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Mitteilung vom 25.08.09

Presse-Infos | Kultur

Skelette im Töpferofen

LWL-Ziegeleimuseum lädt zum Vortrag über rätselhafte Funde im Römerlager Haltern

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Lage (lwl). Als die Archäologen bei ihren Grabungen vor dem ehemaligen Römerlager in Haltern einige Töpferöfen ausgruben, hatten sie eines bestimmt nicht erwartet - in einem dieser Öfen die Skelette von 24 Menschen und einem Hund zu finden. Diese Entdeckung warf einige Fragen auf. Erst Anfang des Jahres brachte eine wissenschaftliche Untersuchung neue Erkenntnisse. Das Rätsel um die Skelette im Töpferofen lüftet der Archäologe Dr. Bernhard Rudnick in seinem Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) am Sonntag (30.8.) um 14 Uhr einlädt.

Beim Bau des LWL-Römermuseums hatten Archäologen Anfang der 1990er Jahre ein Töpferviertel mit zehn Töpferöfen entdeckt. Man stellte schnell fest, dass es sich bei den Skeletten, die sie in einem der Öfen freilegten, um Männer handelte. Aber warum waren sie auf so respektlose Weise bestattet worden? Und wer waren sie? Römer? Oder Germanen?

Zur Vorbereitung der Ausstellung "Imperium" ließ der LWL die Zähne der Skelette wissenschaftlich untersuchen. Seitdem steht fest, dass es sich bei den Männern um Germanen handelte. Die Ablagerungen im Zahnschmelz konnten sogar Aufschluss über die genaue Herkunft der Männer geben.

Der Archäologe Dr. Bernhard Rudnick war selber lange Zeit beim LWL tätig. In seinem Vortrag nimmt er die Zuhörer mit in die Zeit des Römischen Reiches und in die Lager am Limes. Er beschreibt das Leben im Römerlager in Haltern, genauer gesagt das Töpferviertel. Dann geht er auf die rätselhaften Funde ein und erklärt, wie viel die Wissenschaftler daraus schließen können.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung "Varus und die Ziegel Roms - oder warum die Lipper vor 2000 Jahren nicht warm baden konnten" statt, die noch bis zum 20. September im LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum in Lage zu sehen ist.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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