LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 22.01.10

Foto zur MitteilungPretiosen in der Meinwerk-Ausstellung: Spielsteine mit Darstellung von Kamel und Fabeltier.
Foto: Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Kultur

"... von edler Herkunft und Lebensart"

Vortrag zur Meinwerk-Ausstellung

Bewertung:

Paderborn (lwl). In die Welt des Adels vor 1000 Jahren führt Prof. Dr. Hermann Kamp von der Universität Paderborn mit seinem Vortrag "... von edler Herkunft und Lebensart". Er findet statt am Dienstag, 26.1.2010, um 19 Uhr in der Theologischen Fakultät (Hörsaal 2) in Paderborn. Der Eintritt ist frei.

Was bedeutete es vor 1000 Jahren adlig zu sein? Wie ist der Adel entstanden? Wer konnte dazugehören? Diese und andere Fragen beantwortet der Historiker und Spezialist für mittelalterliche Geschichte. Er zeigt, dass ein wichtiger Aspekt für den Adelsstand das eigene Bewusstsein war. Die Adligen trugen wertvolle Schmuckstücke, zum Beispiel goldene Gewandschließen. Sie grenzten sich dadurch nicht nur vom Volk, sondern auch untereinander ab. Eine wichtige Rolle spielten außerdem die Herkunft und die Familie. So galt zum Beispiel Bischof Meinwerk schon allein deshalb als besonders vornehm, da sein Vater und seine Mutter aus zwei hochadligen Familien stammten. Um den Namen der Familie zu bewahren und ihren Fortbestand zu sichern, schlossen die Adligen gezielt untereinander Ehen.

Schließlich pflegten die Angehörigen dieser Oberschicht eine eigene Lebensart, die sie schon im frühen Kindesalter erlernten. Dazu gehörten selbstbewusstes Auftreten im Umgang mit Untergegeben, anderen Adeligen und dem König sowie das Verhalten am Hof. Zum höfischen Leben zählte auch das Spiel. Qualitätsvolle Spielsteine sind in der Jubiläumsausstellung "Für Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn" zu sehen. Sie zeigen, dass Adelige Schach, Dame, Mühle und eine Variante des Backgammon spielten.

Hintergrund: Die Ausstellung
Vor genau tausend Jahren trat er sein Amt an und wurde einer der bedeutendsten Bischöfe des Mittelalters: Bischof Meinwerk von Paderborn. Das Erzbistum Paderborn und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) würdigen sein Leben und Werk noch bis zum 21. Februar 2010 in der Jubiläumsausstellung "Für Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn". Auf 2000 Quadratmetern zeigt die Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und dem Museum in der Kaiserpfalz Handschriften, Urkunden und liturgische Geräte, aber auch Schmuckstücke, Waffen und andere archäologische Funde des 11. Jahrhunderts aus ganz Europa. Damit wird eine Epoche lebendig, in der das Zusammenspiel geistlicher und weltlicher Herrschaft ihren Höhepunkt erreichte und die Bischöfe im Verbund mit den Königen und den Adligen das Reich regierten.

23.10.2009 bis 21.2.2010
Für Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Museum in der Kaiserpfalz
Markt 17
33098 Paderborn
Tel.: 05251 125-1400
http://www.meinwerk-ausstellung.de

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
an jedem ersten Mittwoch im Monat 10 bis 20 Uhr

Eintritt: 6 Euro, Ermäßigungsberechtigte und Besucher in Gruppen 4 Euro



Pressekontakt:
Dr. Yasmine Freigang, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8920 und Claudia Nieser, Erzbischöfliches Generalvikariat, Telefon: 05251 125-1590 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos