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Mitteilung vom 05.06.09

Presse-Infos | Kultur

LWL baut sein Textilmuseum in Bocholt für 5,9 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zur LWL-Museumsfabrik aus

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Lage/Bocholt (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) baut sein Textilmuseum in Bocholt (Kreis Borken) mit 5,9 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zur LWL-Kulturfabrik aus. Dazu saniert der LWL die benachbarte ehemalige Spinnerei Herding, die er bereits 2001 gekauft hat und bisher als Depot und Werkstatt nutzt. In dem 100 Jahre alten Gebäude sollen bis Herbst 2011 ein Bereich für Wechselausstellungen, ein Café und Räume für Museumspädagogik entstehen. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Freitag (05.06.) in Lage (Kreis Lippe) entschieden (der Umwelt- und Bauausschuss, der Finanzausschuss und der Landschaftsausschuss müssen noch zustimmen).

"Mit dem Ausbau zur LWL-Kulturfabrik setzen wir der Textilindustrie, die früher einer der bedeutendsten Industriezweige Westfalens war, ein kulturelles Zeichen von überregionaler Strahlkraft. Der geplante Ausbau bereichert nicht nur die Stadt Bocholt, sondern bietet mit seiner Neuausrichtung zukünftig die Möglichkeit, dass das LWL-Industriemuseum zu einem der führenden Textilmuseen Deutschlands wird", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barabara Rüschoff-Thale.

Im Spinnereisaal im Erdgeschoss richtet der LWL einen 600 Quadratmeter großen Bereich für Wechselausstellungen ein. Sogenannte Klimakuben ermöglichen es, den Ausstellungsbereich zum Teil zu klimatisieren, so dass das LWL-Textilmuseum hier künftig auch empfindliche und hochwertige Exponate zeigen kann.

Während im Untergeschoss Räume für die Museumspädagogik entstehen, richtet der LWL im Obergeschoss Veranstaltungsräume und auf der Dachfläche ein Café ein. "Mit den neuen Nutzungen wird das Gebäude über seine Nutzung als Lager hinaus in Wert gesetzt und in wesentlichen Teilen für das Publikum zugänglich gemacht. Darüber hinaus sanieren wir das historische Gebäude weitgehend und erhalten es so dauerhaft", erklärt Rüschoff-Thale.

Um das Gebäude nutzen zu können, müssen einige Gebäudeteile wie das Kesselhaus, die Dachaufbauten und die Zwischendecke im Maschinenhaus entfernt werden. Einige Wände und Decken müssen durch statische Eingriffe standsicherer gemacht werden. An einigen Stellen werden Wände ergänzt oder Maueröffnungen geschlossen. "Alle Neubauteile in den historisch bedeutenden Gebäudeteilen werden aber klar als neu zu erkennen sein. Grundsätzlich erhalten wir die historische Bausubstanz, Ausnahmen gibt es nur in Bereichen, an die besondere klimatische Anforderungen gestellt werden", verspricht Rüschoff-Thale. Im ehemaligen Seilgang entsteht das zentrale Treppenhaus, hier wird auch ein Aufzug eingebaut.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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