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Mitteilung vom 21.03.11

Presse-Infos | Kultur

Westfälische Kulturkonferenz

Kulturentwicklungsplan und "Literaturland Westfalen"

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Dortmund (lwl). Am Freitag (18.3.) haben in Dortmund 240 Kulturschaffende, Oberbürgermeister, Landräte, Entscheidungsträger, Vereinsvertreterinnen und Kulturförderer aus der Region an der Westfälischen Kulturkonferenz unter dem Motto "Westfalen - Kulturland mit Zukunft" teilgenommen. NRW-Kulturministerin Ute Schäfer erläuterte in einem Impulsreferat die Vorstellungen der Landesregierung zur regionalen Kulturpolitik in NRW.

Die Westfälische Kulturkonferenz will über räumliche, fachliche und institutionelle Grenzen hinweg eine systematische und ständige Plattform für die gemeinsamen kulturellen Interessen der Region schaffen und Impulse für die Zukunft setzen - damit Kultur in Westfalen-Lippe langfristig und nachhaltig gesichert, gestärkt und besser sichtbar gemacht werden kann.

"Wir wollen in der langfristigen Perspektive auch das Politkfeld Kultur stärken und ihm den gebührenden Platz in der Gesellschaft ermöglichen", erklärte dazu Dieter Gebhard, Vorsitzender der Landschaftsversammlung im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Kuratoriumsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung, in seiner Eröffnungsrede. Dass Westfalen als Marke hervorragend geeignet sei, die Kultur vor Ort und in der Region zu stärken, habe das "Westfälische Jahrzehnt" gezeigt. In den 1990er Jahren hatte die Region an die Geburtstage der westfälischen Dichterin Droste Hülshoff, des Architekten Schlaun sowie an den Westfälischen Frieden und das Treffen Von Karl dem Großen mit Papst Leo III. in Paderborn erinnert.

Im kulturpolitischen Teil der Konferenz am Vormittag begann ein Diskurs über die kulturelle Entwicklung Westfalen-Lippes. Im Mittelpunkt stand die Diskussion über die Notwendigkeit eines Kulturentwicklungsplanes für die Region.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch stellte unter dem Titel "Gemeinsam handeln" eine Erklärung vor, auf deren Grundlage nun eine Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe auf den Weg gebracht werden soll. Den fachlichen Hintergrund dazu lieferte Dr. Narciss Göbbel, Referent für Kulturplanung und kulturelle Stadtentwicklung der Stadt Bremen.

Nach dem kulturpolitischen Teil widmete sich der Nachmittag dem Thema Literatur in Westfalen-Lippe. Der Dortmunder Literat Fritz Eckenga und ein Poetry Slam mit Marian Heuser aus Münster, Fabian Navarro aus Warstein und Micha El Goehre aus Gütersloh begleiteten die Konferenz künstlerisch.

Kulturentwicklungsplan
"Wo stehen wir und wo wollen wir hin? Warum gemeinsam handeln? Weshalb brauchen wir einen Kulturentwicklungsplan? Was bedeutet uns "Westfalen?", waren die Leitfragen für die Podiumsdiskussion. Die Gäste waren Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, der Direktor des Museums Marta Herford Roland Nachtigäller, der Geschäftsführer der Regionale 2013 Dirk Glaser sowie der Unternehmer und "bekennende Westfale" Wolfgang Hölker. Zusammen mit dem Fachreferenten Dr. Narciss Göbbel waren sie sich einig, dass gerade angesichts der regionalen, fachlichen und organisatorischen Unterschiede in der Region ein Kulturentwicklungsplan eine sinnvolle und notwendige Grundlage für gemeinsames Handeln darstellt.

Literaturland Westfalen
Der Nachmittag hatte den thematischen Schwerpunkt "Literaturland Westfalen". Eva Maaser, Vorsitzende des NRW-Verbandes der deutschen Schriftsteller in der Gewerkschaft ver.di, berichtete, wie sich die Literaturlandschaft in Westfalen-Lippe künftig besser präsentieren kann. Grundlage ihres Berichts war die erste Tagung der Arbeitsgemeinschaft Literatur in Westfalen-Lippe, zu der sich 80 Vertreter von Literaturbüros, literarischen Gesellschaften und Vereinen, Bibliotheken, Verlagen sowie etliche Autoren im Januar in Hamm versammelt hatten.

Zwei Projektvorschläge sind aus dieser Arbeitsgemeinschaft Literatur erwachsen: eine gemeinsame Veranstaltungsreihe und eine Internetplattform. Beide Projekte sollen im Laufe des Jahres mit Hilfe des Projekts "Kultur in Westfalen" vorangetrieben werden. "Westfalen-Lippe ein Literaturland?!" Dieser Frage ging Michael Serrer nach, Leiter des Literaturbüros NRW in Düsseldorf und seit vier Monaten Sprecher des Literaturrates NRW.

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale berichtete über den aktuellen Stand zu Burg Hülshoff. Seit 2008 engagiert sich der LWL, um den Geburtsort der Annette von Droste-Hülshoff, Autorin von Weltrang, für die Öffentlichkeit zu erhalten. Dafür soll eine Stiftung gegründet werden, die rund 20 Millionen Euro Kapital benötigt. Es gibt die Überlegung, dass dafür jeweils vier Millionen aus Erträgen der LWL-Kulturstiftung und vom Land NRW beigetragen werden, die restlichen rund 12 Millionen sind bereits von Stiftern in Aussicht gestellt worden. Dazu soll noch in diesem Frühjahr eine Stifterkonferenz stattfinden.

Veranstalter
Veranstalter der Westfälischen Kulturkonferenz ist das Projekt "Kultur in Westfalen". Das Projekt will Kultur in Westfalen-Lippe stärken und besser sichtbar machen und damit zur Profilierung der Region beitragen. Es wird getragen von der LWL-Kulturstiftung, der Westfalen-Initiative und dem Kulturministerium NRW. Das Projektbüro ist beim LWL
angesiedelt, der einzigen Einrichtung, die in ganz Westfalen-Lippe und in allen Kultursparten tätig ist.

http://www.kultur-in-westfalen.de



Pressekontakt:
Dr. Yasmine Freigang, Projekt „Kultur in Westfalen“, LWL-Kulturabteilung, Telefon: 0251 591-3924, kultur-in-westfalen@lwl.org
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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