LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.09.09

Foto zur MitteilungLIFE. New York, Titelcover-Fotos aus den Jahren 1947 bis 1950 von Ralph Morse, Jon Brenneis, Carl Mydans und Walter Sanders.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Kunstwerk des Monats September

LWL-Landesmuseum: Vier Ausgaben der amerikanischen Zeitschrift LIFE

Bewertung:

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) stellt als Kunstwerk des Monats September im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte vier Fototitel der Zeitschrift "LIFE" aus den Jahren 1947, 1948 und 1950 vor.

Ein Cover zeigt kampfbereite Düsenjäger, "Thunderjets", die wie Gewitter-Grollen im Sommer 1948 auf dem Bild von Ralph Morses durch die Luft jagen: "If we should have to fight again" lautete die klare, von General Carl Spaatz formulierte Ansage an die Sowjets, die im "Kalten Krieg" wieder zu Feinden werden.

Als eines von "LIFE's Most Lighthearted Covers" wurde auch Jon Brenneis' Titelgeschichte mit der leidenschaftlichen "Huntress", dem Fotomodell Jone Pedersen und ihrem zugelaufenen "Pet Deer" berühmt. Viele Worte brauchten diese Titelseiten nicht, um ihre Aussagen zu formulieren. Das Magazin LIFE war dafür bekannt, seine "stories" fast schon filmartig durch aussagekräftige Bilder und Bilderfolgen zu erzählen.

"Das New Yorker Wochenmagazin "LIFE" schrieb von seiner ersten Ausgabe im Herbst 1936 an vor allem Fotogeschichte und nahm als 'Trendsetter' den Zeitgeist einer Epoche in Form und Inhalt voraus", sagt Dr. Jürgen Krause, Referent für Plakate und Design im LWL-Landesmuseum. Den LIFE-Gründern aus dem Time-Verlag war es innerhalb weniger Jahre gelungen, eine Elite von internationalen Bildreportern an das Magazin zu binden, oft über die dunklen, aber fotografisch sehr produktiven Jahre des Zweiten Weltkrieges hinaus. Unter diesen Spitzenkräften befanden sich nicht wenige aus Nazi-Deutschland und ab 1939/1940 Vertriebene aus Nazi-Europa, die LIFE zum klassischen Forum für neuartige Foto-Essays machten.

LIFE akzeptierte schon sehr früh die sich seit den 1930er Jahren tendenziell wandelnden Konsumgewohnheiten vom langsamen Text-Lesen zum schnellen Bild-Betrachten. Erst das "live"-Fernsehen in Farbe seit den 1960er Jahren und schließlich das Internet an der Schwelle zum 21. Jahrhundert beschleunigten die Medienwelt konkurrenzlos und überflügelten das LIFE-Konzept. Geradezu symbolträchtig verschwanden die LIFE-Hefte mit dem klassischen Logo im Jahr 2000 endgültig vom Markt. Als Zeugen aus der "Goldenen Ära" der klassischen Bildreportage um die letzte Jahrhundertmitte bleiben die gedruckten Hefte.
In der Bibliothek des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte befinden sich über 1000 LIFE-Hefte, die als Geschenk der Kunst- und Museumsbibliothek in Köln 2007 nach Münster gelangten.



Pressekontakt:
Julia Haseloff, presse.landemuseum@lwl.org , Telefon: 0251 5907-209 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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