LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 07.07.10

Foto zur MitteilungPlakatmotiv der aktuellen Ausstellung "Helden im Zeichen von Schlägel und Eisen" auf der Zeche Zollern.
Foto:LWL


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Presse-Infos | Kultur

"Zum Held sein gehört die Gelegenheit"

Grubenwehrmann berichtet im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Bewertung:

Dortmund (lwl). Ein gefährliches Arbeitsfeld im Bergbau stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Donnerstag, 8. Juli, um 19.30 Uhr in seinem Industriemuseum Zeche Zollern vor. Unter dem Titel "Zum Held sein gehört die Gelegenheit" berichtet Manfred Hildebrand, ehemaliger Oberführer der Grubenwehr auf der Zeche Minister Achenbach, über ein schwieriges Ehrenamt. Der Vortrag findet begleitend zur aktuellen Ausstellung "Helden im Zeichen von Schlägel und Eisen. Denkmale für verunglückte und gefallene Bergleute" statt. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund
35 Jahre lang war der heute 65-Jährige neben seinem Beruf als Fahrsteiger, Obersteiger und späterer Betriebsführer auf der Zeche Minister Achenbach Mitglied in der Grubenwehr, dem ehrenamtlich organisierten Rettungswesen im Bergbau. Mehr als einmal hat er in dieser Zeit schwierige und persönlich belastende Situationen bei Rettungseinsätzen erlebt. "Ein kluger Oberführer achtet immer darauf, dass keiner der Grubenwehrleute bei einem Rettungseinsatz eng mit einem eventuellen Opfer verwandt ist," erläutert Hildebrand. Sein eindrücklichstes Erlebnis für ihn war 1988 die Bergung der verunglückten Bergleute von Borken. "Ich habe meine Arbeit trotz aller Gefahren immer gern getan," erinnert sich Hildebrand.
Am Donnerstagabend erzählt er im LWL-Industriemuseum über die Ausbildung der Grubenwehrleute, ihre Aufgaben und Funktionen aber auch von seinen persönlichen Erlebnissen und Eindrücken bei seinen Rettungseinsätzen.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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