LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 27.05.08

Foto zur MitteilungDie Gänge in der Blätterhöhle sind zum Teil so eng, dass die Forscher sie nur kriechend erkunden können.
Foto: Jörg Orschiedt.


Foto zur MitteilungArchäologische Untersuchung in der Blätterhöhle.
Foto: Jörg Orschiedt.


Foto zur MitteilungDie Besucher können in der Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" einem nachgebauten Höhlengang die beengten Raumverhältnisse in der Blätterhöhle nachempfinden.
Foto: S. Kuhn.


Foto zur Mitteilung"Und - schon was gefunden?" Die Teilnehmer werden selbst zu Nachwuchsarchäologen.
Foto: S. Kuhn.


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Presse-Infos | Kultur

Familiensonntag im LWL-Museum für Archäologie

Archäologie zum Anfassen: 10 000 Jahre alter Mensch aus der Blätterhöhle in Hagen

Bewertung:

Herne/Hagen (Iwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am 1. Juni zum Familiensonntag in sein LWL-Museum für Archäologie in Herne ein. Um 15 Uhr gibt es "Archäologie zum Anfassen": Hier stellt der Archäologe Dr. Jörg Orschiedt die Ausgrabungen in der Blätterhöhle in Hagen-Holthausen vor. Kinder von zehn bis zwölf Jahren werden um 14 und um 16 Uhr in der Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung" selbst zu Archäologen. Parallel hierzu können die Erwachsenen an einem Rundgang durch die Ausstellung teilnehmen.

"Archäologie zum Anfassen"
"Archäologie zum Anfassen" heißt es am 1. Juni zum vierten und vorerst letzten Mal im LWL-Museum für Archäologie. Dr. Jörg Orschiedt vom Historischen Centrum in Hagen stellt an diesem Familiensonntag um 15 Uhr die Ausgrabungen in der Hagener Blätterhöhle vor. In der Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" sind nicht nur die bedeutendsten Funde aus der Höhle ausgestellt. Die Besucher können auch in einem nachgebauten Höhlengang die beengten Arbeitsbedingungen der Archäologen nachempfinden.

Hintergrundinformation zur Blätterhöhle:
Höhlenforscher entdeckten 2004 menschliche Skelettreste in der Blätterhöhle. In den folgenden Jahren stießen Archäologen hier auf weitere menschliche Knochen, auf Steingeräte sowie auf die Überreste verschiedener Wildtiere. Die Funde belegen zwei Nutzungsphasen der Höhle: Die älteren Skelettreste gehören zu mindestens einer Person aus der Zeit der Jäger und Sammler vor 10 700 Jahren. Sie sind neben den Schädelresten aus der Balver Höhle (Märkischer Kreis) der bisher älteste direkte Nachweis des anatomisch modernen Menschen in Westfalen. In der zweiten Nutzungsphase vor 5600 bis 5300 Jahren haben frühe Bauern mindesten fünf Tote in der Höhle bestattet.

Die Blätterhöhle ist auf einer Länge von 65 Metern dokumentiert, ihre ursprünglichen Ausmaße sind bisher jedoch noch unbekannt. Auf ihrem Boden haben sich im Laufe der Jahrtausende Lehmschichten angesammelt, die ihre Gänge zum Teil extrem verengt haben. Dadurch ist sie heute so niedrig, dass man nur an zwei Stellen aufrecht stehen kann. Die Archäologen müssen aufgrund der Raumverhältnisse zum Teil hockend oder liegend arbeiten.

"Und - schon was gefunden?"
Die zehn- bis zwölf-jährigen Programm-Teilnehmer werden um 14 und um 16 Uhr selbst zu Ausgräbern. Mit dem nötigen Werkzeug ausgerüstet legen sie Funde und Befunde frei. Die Funde werden geborgen, sortiert und anschließend bestimmt. Dafür stehen ihnen in einem gesonderten Bereich Arbeitsplätze zur Verfügung. Hier suchen die Nachwuchs-Archäologen nach Informationen über die Herkunft, die einzelnen Bestandteile, das Alter und die Funktion ihrer Entdeckungen.

"Achtung Ausgrabung!"
Indiana Jones ist wohl einer der bekanntesten Archäologen der Welt, doch hat die Filmfigur nicht viel mit dem zu tun, was Archäologen wirklich leisten. Davon können sich die erwachsenen Teilnehmer um 14 Uhr und 16 Uhr in der Sonderausstellung "Achtung Ausgrabung!" selbst überzeugen. Sie erleben eine professionelle Grabungskampagne unter nahezu authentischen Bedingungen. Dabei stehen ihnen neben den herkömmlichen Werkzeugen wie Pinsel und Kelle modernste Geräte zur Verfügung.

Termine:
Sonntag, 1. Juni 2008
- 15 Uhr "Archäologie zum Anfassen": Der Archäologe Dr. Jörg Orschiedt stellt die Ausgrabung in der Blätterhöhle in Hagen-Holthausen vor.
- 14 Uhr und 16 Uhr: "Und - schon was gefunden?" - Programm für Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren
- 14 Uhr und 16 Uhr: "Achtung Ausgrabung!" - Führung durch die Mitmachausstellung
- 15 Uhr: "gesucht. gefunden. ausgegraben." ..: Führung durch die Dauerausstellung
Um telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 während der Öffnungszeiten des Museums wird gebeten.

Kosten:
Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis:
Sonderausstellung "Achtung Ausgrabung!": Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17 -Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.

Dauerausstellung: Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro. Kombiticket: Erwachsene 5 Euro, 6- bis 17-Jährige 3 Euro, Familien 12 Euro.

LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 0232394628-0, www.lwllandesmuseum-herne.de. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31.12. und am 1.1.



Pressekontakt:
Stefanie Mosch, Telefon: 0251 5907-264 und Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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