LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.06.08

Foto zur MitteilungDer Delbrücker Heimatverein pflegt bis heute die Trachtentradition. Das Buch stellten (v.l.) LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen, Autor Dr. Michael Baumgart, Doktormutter Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann sowie der Delbrücker Bürgermeister Robert Oelsmeier vor.
Foto: LWL


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Kultur

Die Delbrücker Tracht - ein kulturhistorisches Phänomen

Doktorarbeit in der Schriftenreihe des LWL-Freilichtmuseums Detmold erschienen

Bewertung:

Delbrück/Detmold (lwl). Ländliche Lebenswelten Westfalen-Lippes zu erforschen und darzustellen ist ureigenste Aufgabe des LWL-Freilichtmuseums Detmold. Ebenso unterstützt das Museum seit Jahren volkskundliche Dissertationsprojekte. So liegt es nahe, dass die Doktorarbeit 'Delbrücker Tracht' von Michael Baumgart nun in der Publikationsreihe 'Schriften des LWL-Freilichtmuseums Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde' veröffentlich wurde. 'Das Buch passt gut in unsere Schriftenreihe, die sich der Veröffentlichung volkskundlicher Themen in Westfalen verschrieben hat', so LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen.

Die Delbrücker Tracht war als regionaltypischer Kleidungsstil bis nach dem Zweiten Weltkrieg lebendig. Anhand von Objekten aus der Sammlung des Museums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), historischer Fotografien und Schriftquellen aus Museums- und Privatbesitz analysiert der Autor das Phänomen der Delbrücker Tracht in seinem Buch umfassend und detailliert. 'Im Bereich der volkskundlichen Kleidungsforschung ist dieses Buch eine anschauliche Studie zu einem gut dokumentierten Kleidungsstil in Westfalen', so Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann vom Seminar vor Volkskunde/Europäische Ethnologie in Münster, die die Dissertation betreute.

Ausgehend von der Untersuchung und wissenschaftlichen Dokumentation der zahlreichen Objekte zur Delbrücker Tracht aus der Textilsammlung des LWL-Freilichtmuseums konnte Michael Baumgart eine große Menge von Quellenmaterial zur Geschichte dieser Tracht erheben. So gaben Baumgart zum Beispiel die Geschäftsbücher des Handelshauses Brenken in Delbrück von 1803 bis 1914 tiefe und detaillierte Einblicke in den regionalen Handel mit den einzelnen Bestandteilen der Delbrücker Tracht. Auch die Einnahmebücher des Paderborner St. Michaelis-Klosters um 1800 wertete der Autor aus und untersuchte ihre Aussagen zur Haubenstickerei. Anhand dieser und weiterer Quellen erklärt die Publikation das komplexe Netzwerk aus materiellen, kulturellen und handwerklichen wie politischen und ideellen Interessen, die zur Ausprägung und dem ungewöhnlich langen Fortleben dieses regionalen Kleidungsstils führten. Dabei geht es neben Aussehen und Funktion der Tracht und ihren einzelnen Bestandteilen auch darum, zu welchen Gelegenheiten, in welchen Regionen und Gesellschaftskreisen die Delbrücker Tracht getragen wurde.

'In der Region Delbrücker Land wurde ich mit viel Engagement der Heimatvereine und einzelner Bürger unterstützt,' so Dr. Michael Baumgart, der unter anderem Interviews mit zahlreichen Frauen im Delbrücker Land führte.

Baumgart, Michael: Delbrücker Tracht.
Schriften des LWL-Freilichtmuseums Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde 25.
Klartext Verlag. Essen 2007, ISBN 978-3-89861-606-5



Pressekontakt:
Kathrin Wißmach, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231 706-110 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos