LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 13.02.08

Foto zur MitteilungDas Haus Uhlmann soll im Ausstellungskonzept von "Planet Westfalen" eine besondere Rolle spielen, hier will das LWL-Museum zeigen, wie Juden früher in Westfalen lebten. Foto: LWL

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Presse-Infos | Kultur

LWL zeigt 2010 zum Jubiläum seines Freilichtmuseums Detmold den "Planeten Westfalen"

Sonderausstellung sucht Dialog mit Besuchern

Bewertung:

Detmold (lwl). Zum 50-jährigen Jubiläum seines LWL-Freilichtmuseums in Detmold plant der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für 2010 unter dem Titel "Planet Westfalen" eine Sonderausstellung, bei der das LWL-Museum neue Wege beschreiten will: Neben den Handwerkern wie dem Schmied und dem Töpfer sollen dann auch Schauspieler Leben in die historischen Gebäude bringen. Der LWL-Kulturausschuss hat am Mittwoch (13.02.) in Münster beschlossen, die Mittel für die insgesamt 880.000 Euro teure Sonderausstellung zur Verfügung zu stellen.

"Mit theatralischen Mitteln, szenischen Installationen und dem verstärkten Dialog mit den Besuchern wollen wir das gelebte Leben früherer Zeiten lebendig vor Augen führen", versprach LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe im Kulturausschuss.

Die Ausstellung wird von April bis Oktober 2010 nicht nur die westfälische Welt vor 200, 150 oder vor zehn Jahren zeigen, sie beschäftigt sich auch damit, wie Westfalen in andere Regionen eingebunden ist und welche Wechselbeziehungen es gab und gibt. Ein Themenschwerpunkt ist dabei die Aus- und Einwanderung.

Dazu gehören sowohl die Migranten, die heute nach Westfalen kommen, wie auch die italienischen Bauhandwerker die im 18. und 19. Jahrhundert als Stukkateure westfälische Prachtbauten schufen oder die westfälischen Landarbeiter, die ihr Glück als Auswanderer zum Beispiel in Amerika suchten.

Die Auswanderer sind ebenso wie die Soldaten der beiden Weltkriege Beispiele für "gebrochene Lebensläufe", die nicht nach dem üblichen Schema "Schule - Ausbildung - Beruf - Rente" verlaufen und einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Besonders drastisch war die Unterbrechung des üblichen Schemas für die Juden zur Zeit der Nationalsozialismus. Mit dem Haus Uhlmann hat das LWL-Freilichtmuseum die Möglichkeit, zu zeigen, wie jüdische Mitbürger früher in Westfalen lebten.

Neue Präsentationen in den historischen Gebäuden und in zusätzlich aufgebauten Ausstellungspavillons werfen Schlaglichter auf den Alltag und den Festtag in Westfalen. Museumspädagogen werden die Besucher in einen Dialog einbeziehen, damit diese ihre Erinnerungen und Vorstellungen zum Leben in Westfalen einbringen können.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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