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Mitteilung vom 04.02.09

Foto zur MitteilungDer LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis für westfälische Landesforschung an Dr. Rita Gudermann.
Foto: Privat


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Presse-Infos | Kultur

LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Rita Gudermann aus Lippstadt

für ihre Arbeiten über die westfälische Agrargeschichte

Bewertung:

Herne (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen mit 5000 Euro dotierten Karl-Zuhorn-Preis für westfälische Landesforschung an die in Lippstadt (Kreis Soest) geborene Dr. Rita Gudermann. Der Nachwuchswissenschaftlerin, die heute in Berlin lebt, erhält den alle drei Jahre verliehenen Preis für ihre Arbeiten über die westfälische Agrargeschichte. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (04.02.) in Herne beschlossen.

"Gudermanns Forschungen haben eine hohe landeskundliche Bedeutung, weil sie mit neuen, anregenden und innovativen Fragestellungen neue Forschungsperspektiven für die westfälische Agrargeschichte erschlossen haben. Indem sie ökonomische und ökologische Aspekte verknüpft hat, ist es ihr gelungen, die Agrargeschichte stärker an die allgemeinen Forschungstrends der Geschichtswissenschaft heranzuführen", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. Gudermanns Veröffentlichungen stünden für eine moderne Agrarumweltgeschichte, die nicht eine naturverbundene Vergangenheit und eine aus ökologischer Sicht destruktive Gegenwart gegenüberstelle. Sie arbeite stattdessen die vielschichtigen Konfliktebenen zwischen Ökologie und Ökonomie heraus, um anschließend die Kostenseite, die sozialen Folgen und die langfristige Wirkung auf die Kulturlandschaft in den Blick zu nehmen, so der Rat weiter.

Gudermann, die 1964 in Lippstadt geboren wurde, hat in Berlin Geschichte, Germanistik und Biologie studiert. 1998 promovierte sie über "Wassersachen. Landwirtschaftliche Meliorationen (Bodenverbesserungen) zwischen ländlichen Interessen und staatlicher Landeskulturpolitik in Westfalen und Brandburg (1830 - 1880)". Dabei macht sie die Modernisierung nicht als lineare Erfolgsgeschichte sondern auch ihre Schattenseite sichtbar und verdeutlicht, wie auf diese Weise die "Kulturlandschaft" als Produkt menschlichen Handelns entstanden ist.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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