LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 05.05.11

Foto zur MitteilungKurator Norbert Meier (l.) und Thomas Jasper vom Stadtarchiv Castrop-Rauxel bei der Präsentation der Ausstellung auf der Galerie der historischen Zechenwerkstatt.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungEins von 500 ausgestellten Fotos: die Zeche Erin um 1958.
Foto: Stadtarchiv Castrop-Rauxel


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Presse-Infos | Kultur

Zechen in Castrop-Rauxel

LWL-Industriemuseum präsentiert neue Ausstellung auf der Zeche Zollern

Bewertung:

Dortmund (lwl). Ähnlich wie Wanne-Eickel oder Bottrop gilt Castrop-Rauxel als typische Revierstadt. Mehr als 100 Jahre Steinkohlenförderung haben der Doppelstadt ihr Erscheinungsbild aufgeprägt. Welch wechselvolle Geschichte der Bergbau in Dortmunds Nachbarstadt hatte, zeigt die Ausstellung "Zechen in Castrop-Rauxel - Fotografien aus 120 Jahren Bergbaugeschichte", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 8. Mai bis 7. August in seinem Industriemuseum Zeche Zollern präsentiert. Erstellt wurde sie vom Arbeitskreis "Schachtzeichen" der Volkshochschule Castrop-Rauxel.

Nach wie vor überragen der Kirchturm von St. Lambertus und der Förderturm von Schacht 7 der Zeche Erin in Sichtweite zueinander das Stadtzentrum von Castrop. Da die weitaus meisten Fördergerüste des Ruhrgebiets während der letzten 40 Jahre abgerissen wurden, ist ein solches Turmensemble inzwischen sehr selten geworden. Bezeichnenderweise dient auch das Gerüst von Erin 7 nicht mehr der Steinkohlenförderung, sondern steht als Industriedenkmal unter Schutz.

500 historische Fotos der Zechen Erin, Graf Schwerin und Victor Ickern sowie der angegliederten Kokereien präsentiert die Ausstellung. Die zeitliche Spannbreite reicht von der Schachtabteufung bis hin zur Sprengungen von Fördergerüsten in Zuge der Kohlenkrise. In Castrop-Rauxel endete der Bergbau 1983. Immer wieder finden sich Fotos von monumentalen Malakowtürmen aus Ziegelstein oder von Deutschen Strebengerüsten aus Stahl. Luftaufnahmen geben einen guten Überblick über den architektonischen Aufbau von Zechenanlagen. Zahlreiche Bilder zeigen Bergleute und Kokereiarbeiter in ihrer typischen Arbeitssituation. Zu sehen sind Fördermaschinisten, Grubenwehrmänner oder auch Berglehrlinge. Englische Facharbeiter waren um 1900 auf Zeche Victor I/II tätig. Frauen mussten während des Ersten Weltkriegs in der Kohlenwäsche aushelfen, während ihre Männer zur Front abkommandiert waren.

"Aufgrund der großen Zahl an facettenreichen, aussagekräftigen Aufnahmen dürfte diese Fotodokumentation einmalig im Ruhrgebiet sein", erklärte Dr. Thomas Parent, stellvertretender Museumsdirektor, am Donnerstag (05.05.) bei der Vorstellung der Schau in Dortmund.

Während der Ausstellungseröffnung am kommenden Sonntag (8.5.2011, 11 Uhr) wird Norbert Meier als Ausstellungskurator und Buchautor eine Einführung in das Thema geben. Am Dienstag, 17.5., um 19.30 Uhr hält der Kurator auf Zeche Zollern einen Bildvortrag zum Thema "Die Zeche Victor Ickern in Castrop Rauxel". Martin Lochert vom LWL-Industriemuseum wird am 28. Mai, 26. Juni und 17. Juli (jeweils um 15 Uhr) durch die Ausstellung führen. Für den 2.7.2011 lädt die Volkshochschule Castrop-Rauxel zu einer Busexkursion zu den ehemaligen Zechenstandorten auf dem Stadtgebiet ein (Info: Tel. 02305 10626).

Zechen in Castrop-Rauxel
Fotografien aus 120 Jahren Bergbaugeschichte
8.5. bis 7.8.2011, Eröffnung: So, 8.5., 11 Uhr
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern / GALERIEINDUSTRIEARBEIT
Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



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