LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.01.08

Foto zur MitteilungBlick in die Ausstellung, im Hintergrund original Protestplakate aus dem Kampf um die Zeche Hansa.
Foto: LWL/Klein


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Presse-Infos | Kultur

"Schichtwechsel: Vor schweren Entscheidungen"

Zeitzeugengespräch im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Bewertung:

Dortmund (lwl). Zu einem Zeitzeugengespräch lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 3. Februar 2008, um 15.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund ein. In der Reihe "Zeitzeugen" haben Besucher wieder die Gelegenheit, persönliche Fragen an "Ehemalige" aus dem Bergbau zu stellen. Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung "Schichtwechsel. Die Kohlenkrise an der Ruhr, 1958-1969" geben fünf Zeitzeugen Auskunft über ihre Motive, im Bergbau zu bleiben oder ihm wegen schlechter Perspektiven den Rücken zu kehren und in einem anderen Beruf Fuß zu fassen.

"Vielen ist die Abkehr aus dem Bergbau trotz der düsteren Aussichten schwer gefallen," weiß Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus, die die etwa 90-minütige Runde moderieren wird.
Die Teilnehmer stehen dabei trotz gleichartiger Erfahrungen in den 50er und 60er Jahren für sehr unterschiedliche Positionen. Für die jüngeren war es zumeist leicht, sich in einem anderen Berufsfeld eine neue Perspektive aufzubauen. Andere waren sogar froh, gehen zu können, weil sie an anderer Stelle ihre fachlichen Qualitäten erst richtig entfalten konnten. Zu ihnen gehört Karl Bäcker aus Dortmund, der als Maschinenschlosser 1962 schnell bei Opel Fuß fasste. Ähnlich erging es Alfred Wiemers aus Dortmund, der nach Jahren als Hauer auf Zollern II/IV den Wechsel schaffte. Götz Loewer legte sogar ein Studium nach der Ausbildung zum Steiger nach. Ihm fiel es leicht zu gehen, auch weil er noch keine Familie zu versorgen hatte.

Anders entschieden sich Helmut Reinert aus Lünen und Hans-Georg Zimoch aus Castrop-Rauxel. Für sie war es nie eine Frage, im Bergbau zu bleiben. Sie ließen sich verlegen, doch brachten die Wechsel ungeahnte menschliche Probleme mit sich. "Bei jedem neuen Wechsel war es ein Kampf um Positionen: Mann gegen Mann," sagt Georg Zimoch.

Die fünf Ehemaligen berichten Besuchern offen über alle Fragen aus dieser Zeit. Wie hat man die Krise wahrgenommen, warum hat man sich so und nicht anders entscheiden, wie hat das die Familien berührt. Gäste mit Fragen oder eigenen Erfahrungen zu diesem Thema sind herzlich willkommen.

Der Eintritt in das LWL-Industriemuseum kostet wie immer 3,50 € für die erwachsene Einzelperson, die Familienkarte 8 €, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.



Pressekontakt:
Grit Thümmel, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-174 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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