LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 15.07.11

Foto zur MitteilungAusstellungsplakat.
Foto: Archiv HGV, Schalksmühle


Foto zur MitteilungDer Polsterer und sein Meisterstück.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungDer Schneider.
Foto: Wippermann/Hagen


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Presse-Infos | Kultur

"Festgehalten - Handwerksbilder von 1800 bis heute"

Sonderausstellung im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Bewertung:

Hagen (lwl). Das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeichnet sich besonders aus durch seine Werkstätten, in denen zum Teil täglich "live" gearbeitet wird und durch die Ausstellungen, die Einblicke in historische Arbeitswelten geben. Um diese besonderen Einblicke geht es jetzt in der Sonderausstellung "Festgehalten - Handwerksbilder von 1800 bis heute" vom 17. Juli bis zum 31. Oktober 2011. Erstmals zeigt das Hagener LWL-Freilichtmuseum viele Handwerksdarstellungen, die überraschende An- und Einsichten in Handwerk und Technik ermöglichen.

Auf den ersten Blick zeigen die Bilder den Arbeitsalltag sowie die verwendeten Maschinen in den handwerklichen Betrieben. Oft ist aber ein zweiter Blick nötig, um zu entschlüsseln, was auf den Bildern wirklich "festgehalten" werden sollte und welche Einblicke sie tatsächlich in die Geschichte von Handwerk und Technik geben.

"Die Ausstellung veranschaulicht, wie sich nicht nur die Handwerksberufe, sondern auch deren Darstellungen innerhalb der letzten 200 Jahre verändert haben. Aufschlussreich ist, wie unterschiedlich Handwerker dargestellt wurden", erklärt die Ausstellungmacherin Dr. Anke Hufschmidt. "Nicht nur die Entwicklung der technischen Möglichkeiten trug dazu bei. Es waren vor allem die verschiedenen Funktionen der Bilder: Je nachdem, ob sie zum Beispiel anregen sollten, neue handwerkliche oder maschinelle Techniken zu übernehmen, ob sie Kinder und Jugendliche mit der handwerklichen Berufswelt vertraut machen wollten oder als Gegenbild zu einer als kalt und bedrohlich empfundenen Arbeitswelt in den Fabriken entstanden. Sie unterscheiden sich in Aufbau, Genauigkeit und Gestaltung. Bei aller Anschaulichkeit geben sie deshalb nicht einfach nur vergangene Arbeitsrealitäten wieder", so Dr. Anke Hufschmidt weiter.

Die Bandbreite der ausgestellten Bilder reicht von Gemälden, Zeichnungen über Schulwandtafeln und Grafiken bis hin zu Kinderbüchern und Bilderbögen. Besonders stark sind Fotos vertreten, die seit Ende des 19. Jahrhunderts populär wurden. Zum Beispiel nutzten Wissenschaftler gerne die Fotografie, um Handwerkstechniken zu dokumentieren. Aber auch Handwerker, die stolz ihr Arbeitsumfeld und ihren Betrieb für die Nachwelt durch einen Fotografen festhalten ließen.

Warum entstanden diese Handwerksbilder? Für wen waren sie bestimmt? Welche Auskünfte geben sie über den Arbeits- und Lebensalltag in Handwerksbetrieben? Das sind die Fragen, die die Ausstellungsmacher bewegten. Die Themen der Bildauswahl sind Darstellungen von Werkstätten und von Stationen eines Handwerkerlebens. Gezeigt werden auch Fremd- und Selbstbilder der Handwerker sowie Darstellungen, die zu dokumentarischen Zwecken entstanden sind. Zu sehen sind außerdem spezielle Exponate, die mit Hilfe eines Presseaufrufs in das Museum gelangten: seltene Handwerksbilder aus Privatbesitz.

Um den Besuchern den Vergleich zu erleichtern, bilden die Darstellungen von drei Berufen die Schwerpunkte in der Ausstellung: Zum einen die Schmiede, die seit der Antike von Geheimnissen umgeben sind und bis heute - auch in den Werkstätten des LWL-Freilichtmuseums - mit ihrem Handwerk faszinieren. Dann die Schuhmacher, deren Handwerk verbreitet war, und als besonders arm galt. Und schließlich die Schneider als einem der ersten Handwerksberufe, in denen Frauen seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Handwerksausbildung machen durften. Doch darüber hinaus zeigt die Ausstellung Bilder vieler weiterer Handwerke.

In der Ausstellung gibt es eine Mal- und einer Leseecke für Kinder. Ein Rahmenprogramm bietet neben den kostenlosen Sonntagsführungen um 14 Uhr (17.7.; 21.8., 4.9., 18.9. [mit Gebärdendolmetscher], 23.10.) auch ein Ferienprogramm vom 26. bis 29.7. sowie einen Aktionstag am 14. August. an.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit ca. 160 Seiten, zum Preis von 14,80 €.

Weitere Informationen unter
http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Uta Wenning-Kuschel, LWL-Freilichtmuseum Hagen, Telefon: 02331 780-7113, Handy: 0151 40635972,
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen-Selbecke
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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