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Mitteilung vom 05.11.10

Foto zur MitteilungBeim zweiten Blick offenbaren sich Überraschungen: Gemälde von Sergej Jensen im LWL-Landesmuseum.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Öl auf Leinwand

Neue Alchemie: Sergej Jensen spielt mit der klassischen Malerei

Bewertung:

Münster (lwl). In der Sonderausstellung "Neue Alchemie. Kunst der Gegenwart nach Beuys" (bis 16. Januar 2011) zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster elf Positionen zeitgenössischer Kunst, die ästhetische und inhaltliche Kategorien von Joseph Beuys aufgreifen. Diese junge Künstlergeneration beschwört die Kraft des Ursprünglichen, der Natur, der Energie und des Irrationalen und schafft Werke aus Materialien wie Ton, Gips, Holz und Ästen, Metallen, Steinen, verschiedenen Tiermaterialien und Textilien. In einer Serie stellt das Landesmuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate vor.

Den Künstler Sergej Jensen als Maler zu bezeichnen, ist zugleich zutreffend als auch irreführend. Seine Arbeiten entsprechen den formalen Kriterien von Gemälden - und gleichzeitig nutzt er gerade dies dazu, die ästhetische Tradition der Malerei zu unterwandern.

Von Ferne erscheinen seine Bilder oft zart, von ganz flüchtiger und abstrakter Form- und Farbgebung. Manchmal lassen sie an Bilder des abstrakten Expressionismus oder des Informel denken, mit einer eigenwilligen und durchaus schön zu nennenden Gestik. Immer aber sind sie mehr als das malerische Ergebnis von künstlerischen Überlegungen zu Form, Farbe und Komposition. Von der Vorstellung klassischer Malerei muss man sich hier verabschieden, gerade deshalb, weil der Künstler den klassischen Illusionismus, der das Medium so lange beherrscht hat, ablehnt und exakt das tut, was die Materialien ihm nahe legen.

Benutzt Sergej Jensen Ölfarbe wie im Bild "Untitled (SJ 0380)", dann zeichnen sich auf dem hier blauen Textil fleckige Muster auf der Leinwand ab. Denn was produziert Öl auch anderes als Fettflecken? Jensen stellt Farben nicht durch sorgfältiges Mischen her, sondern wählt bestimmte Textilien - hellbraune Jute, roter Webstoff, helle Leinwand oder schwarzes Mischgewebe. Jeder Stoff wiederum hat auch eine ganz eigene Oberflächenbeschaffenheit. Die reduzierte Geste bei Sergej Jensen ist oft schon ausreichend, um die eigene Herstellungsweise zu thematisieren. So besteht die Arbeit "Untitled (SJ 15 0160)" aus Chlor auf Jute. Hier wird der Prozess des Malens umgedreht, da das Chlor den Trägerstoff heller färbt - Jensen nimmt also Farbe weg, anstatt sie aufzutragen. Die konzeptuelle Seite der Arbeit des Dänen Sergej Jensen, der in Berlin lebt, stellt direkte Fragen an den Betrachter: Wie wichtig ist die Intention des Künstlers und welche Rolle spielt der Zufall im Entstehungsprozess?

Weitere Informationen unter
http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.



Pressekontakt:
Nina Heinrich, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-209, nina.heinrich@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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48143 Münster
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