnte Beckmann dies in Münster für das Schulterblatt, die beiden Beckenknochen und einiger weiterer Knochenfragmente der Wirbelfortsätze anwenden. Die nicht zu stark verwesten Organe (Haut, Magen, Darm) wurden in Alkohol konserviert, tiefgefroren (Hoden) oder bereits abgegossen (Auge, Penis). Der Hauptteil der Knochen blieb zur Mazeration im Meeresmuseum "Ozeaneum" in Stralsund. Von Stralsund wird das Skelett dann voraussichtlich im August nach Münster kommen.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
presse@lwl.org



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