LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 11.05.09

Foto zur MitteilungLWL-Industriemuseum Zeche Hannover unter Dampf.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungMaschinist Thomas Weidemann beim Anheizen der Lokomobile, Wolf Magdeburg, von 1919.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungSportliche Limousine für sieben Personen: Stanley Dampfauto Typ 735 B von 1921.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Kraft aus Feuer und Wasser im LWL-Industriemuseum

Zeche Hannover in Bochum unter Dampf

Bewertung:

Bochum (lwl). Zum sechsten Mal ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Wochenende (Sa / So, 16./17. Mai) Gastgeber von Deutschlands größtem Dampf-Festival. 20 originale Dampfwalzen, Dampftraktoren, Lokomobile, dampfgetriebene PKW und LKW aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Großbritannien lassen vor dem mächtigen Malakowturm im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover das Dampfzeitalter lebendig werden. Hinzu kommen 22 originalgetreue Nachbauten sowie zahlreiche Modelle - von der Dampfmaschine bis zum Schiff. "Sämtliche Maschinen stehen unter Dampf und sind im Fahrbetrieb zu erleben. Für die Modellschiffe gibt es eine eigene Wasserlandschaft", kündigt LWL-Museumsleiter Dietmar Osses an.

Themenschwerpunkt sind in diesem Jahr Dampfkraftwagen. Neben dem kutschenartigen "Waltham Dampf-PKW" von 1902 und einem Bridgeport-Locomibile" aus den USA zeigt das LWL-Industriemuseum eine luxoriöse Stanley Steam Car-Limousine aus dem Jahr 1921 sowie einen von weltweit nur noch drei erhaltenen Sentinel Dampf-LKW, Baujahr 1924. Eine weitere Rarität ist das Dampf-Motorrad des amerikanischen Herstellers Field von 1908.

"Die Dampfautos erlebten im 19. Jahrhundert nur eine kurze Karriere auf den Straßen Europas", erzählt Osses. In England wurden die schnell fahrenden, nahezu geräuschlosen Dampfautos 1836 sogar verboten, weil sie zu gefährlich schienen. Und mit der Entwicklung der Benzin- und Dieselkraftwagen ab 1880 verschwanden die Fahrzeuge bald ganz aus dem Straßenbild.

Straßenwalzen ebneten die Wege für die Dampfautos. Dietmar Osses: "Diese Ungetüme konnten nicht nur effektiv Straßen und Plätze ebnen, sie machten auch die Verwendung neuer Straßenbeläge wie Asphalt oder Teer praktisch erst möglich." Beim diesjährigen Dampf-Festival sind typischen Walzen aus englischer und deutscher Produktion sowie die erste niederländische Dampfwalze in Betrieb.

Stark vertreten sind beim 6. Dampf-Festival auch die Dampftraktoren, die gut ein Jahrhundert lang in der Landwirtschaft große Bedeutung hatten. Sie dienten zum Pflügen der Felder wie auch zum Antrieb von Dreschmaschinen, Sägewerken oder Steinbrechern. Mit dabei sind in Bochum zwei Feld-Traktoren und drei Traktoren, die als Antriebs- und Zugmaschinen dienten. Als mobile, aber nicht selbstfahrende Antriebe für Nutzgeräte sind eine "Wolf Lokomobile" mit Steinbrecher sowie ein frühes Dieselaggregat mit Sägegatter als Nachfolger der Dampflokomobilen im Einsatz.

Das Prachtstück des Festivals ist eine Kirmes-Zugmaschine von 1913 des britischen Herstellers Garrett & Sons.

Schon zur Tradition geworden ist die Teilnahme der Modelldampfschiffe aus der Region. In einer eigens angelegten Wasserlandschaft tummeln sich Modelle von imposanten Raddampfern, flotten Dampfbooten und kräftigen Schleppern. Einen Einblick in die faszinierende Technik der Dampfmaschinen, Gas- und Heißluftmotoren der vergangenen 200 Jahre bieten detailgetreue Modelle, die die Dampfstammtische Dortmund und Essen sowie zahlreiche weitere Modellbauer präsentieren.

Die größte und älteste Dampfmaschine des Festivals hat dagegen das LWL-Industriemuseum selbst zu bieten: es ist die Fördermaschine von 1893 - die älteste Fördermaschine des Ruhrbergbaus, die noch am Originalstandort zu sehen ist. Bei Schauvorführungen setzt sich die mächtigen Koepescheibe in Bewegung - gesteuert durch Druckluft und angetrieben mit einem Elektromotor.

Rahmenprogramm
Neben den Vorführungen der originalen Dampftechnik erwartet die Besucher ein buntes Begleitprogramm mit Musik, Clownerie, Kindertheater und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein. "Das Dampf-Festival ist nicht nur etwas für Technikfans, sondern ein Fest für die ganze Familie", betont Museumsleiter Osses. Für die passende Atmosphäre sorgen "The New Savoy Jazzmen" und die "Pax Jazz Band" mit schwungvollem Dixieland und Jazzmusik. Clown Zimbo präsentiert Jonglage und Clownerie der Extraklasse für die ganze Familie. Die jüngsten Besucher führt die Alt-Westfälische Puppenbühne in das Reich der märchenhaften Abenteuer. Während des gesamten Festivals fährt das Kinderbergwerk Zeche Knirps Sonderschichten. Museumsteam und Förderverein der Zeche Hannover bieten fachkundige Führungen durch die Zeche Hannover an. Eine Filmdokumentation zeigt die Dampfmaschinen des LWL-Industriemuseums, und ein Workshop für Kinder erklärt das Geheimnis der Dampfmaschine.

Das komplette Programm und das Programmheft zum Download im Internet unter www.dampffestival-ruhrgebiet.de

6. Dampf-Festival Ruhrgebiet
Sa / So, 16. / 17. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251, 44793 Bochum
Eintritt: 6 € / 3 €

+++ Achtung Redaktionen +++ Achtung Redaktionen +++

Bereits am Freitag, 15. Mai, treffen die ersten Dampffahrzeuge ein. An diesem Tag laden wir Sie um 15 Uhr zum Foto- bzw. Filmtermin ins LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, Günnigfelder Straße 251, in 44793 Bochum ein. Drei originale Dampf-Traktoren aus der Zeit von 1905-1913, eine Lokomobile und ein Dampf-Automobil werden bereits auf dem Museumsplatz sein. Für Filmaufnahmen können am späteren Nachmittag Maschinen unter Dampf gesetzt werden. Hier bitten wir aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.

Bei Interesse an Reportagen im Vorfeld des Dampf-Festivals vermitteln wir gern Kontakte zu einem Besitzer einer originalen historischen Dampfwalze, eines maßstabgetreuen Nachbaus oder zu Modellbauern aus der Region.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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