LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 15.01.08

Foto zur MitteilungDie Sonderausstellung "skulptur projekte münster 07", hier das Werk "Archaelogical Site" von Guillaume Bijl bescherte dem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte einen neuen Besucherrekord.

Foto zur MitteilungDer Meeresgott Neptun lockte als Teil der Luxus-Ausstellung viele Besucher ins LWL-Römermuseum in Haltern.

Foto zur MitteilungIn nur sieben Monaten kamen 61.500 Besucher ins Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim.. Foto: LWL

Foto zur MitteilungEinmal selbst Archäologe sein können große und kleine Besucher des LWL-Museums für Archäologie noch bis zum 10. August in der Ausstellung "Achtung Ausgrabung".

Foto zur MitteilungAkrobatik um Mitternacht lockte viele Besucher zur "Extraschicht" ins Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: LWL/Holtappels

Foto zur Mitteilung20 Jahre nachdem die Hochöfen stillgelegt wurden, floss bei der Inbetriebnahme des Graugussofens erstmals wieder Eisen in Hattingen.

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Presse-Infos | Kultur

Erfolgreiche Sonderausstellungen bescheren einen neuen Rekord:

1,76 Millionen Besucher kamen 2007 in die 17 LWL-Museen

Bewertung:

Münster (lwl). Die 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verzeichneten 2007 einen neuen Besucherrekord: Knapp 1,76 Millionen Menschen kamen im vergangenen Jahr in die LWL-Museen. Das ist ein Anstieg um 470.000 gegenüber dem Vorjahr. "Grund für diesen Anstieg war vor allem die international beachtete Sonderausstellung 'skulptur projekte münster 07', die der LWL gemeinsam mit der Stadt Münster veranstaltet hat. Aber auch die Ausstellung 'Luxus und Dekadenz' im LWL-Römermuseum in Haltern erwies sich als echter Publikumsmagnet", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.

Die Besucherzahlen im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster haben alle Erwartungen übertroffen. Der große Erfolg der vierten Auflage der alle zehn Jahre stattfindenden Skulpturausstellung sorgte für einen neuen Besucherrekord: Fast 667.000 Besucher kamen 2007 zu den Skulptur Projekten und in das Museum. Darunter 31.000 Besucher der Ausstellung "Der Freiherr vom Stein und Cappenberg" auf Schloss Cappenberg in Selm (Kreis Unna). In dem ehemaligen Prämonstratenserkloster betreibt das Landesmuseum eine Außenstelle und zeigt in zehn Räumen insgesamt 200 Exponate über das Leben und Wirken des Freiherrn vom Stein. Aber auch die anderen Sonderausstellungen zogen das Publikum an: Anfang des Jahres lockte vor allem die Ausstellung "Berliner Porzellan. Glanz und Eleganz von Tischen und Tafeln", Ende des Jahres war die Jugendstil- und Expressionismus-Ausstellung "Freiheit der Linie" bei den Besuchern angesagt.

Sehr erfolgreich war die Ausstellung "Luxus und Dekadenz" im LWL-Römermuseum in Haltern (Kreis Recklinghausen). Die Ausstellung über das römische Luxus-Leben in den antiken Städten am Golf von Neapel vor 2000 Jahren sorgte dafür, dass über 85.000 Besucher in das Museum strömten (2006: 36.500).

Nach der bundesweit beachteten Canossa-Ausstellung blieb das LWL-Museum in der Paderborner Kaiserpfalz bis einschließlich Mai 2007 geschlossen, weil die Dauerausstellung wieder aufgebaut und bei dieser Gelegenheit aktualisiert und erweitert wurde. Aufgrund der fehlenden Sonderausstellung und der fast halbierten Öffnungszeit sank die Besucherzahl auf knapp 13.000 (2006: 188.000), erreichte aber in etwa das Niveau von 2005.

Nach eineinhalbjähriger Umbauphase hat der LWL im Mai sein neues Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim (Kreis Paderborn) mit einer großen Festwoche eröffnet. In nur sieben Monaten sahen 61.500 Besucher die Sonderausstellung "Barocke Blütezeit westfälischer Klöster". Vor dem Umbau kamen 2006 44.000 Besucher in das ehemalige Kloster.

Dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster gelang es erneut, seine Besucherzahlen zu steigern: Das Kinderprogramm "Felix im Planetarium", die Sonderausstellung "Pflanzenwelten", der Familientag "Bärenstark" und die "Nacht am Aasee" sorgten dafür, dass die Besucherzahl von 115.000 auf 130.500 anstieg. Außerdem hat das Naturkundemuseum seinen gesamten Außenauftritt verändert und seine Website (www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de) attraktiver gestaltet.

Über gestiegene Besucherzahlen freuen sich auch die beiden Freilichtmuseen des LWL: Das Detmolder Museum schaffte dabei sogar die Marke von 200.000 Besuchern (2006 192.000). Neben der Fotoausstellung "Mach mich schön" waren vor allem die Sonderveranstaltungen "Pferdestark" und der Museumsadvent mit jeweils rund 17.000 Besuchern die Publikumsrenner.
Die neue Dauerausstellung "Das achte Metall" im wiedereröffneten Zinkwalzwerk sowie Sonderveranstaltungen wie der Kutschentag, das Erntefest mit Treckeroldtimern und der "romantische Weihnachtsmarkt" sorgten dafür, das auch im Hagener LWL-Freilichtmuseum die Besucherzahl von 151.000 auf 165.500 stieg.

Die Sonderausstellung "Klima und Mensch" und die Mitmach-Ausstellung "Achtung Ausgrabung" (läuft noch bis zum 10. August) lockten im vergangenen Jahr 83.000 Besucher ins LWL-Museum für Archäologie in Herne (2006: 95.000).

Einen Besucherrückgang um 15.000 auf 87.000 musste das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund verkraften: Während 2006 unter anderem die Schau "Aufbau West" für einen neuen Besucherrekord sorgte, fand 2007 keine große Sonderausstellung statt. Auch die alle zwei Jahre stattfindende publikumsträchtige Sonderveranstaltung Treckertreff steht erst in diesem Jahr wieder auf dem Programm. Dennoch konnte das Museum die Besucherzahl von 2005 um knapp 1000 übertreffen.

Das ebenfalls nur alle zwei Jahre stattfindende Dampffestival Ruhr und die Sonderausstellung "Westfalczycy-Ruhrpolen" bescherte dem nur am Wochenende im Sommerhalbjahr geöffnetem LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum eine Steigerung der Besucherzahlen von 24.500 auf 28.500. Ins LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) kamen 31.500 Besucher. (2006: 33.500). Hier wurde im Sommer die neue Dauerausstellung "Der Weg in die Tiefe" eröffnet.

Ein Besucherplus verzeichnete das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg: Die Sonderausstellung "Schiff-Art" und Sonderveranstaltungen wie die Extraschicht und das Museumsfest zogen über 72.500 Besucher an, 2006 kamen knapp 69.500 Besucher ins LWL-Museum. Im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Peterhagen (Kreis Minden-Lübbecke) ging die Besucherzahl von 26.500 auf 21.500 zurück.

Gute Resonanz hatte im Ziegeleimuseum Lage die Sonderausstellung "Techniker der Endlösung - Die Ofenbauer von Auschwitz", die zeigte, wie ganz normale Firmen in den Holocaust verwickelt waren. Großveranstaltungen wie ein Oldtimer-Nutzfahrzeugtreffen und der Töpfermarkt sorgten dafür, dass die Besucherzahl im LWL-Industriemuseum im Kreis Lippe um 5.000 auf 39.500 stieg.

Bei rund 31.000 konstant blieb die Besucherzahl im LWL-Textilmuseum Bocholt: Einer der Publikumsmagneten war die Sonderausstellung "100 Jahre Herding - Kunst.Visionen.Geschichte" mit der das Museum erstmals das Industriedenkmal Spinnerei Herding für das Publikum öffnete.

Ohne Großveranstaltung wie das "Fest" oder das Public Viewing zur Fußball WM ging die Besucherzahl im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen um 7.000 Besucher auf 73.000 zurück. Highligt des Jahres: 20 Jahre nachdem die Henrichshütte stillgelegt wurde, floss aus dem neuen Graugussofen in der Schaugießerei erstmals wieder flüssiges Eisen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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