LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 04.06.08

Foto zur MitteilungEin Rundgang durch die Bergarbeitersiedlungen rund um die Zeche Hannover steht Samstag in Bochum auf dem Programm. Das Foto zeigt die Gruppe vor den Koloniehäusern des LWL-Industriemuseums Am Rübenkamp.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Zeitreise durch die Zechengeschichte

200 Jahre Wohnen und Arbeiten in Bochum

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Bochum (lwl). Natur statt Kohle, Museum statt Großzeche, Blumenbeete statt Nutzgärten mit Obst und Gemüse - in den letzten 150 Jahren hat sich vieles geändert, aber die Vergangenheit hat spannende Spuren hinterlassen. Um diesen Spuren nachzuspüren lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Wochenende zu zwei besonderen Führungen in sein Industriemuseum Zeche Hannover nach Bochum ein.

Wohnen direkt am Arbeitsplatz, das war zur Zeit des Bergbaus im Revier ein hohes Ideal. Bequem für den Bergmann, der nach der Arbeit zu Fuß nach Hause gehen konnte - und gut für das Bergwerk, das auch nach Feierabend die Belegschaft nicht aus den Augen verlor. Am Samstag (07.06.) um 15 Uhr, gibt das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover einen spannenden Einblick in die Geschichte der Bergarbeitersiedlungen und den Alltag ihrer Bewohner von der Jahrhundertwende bis zu den 1950er Jahren.
Startpunkt des historischen Rundgangs ist die Zeche Hannover mit der Kleinkolonie Am Rübenkamp. Weiter führt der Rundgang über die Eickeler Kolonie mit ihrer symmetrischen Reihung entlang der Straße und die Siedlung Dahlhauser Heide, die Alfred Krupp in den Jahren 1907-1915 als Arbeiterdorf mit westfälischen Bauernhäusern errichten ließ. Den Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den 'Montagehäusern System Schneider', die als Systemhäuser ab 1948 errichtet wurden, um die drängende Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.

Am Sonntag (08.06.) freut sich das LWL-Museum auf Großmütter und Enkel, Väter und Söhne, Tanten und Nichten. Im Rahmen der Ausstellung 'Alt und Jung auf Zeitreise' lädt der LWL um 15 Uhr zu einer Zeitreise in die Vergangenheit über das Gelände des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover ein. Alt und Jung spüren der Vergangenheit nach, Mitmachaktionen regen zum Gespräch über die Geschichte und Erfahrungen aus dem eigenen Leben an. Die Teilnehmer erkunden die Veränderungen der Landschaft und die Relikte der vergangenen Zeit mit allen Sinnen.

Auf der Zeitreise sind Spürnasen gefragt. Im Umfeld der Zeche Hannover gibt es noch viel zu sehen, riechen und hören, das an die Vergangenheit erinnert. Die Teilnehmer erkunden die Halden im Umfeld der Zeche, den Malakowturm und die Arbeiterhäuser aus den 1890er Jahren. Alt und Jung erzählen einander davon, was die Zechen für das Ruhrgebiet und den Arbeitsalltag der Menschen bedeutet haben. Am Ende der Zeitreise kehrt die Gruppe ins Jahr 2008 zurück, um zu erforschen, wie sich das Gelände rund um die Zeche Hannover seit der Zechenschließung entwickelt hat.

Geschichtstour: Wohnen auf der Seilscheibe
Sa, 7.6.2008, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person

Erlebnis-Tour: Alt und Jung auf Zeitreise
So, 8.6.2008, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: Teilnahme ist kostenlos

LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel. 0234 6100 874
www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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