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Mitteilung vom 12.04.07

Foto zur MitteilungDer LWL eröffnet im Zinkwalzwerk seines Freilichtmuseums Hagen die neue Dauerausstellung "Das achte Metall".
Foto: LWL


Foto zur MitteilungIm Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung steht die Geschichte der Arbeit, der Technik und der Produktion in einem Zinkwalzwerk.
Repro: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

Das "achte Metall": Das LWL-Freilichtmuseum Hagen zeigt neue Dauerausstellung im Zinkwalzwerk Hoesch

Bewertung:

Hagen (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verfügt in seinem Freilichtmuseum Hagen mit der Rekonstruktion des 1847 erbauten Zinkwalzwerk Hoesch über eines der ältesten erhaltenen Walzwerke Deutschlands mit originaler Inneneinrichtung. Dieses bedeutende Denkmal der Technikgeschichte nimmt das LWL-Freilichtsmuseum zum Anlass, in der neuen Dauerausstellung "Das achte Metall", die LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch am Sonntag (15.04.) eröffnet, die Entdeckungsgeschichte des Zinkes und die Geschichte des Zinkwalzwerkes nachzuzeichnen.

Zink ist das achte von der Naturwissenschaft erforschte Metall. Seit Jahrtausenden wird Galmei, das ist schwefelfreies Zinkerz, zur Messingherstellung verwendet. Doch niemand ahnte, dass sich im Galmei ein unbekanntes Metall verbarg. Die "Entdeckung" des Zinks als Metall begann im späten Mittelalter; langsam nur näherten sich Hüttenleute und Alchemisten dem unbekannten Stoff an. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts gelang der wissenschaftlich exakte Nachweis. Bald darauf begann die kommerzielle Nutzung des reinen Zinks, denn Zink rostet nicht. Diese Eigenschaft prädestiniert es für viele Anwendungen im Bauwesen, im Stahlbau, aber auch in Haushalt und Werkstätten.

Im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im LWL-Freilichtmuseum Hagen steht die Geschichte der Arbeit, der Technik und der Produktion in einem Zinkwalzwerk. Größtes Exponat der Ausstellung ist das historische Walzwerk selbst, das aus Kreuzau im Rheinland stammt. Anhand vieler weiterer historischer Objekte, wie zum Beispiel Wetterhähne, Orgelpfeifen oder neugotischem Maßwerk aus Zink erzählt die Ausstellung von der Erforschung des Zinks sowie seinen vielfältigen Anwendungen. Nicht zuletzt stellt die Ausstellung Aspekte der Industrialisierung dar, auch der Blick auf die Umweltgeschichte des Zinks fehlt nicht. In der großen Walzhalle des Zinkwalzwerks ist ein Teil der Ausstellung zu sehen, dazu kommen Stationen im Freigelände hinter dem Zinkwalzwerk und ein als Lagerschuppen neu errichteter Ausstellungsbau, in dem zahlreiche Zinkprodukte ausgestellt sind.

Zur Eröffnung am 15. April finden zwischen 12 und 17 Uhr Aktionen rund um das Thema Zink statt. Die jungen Besucher lernen in einem Workshop der "Initiative Zink" und "Rheinzink" das Material praktisch kennen. Unter anderem führt ein Handwerker Spenglerarbeiten aus Zink vor. Dazu können die Besucher die Verarbeitung von Messing, das ist eine Legierung aus Zink und Kupfer, bei der Formstecherei verfolgen. Zur neuen Dauerausstellung gibt es neu erarbeitete Führungen, durch die das "achte Metall" lebendig und anschaulich gemacht wird. Und mit etwas Glück ergattern die Sonntagsbesucher eine Gedenkmedaille, die anlässlich der Eröffnung geprägt wird - natürlich aus Zink.

Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog: "Zink - das achte Metall",
ISBN 3-89861-653-3, 96 Seiten, Hardcover, fünffarbig, 19,80 Euro.



Pressekontakt:
Uta Wenning-Kuschel, Tel.: 02331 7807113
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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