LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.08.08

Foto zur MitteilungStart ins Freiwillige Ökologische Jahr: Wiebke Meier (l.) und Ann-Katrin Linke halfen in ihren ersten Arbeitstagen im LWL-Freilichtmuseum Detmold bei der Flachsernte.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

75 junge Menschen starten ins FÖJ

Freiwilligenjahr erhöht Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Bewertung:

Westfalen/Detmold (lwl). Das Interesse junger Menschen am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ), das am 1. August begann, ist groß. Bis Anfang Mai haben sich 300 Bewerber bei den 45 Einsatzstellen in Westfalen-Lippe gemeldet. Für das Praxisjahr im Natur- und Umweltschutz, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) organisiert, sind aber nur 75 Plätze zu vergeben. "Wie in den letzten Jahren haben wir wieder viermal mehr Bewerbungen als freie Stellen. Leider gehen deshalb viele Interessenten leer aus", sagte Rüdiger Klebeck von der LWL-Zentralstelle für das FÖJ, das der Bund und das Land NRW finanzieren.

Landschafts- und Tierpflege in Detmold
Ann-Katrin Linke (17) aus Kalletal und Wiebke Meier (20) aus Bad Salzuflen (beide Kreis Lippe) haben Glück gehabt. Beide traten am vergangenen Freitag (1.8.) ihren Dienst im LWL-Freilichtmuseum Detmold an. Dort arbeiten sie in der Landschaftsökologie. Hier pflegen sie beispielsweise die ländlichen Gärten unterschiedlicher westfälischer Regionen nach historischem Vorbild. Sie kümmern sich in den kommenden zwölf Monaten auch um gefährdete Haustierrassen, vom Geflügel bis zum Pferd.

Ebenso wie das Freiwillige Soziale Jahr gehört das FÖJ zu den besonderen Formen des bürgerschaftlichen Engagements für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren. "Die jungen Menschen sollen im FÖJ einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt erlernen sowie ein starkes Umweltbewusstsein entwickeln", erklärt Klebeck die Ziele des ökologischen Freiwilligendienstes. Es gehe aber auch darum, sich beruflich zu orientieren und persönlich zu reifen.

Ausbildungschancen erhöhen
Vor allem auf dem Ausbildungsmarkt benachteiligte Jugendliche sollen vom FÖJ profitieren. Klebeck: "Mindestens 50 Prozent der Plätze ist für Haupt- und Realschüler vorgesehen, deren Chancen auf einen Ausbildungsplatz durch den einjährigen Dienst steigen sollen." In Westfalen-Lippe liege die Quote seit mehreren Jahren bei rund 60 Prozent.

Verschiedene Fortbildungsseminare ergänzen die fachliche Begleitung der FÖJler an ihren Einsatzstellen und die dort gesammelten Praxiserfahrungen. In fünf Seminarwochen setzen sich Ann-Kathrin, Wiebke und ihre Mitstreiter unter anderem mit den Themen Landschaftsplanung, Globalisierung, umweltverträglicher Tourismus und Klimawandel auseinander.

Hintergrund:
Zum Start des FÖJ im Jahr 1995 förderte das Land NRW 25 Plätze in Westfalen-Lippe. Mittlerweile sind es 75. In der Regel ist eine deutliche Mehrheit der Bewerber für das ökologische Bildungsjahr weiblich (z.B. 2007/2008: 70 Prozent). Freie Träger wie Bildungseinrichtungen oder Vereine stellen einen Großteil der Einsatzstellen (2007/2008: 43,4 Prozent). Kommunen, Kreise bzw. kommunale Verbände stellten im letzten Jahr fast ein Drittel der FÖJ-Plätze, Natur- und Umweltschutzeinrichtungen 26,4 Prozent.

Zu den 75 aus Bundes- und Landesmitteln geförderten Plätzen kommen im aktuellen Freiwilligenjahr noch 13 Stellen, die das Bundesamt für Zivildienst bezahlt. Die jungen Männer absolvieren das FÖJ anstatt des neunmonatigen Zivildienstes. Zwei weitere Plätze finanzieren die Träger der Einsatzstellen selbst.



Pressekontakt:
Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Telefon: 05231 706-110
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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