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Mitteilung vom 10.11.10

Foto zur MitteilungDer Prunkhumpen mit dem Urteil des Salomon von 1630 ist das Kunstwerk des Monats November im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Kunstwerk des Monats

LWL-Landesmuseum zeigt Prunkhumpen mit dem Urteil des Salomon

Bewertung:

Münster (lwl). Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster präsentiert als Kunstwerk des Monats November einen barocken Prunkhumpen aus Elfenbein mit dem Urteil des Salomon, erworben mit Unterstützung des "Freundeskreises des Westfälischen Landesmuseums". Der Prunkhumpen mit vergoldeter Silbermontierung von 1630 stammt aus Augsburg.

Die Gefäßwand des Prunkhumpens ist mit einem detail- und figurenreichen Fries nach einem Vorbild von Peter Paul Rubens überzogen. Die Gefäßwand zeigt das Spannungsfeld zwischen dem biblischen König, den sich um ein Kind streitenden Müttern und dem Scharfrichter, der auf königlichen Befehl das Kind mit dem Schwert zerteilen soll.
Der Ausgang der biblischen Erzählung ist bekannt - Salomons Weisheit entlarvt die falsche Mutter.

Solche Elfenbeingefäße, mit Silber gefasst, avancierten als virtuose Kabinettstücke zu hochgeschätzten Objekten von fürstlichen Sammlungen. Sie fanden dort mit anderen künstlerischen Werken neben Kuriositäten und exotischen Naturerzeugnissen aller Art ihren Platz. Diese Kunstkammern zeugten als "Theatrum Mundi" - als Welttheater - von Bildung, Weltläufigkeit, Geschmack und Vermögen ihrer Besitzer und zielten auf Staunen, Bewunderung und die Befriedigung von Neugierde und Wissensdrang.

Im Barock, einem Zeitalter des üppigen Lebensstils, des Genusses, der großen Schau-Essen und einer beispiellosen Trinkfreude, zierten solche Objekte auch prunkvolle Tafeln und fanden bei Trinkritualen Verwendung. Das ernsthafte moralisierende Thema mahnte wohl einen adeligen Richter, das ihm zugedachte Amt mit Weitsicht, Weisheit und Güte auszuführen.



Pressekontakt:
Jasmina Nasevska, Telefon 0251 5907-209, presse.landesmuseum@lwl.org und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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48143 Münster
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