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Mitteilung vom 27.01.10

Foto zur MitteilungDas wichtigste Werkzeug der Glasmacher, die Glaspfeife, ist auch Sonntag bei der Schauproduktion von Butzenscheiben im Einsatz.
Foto: LWL/Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

Butzenscheiben und Mondglas

Thementag im LWL-Industriemuseum widmet sich historischen Verglasungen

Bewertung:

Petershagen (lwl). Butzenscheiben und Mondglas stellen die Glasmacher des LWL-Industriemuseums Glashütte Gernheim am Sonntag, 31. Januar, her. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt von 10 bis 18 Uhr zur Schauproduktion von historischem Fensterglas in sein LWL-Industriemuseum in Petershagen ein. In der Reihe "Historische Gläser" führen die Glasmacher Korbinian Stückle und Toresten Rötzsch vor, wie die kleinen, kreisrunden Scheiben hergestellt werden. "Butzenscheiben wurden mit Bleiruten zu ganzen Fenstern zusammengesetzt", erläutert LWL-Museumsleiter Michael Funk, "noch heute kann man solche Fenster in manchen historischen Gebäuden finden. Der Lichteinfall war stark gebrochen, so richtig durchsehen konnte man durch diese Fenster nicht."

Vom Herstellungsverfahren nahezu identisch ist die Herstellung der Mondglasscheiben, bei denen an der Pfeife eine Glasblase hergestellt wird, die dann zu einer flachen Scheibe geschleudert. "Diese Scheiben hatten oft deutlich mehr als einen Meter Durchmesser. Nach dem Abkühlen konnten auch rechteckige Glasformate aus der Scheibe geschnitten werden. Aber auch der oft recht dicke Nabel, das "Ochsenauge", wurde mitunter noch für Fenster verwendet", so der LWL-Museumsleiter.

Auf eine Einschränkung der Vorführung am Sonntag weisen die beiden Glasmacher hin: "Der Kühlofen in Gernheim ist nicht groß genug für Mondglasscheiben in historischen Abmessungen. Wir müssen die Scheiben daher etwas kleiner machen."

Zugleich haben alle Besucher noch kurze Zeit die Chance, die Sonderausstellung zu böhmischem und mährischem Behälterglas im Herrenhaus anzusehen. Für kleine Gäste bietet das Museum dort samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr die Aktion 'Flaschenbemalen' an. Unter allen Kindern, die dort Flaschen bemalt haben, wird zum Ende der Ausstellung eine Kinderführung durch die Glashütte Gernheim verlost.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.



Pressekontakt:
Katrin Holthaus, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Telefon: 05707 9311-30, und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
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Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
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