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Mitteilung vom 10.08.09

Foto zur MitteilungAm Sonntag (16.08.) wird der im LWL-Ziegeleimuseum Lage rekonstruierte Römerofen angefeuert.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Start der "heißen Phase" im LWL-Ziegeleimuseum Lage

Im Römerofen lodert ab Sonntag das Feuer

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Lage (lwl). Am kommenden Sonntag (16.8.) ist es soweit. Pünktlich um 11 Uhr entfacht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Feuer im rekonstruierten römischen Ziegelofen. Damit beginnt im Ziegeleimuseum in Lage ein viertägiger Praxistest an dessen Ende sich die Wissenschaftler des LWL und des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) neue Erkenntnisse über den Ablauf römischer Brennverfahren erhoffen. "Dieses Projekt experimenteller Archäologie ist in seiner Art und Größenordnung bislang einzigartig", erklärt Wolfgang Gechter vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege (LVR) aus Overath. Gechter hat 1992 in Dormagen eine römische Garnisonsziegelei ausgegraben und eine Rekonstruktionszeichnung eines römischen Ziegelofens anfertigt. Die damals entstandenen Zeichnungen bilden heute die Grundlage für die Rekonstruktion des Ziegelofens.

"Wir sind natürlich froh, so wichtige Sponsoren und Förderer wie zum Beispiel die Firma Keller, Maschinenbau in Laggenbeck oder den Gasversorger Eon - Ruhrgas in Essen für dieses Projekt begeistern zu können. Eon zum Beispiel unterstützt das Projekt mit dem Einsatz moderner Messtechnik. So ist es uns nur möglich, den Verlauf des Ziegelbrandes exakt zu dokumentieren", erklärte Projektleiter Dr. Andreas Immenkamp vom LWL-Industriemuseum am Montag (10.5.) in Lage. Immenkamp hat insgesamt acht Sponsoren für dieses Projekt gewinnen können und betont "ohne unsere Förderer wäre eine Realisierung dieses aufwändigen Experimentes nicht möglich gewesen."

Ende März begannen die Bauarbeiten am Ofen, mittlerweile hat dieser mit ca. vier Metern eine stattliche Höhe erreicht. Verbaut wurden eigens für das Projekt angefertigte römische Ziegelrepliken. Ca. 5.000 handgestrichene Bodenziegel (Later) mussten dafür im letzten Jahr im LWL-Ziegeleimuseum in Lage hergestellt werden. Das "Netzwerk Lippe" und die Beschäftigungsgesellschaft "Euwatec" unterstützten das Projekt durch die Entsendung von bis zu acht Qualifikanten, die Ziegelrepliken herstellten und die Bauarbeiten am Ziegelofen ausführten.

Die Brennkammer des Ofens ist mit mittlerweile mit "römischer Keramik" gefüllt und der Ofen mit der erforderlichen Messtechnik ausgestattet. Alle Beteiligten warten nun gespannt darauf, dass von Sonntag an gebrannt werden kann. Der Ziegelbrand findet statt vom 16. bis 20. August. Den Ziegelbrennern kann während der allgemeinen Öffnungszeiten über die Schulter geschaut werden. Am Montag (17.8.) ist das Museum geschlossen.

Das Rekonstruktionsprojekt findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung "Varus und die Ziegel Roms" statt, die noch bis 20. September 2009 im Ziegeleimuseum in Lage läuft.

Das Projekt wird gefördert von:
e.on Ruhrgas
Keller HCW
Landschaftsverband Rheinland (LVR)
Alphons Meyer KG
Netzwerk Lippe gGmbH
Ziegelwerk Schüring
Ziegel



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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