LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 17.03.11

Foto zur MitteilungTitelbild der neuen Sonderausstellung "Bionik - Patente der Natur".
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungFlugstudie eines Steppenadlers. Handschwingen als Vorbild für Flugzeugwinglets.
Foto: Kriegs, Münster


Foto zur MitteilungDie Haut eines Hais diente unter anderem als Vorbild für Schwimmanzüge.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDas Logo zur neuen Sonderausstellung "Bionik - Patente der Natur".
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDie Früchte der Kletten haften an Tierfellen oder an der Kleidung. Sie dienten als Vorbild für den Klettverschluss. Der Schmetterling ist ein Vorbild für verbesserte Solarzellen, denn er breitet seine Flügel aus um über Sonnenenergie Wärme aufzunehmen. Die Fliege ist ein Vorbild für den Bereich "Haften".
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungBeim Gecko stellen Nanohärchen unter den Füßen Kontakt zum Untergrund her. Geckos waren das Vorbild für Klebebänder. Ein Gecko haftet sogar an einer glatten Glasscheibe und an einer senkrechten Fläche.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDie Stabheuschrecke ist das tierische Vorbild für einen Laufroboter.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDer Wiesenbocksbart (Verwandter des Löwenzahns) diente als Vorbild für Fallschirme. Seine Früchte sind mit haarigen Flugschirmen versehen und verbreiten sich durch den Wind.
Foto: LWL/Oblonczyk


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Presse-Infos | Kultur

"Bionik - Patente der Natur"

Neue Sonderausstellung im LWL-Museum für Naturkunde

Bewertung:

Münster (lwl). Was haben ein Oberschenkelknochen und der Eiffelturm gemeinsam? Wie beeinflusst der Kofferfisch den Automobilbau und wie tragen Ameisen zum effizienten Transport von Gütern und Haie zu olympischen Rekorden bei?
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beantwortet vom 1. Juli 2011 bis zum 17. Juni 2012 diese und weitere Fragen in der neuen Sonderausstellung "Bionik - Patente der Natur".
Auf über 1.200 Quadratmetern wird das vielfältige und zukunftsträchtige Forschungsgebiet der Bionik im LWL-Museum für Naturkunde in Münster präsentiert.

Grundidee
Bionik leitet sich aus einer Kombination der beiden Begriffe "Biologie" und "Technik" her und bedeutet die Übertragung von Problemlösungen aus der Natur in die Technik. In Jahrmillionen der Evolution hat die Natur eine sehr große Menge an erstaunlichen Strukturen hervorgebracht. Präriehunde bauen Erdbauten mit Belüftungssystem, Käfer riechen Feuer und Pinguine gleiten ohne Anstrengungen durchs Wasser.

Wie der Mensch das riesige Potenzial der Natur nutzen kann, um die Technik effizienter und umweltschonender zu gestalten, ist Gegenstand der Bionik. Anwendung findet die Bionik in den unterschiedlichsten Bereichen: in der Architektur, in der Medizin, in der Robotik, im Schiffs- und Flug-zeugbau, und in der Herstellung neuartiger Materialien. Der Gecko diente beispielsweise als Vorbild für die Entwicklung eines besser haftenden Klebebands. Geckos können kopfüber an der Wand hängend ein Vielfaches ihres Gewichts tragen. Ihre mit feinen Härchen besetzten Füße waren der Anstoß für das Klebeband.

Ein weiteres Beispiel ist die Klette. Sie diente als Vorbild für den Klettverschluss. Dank der Ausstattung mit kleinen Haken bleiben ihre Früchte gerne an Tierfellen oder Kleidung hängen und werden so weit verbreitet. Abgeschaut bei der Natur ist auch der für Fassadenfarben und Autolacke verwendete Lotuseffekt. Aufgrund von mit Wachskristallen überzogenen Noppen reinigen sich die Blätter der Lotospflanze von selbst. Der Storch und andere Vögel wiederum standen Pate bei der Entwicklung erster Flugapparate.

Aufbau der Ausstellung
Im Vordergrund der Bionik-Ausstellung steht die Natur als Vorbild für die menschlichen Techniken.
Das "Patentamt der Natur" zieht sich als roter Faden durch die Ausstellung. Im Eingangsbereich ist ein Nachbau eines historischen Patentamtes zu finden. Hier melden die Tiere ihr Patent für die innovativen Oberflächen, Techniken und Strukturen an.

Anschließend wird der Besucher thematisch durch die verschiedenen Bereiche und Welten der Bionik geführt.

• Architektur
• Oberflächen
• Bewegung unter Wasser
• Bewegung an Land
• Bewegung in der Luft
• Robotik
• Medizin
• Sensorik und Kommunikation
• Evolutionsstrategien



Pressekontakt:
Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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