LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 14.09.06

Foto zur MitteilungAus 1000 Meter Stoffbahnen hat Gabriela Nasfeter "Lichtschächte" geschaffen. Die Installation in der Maschinenhalle des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern wird Freitag (15.) um 19 Uhr eröffnet.
Foto: LWL/Holtappels


Foto zur MitteilungKauenkörbe haben Gabriela Nasfeter zu diesem Bild inspiriert.
Foto: LWL/Holtappels


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Der LWL

"Lichtschächte" in Zollerns Maschinenhalle
Textile Rauminstallation von Gabriela Nasfeter

Bewertung:

Dortmund (lwl). Sie hat schon in vielen Ländern gearbeitet, in der St. James Cathedral in London, in der Erlöserkirche in Jerusalem und im Berliner Dom. Mit ihrem aktuellen Projekt, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Zeche Zollern II/IV in Dortmund zeigt, betritt die polnisch-deutsche Künstlerin Gabriela Nasfeter jedoch Neuland: "Lichtschächte" ist ihre erste textile Rauminstallation in einem Bauwerk der Industriekultur. Beibehalten hat sie ihre Markenzeichen: weiße Stoffbahnen und geometrische Körper.

In die Maschinenhalle hat die in Ulm lebende Künstlerin beleuchtete Schächte aus Glasfasergewebe gebaut und zu einer außergewöhnlichen Stoffarchitektur arrangiert. Die Installation - ergänzt durch Bilder von Gabriela Nasfeter - wird am Freitag, 15. September, um 19 Uhr im LWL-Industriemuseum eröffnet und ist dort bis März 2007 zu sehen. Es ist die letzte Ausstellung, die der LWL vor der anstehenden, mehrjährigen Sanierung in der Maschinenhalle zeigt - "ein würdiger Abschied auf Zeit", meint LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus.

Die Rauminstallation in der Maschinenhalle entstand aus der Auseinandersetzung mit der räumlichen Infrastruktur des Bergbaus unter Tage. Das System der unterirdischen Schächte und Strecken wirkte auf die Künstlerin wie ein Labyrinth, das sie spiegelbildlich aus der Verborgenheit unter Tage befreite und in den lichtdurchfluteten Raum der Maschinenhalle projizierte. Gilhaus: "Aus nachtfinsteren Strecken unter Tage wurden so von innen beleuchtete Lichtschächte." Flankiert wird die Ausstellung von großformatigen Bildern und Druckgrafiken, die Gabriela Nasfeter auf den Ort bezogen geschaffen hat. Einen eigens hergestellten Siebdruck mit dem Titel der Ausstellung können Besucher im Museum erwerben.

"Lichtschächte" ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein im aktuellen thematischen Schwerpunkt des LWL- Industriemuseums: In diesem und im kommenden Jahr befasst sich das Museum in einer Vielzahl von Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen mit dem östlichen Nachbarland Polen. An den Standorten Zeche Zollern, Zeche Hannover, Zeche Nachtigall und Henrichshütte Hattingen waren und sind allein acht Ausstellungen zu sehen. Den Abschluss bildet nächsten Sommer eine große historische Schau über die Ruhrpolen im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum.

"Lichtschächte" bereichert diesen Zyklus mit einer Kunstausstellung. Ulrike Gilhaus: "Gabriela Nasfeter steht für eine neue Generation polnischer bzw. polnisch-stämmiger Künstler, die früh - immerhin neun Jahre vor der Zäsur 1989 - und ganz bewusst die Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit der westlichen Kunstszene gesucht haben und in dieser Auseinandersetzung eine eigene Sprache und Kraft gewonnen haben."
Gabriela Nasfeter besitzt heute die deutsche Staatsangehörigkeit, hat aber nie ihre polnischen Wurzeln geleugnet. Im Gegenteil: "Sie war stets und ganz bewusst eine Grenzgängerin zwischen den Kulturen und hat gezielt Impulse für einen engen Austausch durch deutsch-polnische Symposien und Workshops gesetzt", so die LWL-Museumsleiterin weiter. Nasfeters Arbeiten entstehen seit Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem polnischen Schiffsmaschinen-Ingenieur Aleksander Celarek, der auch bei der Installation im LWL-Industriemuseum der Zeche Zollern geholfen hat.

Ulrike Gilhaus: "Wir möchten mit dieser Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit Einblick in das beeindruckende Werk einer Künstlerin geben, die durch den jahrelangen Austausch und das Entdecken dieser beiden Kultur-Welten eine große persönliche Gestaltungskraft und Interpretationsfähigkeit entwickelt, aber auch die Kunst im öffentlichen Raum in Deutschland und ganz Europa enorm bereichert hat."
Weitere Informationen zur Künstlerin und ihren Arbeiten unter www.nasfeter.de

Lichtschächte. Eine Rauminstallation und Bilder von Gabriela Nasfeter
15.9.2006 bis 4.3.2007
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5, in Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos