LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 29.05.06

Foto zur MitteilungDrei Skelette von einem Steppenelefant und zwei Mammuts zeigen die Entwicklung der größten Landsäugetiere, die hervorragend an unterschiedliche Klimate angepasst waren.
Foto: LWL/Freigang.


Foto zur MitteilungUnterschiedliches Aussehen, gleiche Werkzeuge: Neandertaler (rechts) und moderner Mensch.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungDie Hyäne ist ein Gewinner des Klimawandels: Die Höhlenhyäne lebte in den eiszeitlichen Steppen Europas - ihre heutige Verwandte, die Fleckenhyäne, ist an die warmen Verhältnisse im südlichen Afrika angepasst.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungStar der Klima-Ausstellung ist das Mammutbaby "Dima", das vor rund 35.000 Jahren in Sibirien starb.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungBlick in die Klima-Ausstellung im LWL-Archäologiemuseum.
Foto: LWL/Brentführer.


Foto zur MitteilungLeuchtende Globen des New Yorker Künstlers Ingo Günther erläutern, was Klima eigentlich ist und durch welche Faktoren es beeinflusst wird.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungEine der wichtigsten technischen Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit: das Rad. Hier ein rund 3.700 Jahre altes Scheibenrad aus Niedersachsen.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungMuseumsleiterin Dr. Barbara Rüschoff-Thale mit verbrannten Tierknochen aus dem ältesten Feuer der Welt, das vor ca. 1,6 Millionen Jahren im afrikanischen Swartkraans brannte.
Foto: LWL/Kuhn


Foto zur MitteilungSpeisepläne durch die Zeiten. Im Raum "Ernährung" zeigt die Klima-Ausstellung, was auf den Tisch kam - von den Neandertalern bis heute.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungDie Venus von Kostienki (Russland) gehört zu den bekanntesten Venusfiguren der Welt, geschaffen zwischen 22.500 und 19.500 v. Chr. Sie war noch nie außerhalb von Russland zu sehen.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungIn Kunst und Religion setzen sich die Menschen mit ihrer Umwelt auseinander. Um 8.500 v. Chr. benutzten Schamanen im heutigen Starr Carr (Großbritannien) diese Maske.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungWachsende Wälder nach dem Ende der letzten Eiszeit erforderten neue Waffen: Die Menschen erfanden Pfeil und Bogen für die Jagd. Dieser Bogen aus dem dänischen Holmegard ist mit 9 000 Jahren das älteste vollständig erhaltene Exemplar der Welt.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur MitteilungDen Kampf um Ressourcen wie Wasser und Land verdeutlicht ein 5 000 Jahre alter Schädel mit Pfeilschussverletzung aus dem dänischen Porsmorse.
Foto: LWL/Egbert.


Foto zur Mitteilung"Patient Erde": Mit Infusionsbeuteln werden die aktuellen Bemühungen zum Thema Klima und Umwelt thematisiert.
Foto: LWL/Egbert.


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Presse-Infos | Der LWL

Die Ausstellung
"Klima und Mensch. Leben in Extremen"
30. Mai 2006 - 30. Mai 2007
(Langfassung)

Bewertung:

Herne (lwl). Im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne will ab dem 30. Mai die bisher größte Ausstellung in Deutschland über "Klima und Mensch" sowohl die Anpassungsfähigkeit der Menschen, Tiere und Pflanzen über die Jahrtausende als auch die Wetter-Extreme von vor sechs Millionen Jahren bis zu zukünftigen Hochwasserkatastrophen erlebbar machen.

Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert in Kooperation mit der nordrhein-westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung das "Leben in Extremen" auf 900 Quadratmetern mit über 800 bedeutenden Exponaten von allen Kontinenten präsentieren. Die knapp 1,7 Millionen Euro teure Ausstellung setzte bei der Vermittlung auf die Ausstellungsgestalter des Ateliers Brückner aus Stuttgart, das mit der Cylcebowl auf der Expo in Hannover und mit der Titanic-Ausstellung in Hamburg Besucher angezogen hat.

Die zentrale Fragestellung der Ausstellung ist, wie sich das Klima erdgeschichtlich entwickelt hat und sich zukünftig weiter entwickeln wird. Ein Jahr lang soll die Ausstellung zeigen, mit welchen Überlebensstrategien vor allem die Menschen auf die bisherigen klimatischen Herausforderungen reagiert haben und wie die Zukunft aussehen könnte.
In dieser Herangehensweise gründet auch die Aktualität der Ausstellung. So werden zukunftsweisende energie-, bauwirtschaftliche und verkehrspolitische Lösungsansätze als Reaktion auf den Klimawandel thematisiert.

Inhalt

Der Hintergrund
Die Ziele
Die Exponate
Die Elemente der Ausstellung
Die Besucherführung
Der Weg in die Ausstellung
Der Prolog
Die Klimakurve
Die Kulisse
Die Reaktionsräume
Der Epilog
Das Begleitprogramm
Das Begleitbuch
Der wissenschaftliche Beirat
Das Gesamtprojekt 'Neanderthaler und Co.'

Der Hintergrund der Ausstellung in Herne

Zur Zeit herrscht eine außergewöhnlich stabile Warmphase des Eiszeitalters, der zyklusbedingt eine Kaltphase folgen wird. In der Vergangenheit hat die Menschheit extreme Klimaverhältnisse überlebt bzw. hat auf diese Verhältnisse reagiert und sich angepasst. Klimaveränderungen und somit neue Herausforderungen für die Menschen sind der Motor der Evolution.
Es gab aber auch immer wieder Verlierer. So existiert heute nur noch eine Menschenart - der Homo sapiens. Alle anderen Menschenarten sind ausgestorben.

Die letzten parallel mit dem Homo sapiens lebenden Menschenarten, der Homo erectus und der Homo neanderthalensis, sind vor ca. 40.000 Jahren zuletzt nachweisbar.
Insbesondere der Homo neanderthalensis war durch seine anatomischen Voraussetzungen, seinen Erfindungsreichtum und sein Sozialverhalten besonders gut an das Leben in extrem schwankenden Klimaphasen angepasst.

Extreme Klimaveränderungen können nach neuesten Forschungsergebnissen bereits in absehbarer Zeit katastrophale Folgen für die Menschheit haben. Klimaforscher sehen direkte Zusammenhänge zwischen der Erderwärmung und den Aktivitäten des Menschen.
Zwar zeigen die Auswertungen von Eis- und Tiefseebohrkernen, dass es auch im Laufe der Menschheitsentwicklung immer wieder große Klimaschwankungen gegeben hat, jedoch war der menschliche Einfluss auf das Klima noch nie so groß wie in den letzten 150 Jahren.

Wohin entwickelt sich unser Klima zwischen natürlichen Prozessen und menschlichen Einflüssen?
In diesem Spannungsfeld inszeniert das LWL-Museum in Herne seine Ausstellung. Die Besucher durchwandern in einer erlebnisorientierten Zeitreise die Evolution des Menschen in der wechselhaften Umwelt- und Klimaentwicklung der Erde. Die Reise beginnt vor sechs Millionen Jahren und führt bis in die Zukunft. Sie zeigt die Gewinner und Verlierer und weist auf große Klimakatastrophen der Vergangenheit und Gegenwart hin. Und sie stellt die Frage - Wie geht es weiter?

Was soll die Ausstellung vermitteln?

· Die Ausstellung soll erklären, was überhaupt Klima ist und durch welche Faktoren es sich verändert.
· Die Besucherinnen und Besucher sollen erfahren, dass das Klima nie stabil war und sein wird. Extreme Klimaveränderungen hat es immer gegeben. Die Menschheit hat darauf reagiert, sich angepasst und bislang überlebt.
· In der Ausstellung soll Klimageschichte erlebbar werden.
· Mit der Ausstellung sollen neueste Forschungsergebnisse mit hohem Erkenntnis- und Erlebnischarakter für eine breite Öffentlichkeit erfahrbar werden.
· Die Ausstellung soll die Zusammenhänge zwischen Klima, Umwelt und Entwicklung des Menschen unter besonderer Berücksichtigung des Neandertalers und des frühen Menschen aufzeigen.
· Ziel ist es, die Menschheitsentwicklung in ihrem kultur- und umweltgeschichtlichen Kontext aufzuzeigen.
· Die Ausstellung soll Überlebensstrategien veranschaulichen, Fortschritt trotz extremer Verhältnisse darstellen.
· Eine Diskussion über die Gegenwart und Zukunft soll geführt werden: In welcher Klimaphase leben wir heute? Wie geht es weiter? Wie müssen wir reagieren? Was können wir verändern?
· Die Ausstellung soll die globale und zukunftsweisende Dimension von Archäologie aufzeigen und vermitteln.

Die Exponate

In der Ausstellung werden mehr als 800 Exponate ausgestellt, die wichtige Informationen zum Thema Klima, Mensch und Umwelt geben. Objekte von allen Kontinenten der Erde unterstreichen den internationalen Charakter der Ausstellung. Die Auswahl stand ausschließlich unter dem Aspekt Klimageschichte. Während des Projektes wurden weltweit Leihverhandlungen geführt. Endgültig hat das LWL-Museum mit 104 Leihgebern Verträge geschlossen. Einige der Exponate sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Aus folgenden 36 Ländern stammen die Exponate:
Algerien, Antarktis, Australien, Belgien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Georgien, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Japan, Jordanien, Kanada, Kongo, Kroatien, Kuwait, Mexiko, Namibia, Oman, Österreich, Palästina, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Tansania, Türkei, Ukraine, USA.

Die Elemente der Ausstellung

Der Rundgang der Ausstellung gliedert sich in sieben Elemente. Das mit dem Ausstellungsbüro Atelier Brückner (Stuttgart) entwickelte Konzept hat die Inhalte für den Besucher leicht verständlich aufbereitet.

1. Element:
Der Weg in die Ausstellung - Foyer: Übergang vom Alltag, Einleitung in die Ausstellung mit der
Präsentation von
Klimaarchiven, Klimamessungen und Klimadokumentationen
2. Element:
Der Prolog - separater Raum: Grundlagen und Einführung in das Thema Klima
3. Element:
Die Klimakurve - farbige Bodengrafik: Orientierungssystem, roter Faden durch die Ausstellung
4. Element:
Die Kulisse - Wandgestaltung: Raumbild, die Besucherinnen und Besucher tauchen in Wetter, Klima und Umwelt ein.
5. Element:
Die Themenbereiche - 18 Stationen: schlaglichtartige Erläuterungen der Zusammenhänge zwischen Klima, Umwelt und Mensch
6. Element:
Die "Reaktionsräume" - acht inszenierte Sonderräume: Räume zeigen zeitübergreifend und thematisch zusammengefasst die wichtigsten Reaktionen der Menschen auf das sich verändernde Klima
7. Element:
Der Epilog - Monitorwand mit Zukunftsprognosen: Endpunkt der Ausstellung und Übergang in den Alltag. Die Besucherinnen und Besucher sollen sich bewusst machen, welche Möglichkeiten die Zukunft bietet.

Die Besucherführung
Chronologische Runde


Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut, und so sollen die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung auch erfahren. Sie starten im Foyer, durchschreiten den Prolog und erschließen sich dann die Ausstellung entlang der Klimakurve. Den Endpunkt bildet der Epilog, der die Besucher wieder in den Alltag entlässt.

Der Weg in die Ausstellung
Foyer


Im Foyer stimmen verschiedene Exponate die Besucherinnen auf das Thema Klima ein. Besondere Berücksichtigung finden hier naturwissenschaftliche Aspekte.

Welche Klima-Archive gibt es?
Wie wird Klima erforscht?
Wie sicher und genau sind die vorhandenen naturwissenschaftlichen Untersuchungen?


In diesem Teil der Ausstellung wird ein Überblick über die verschiedenen Informationsquellen gegeben, die zur Rekonstruktion vergangener Klimata und zur Feststellung des heutigen Klimas herangezogen werden. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Klimaarchive, ihre Aussagemöglichkeiten und Messmethoden. Zum besseren Verständnis erfolgt eine Dreiteilung in historische Klimadaten, Paläoklimadaten und aktuelle Messungen.
Die erläuternden und veranschaulichenden Exponate sind zentral im Foyer auf einem Podest arrangiert.
Die Botschaft: Informationen über Klima lassen sich verschiedenen Quellen entnehmen. Die Quellen sind unterschiedlich zeitlich tief und genau. Sie benötigen verschiedene Methoden und basieren auf unterschiedlichen Grundlagen. Die Zusammenschau der verschiedenen Messergebnisse in Modellen lässt Rekonstruktionen und Zukunftsprognosen zu.

Die Exponate: Messinstrumente, Forschungsgeräte, Klimaarchive (Bohrkerne, Korallen, Baumscheibe, Stalagmit, etc.), Fossilien als Hinweis auf Klimaveränderungen, Abbildungen aus verschiedenen Zeiten, historische Wetteraufzeichnungen.

Der Prolog
Grundlagen und Einführung in das Thema Klima

Der Prolog führt in den Themenkomplex Klima ein. Er beschäftigt sich mit folgenden Fragen:

Was ist Klima?
Aus welchen Komponenten setzt sich Klima zusammen?
Wie wird Klima beeinflusst?


In einem hohen, schmalen abgedunkelten Raum verdeutlicht eine Installation die kosmischen Parameter, die das Klima auf der Erde steuern. In der Mitte des Raums leuchten Globen des New Yorker Künstlers Ingo Günther, auf denen die natürlichen irdischen Klimafaktoren wie beispielsweise Meeresströmungen dargestellt werden. An den Wänden zeigen Grafiken als Störfaktoren die menschlichen Einflüsse auf das Klima, wie beispielsweise Autoabgase. In einer Medieninstallation erklärt Dieter Walch (ZDF-Wetterredaktion) als Experte Klima und erläutert die Unterschiede zwischen Wetter, regionalem Klima und globalem Klima.

Die Botschaft: Verschiedenen Faktoren bestimmen die Ursachen von Klimaveränderungen. Das Zusammenspiel aller Faktoren ist auch heute noch nicht letztendlich erforscht. Der Mensch nimmt Einfluss - fraglich ist nur, wie sehr und mit welchen Auswirkungen.
Die Exponate: Leuchtgloben und Installation des Künstlers Ingo Günther

Die Klimakurve
Roter Faden durch die Ausstellung


Die Klimakurve dient als Orientierungslinie, ordnet die Ausstellungsthemen in den Gesamtzusammenhang der Geschichte und ist zudem wichtiger Informationsträger. Sie zeigt die Klimaentwicklung der letzten sechs Millionen Jahre.
Die Ausschläge der Klimakurve zeigen, wie stark die Klimaschwankungen der Vergangenheit waren. An der Kurve sind Jahreszahlen, Klimakatastrophen und Ereignisse angemerkt, die das Klima nachweislich verändert haben. Zudem ist an verschiedenen Stellen markiert, wie viele Menschen zeitgleich auf der Erde lebten. Beschriftete Säulen geben Hinweise auf globale Klimawechsel.

Die Botschaft: Warm- und Kaltzeiten kehren periodisch wieder. Klima war nie stabil.

Die Kulisse
Die Kulisse setzt sich aus vier verschiedenen Ebenen zusammen:

Ebene 1: Themenbereiche
Ebene 2: Pflanzen, Tiere, Menschen
Ebene 3: Landschaft
Ebene 4: Wetter

Die Kulisse begrenzt den Raum zu beiden Seiten der Klimakurve. Die einzelnen Ebenen setzen sich für die Besucherinnen und Besucher zu einem Gesamtbild zusammen.

Kulisse Ebene 1 - Themenbereiche: Insgesamt sind 18 Themenbereiche definiert worden, die die Überlebensstrategien bzw. die Reaktionen des Menschen auf das Klima durch die Zeit aufzeigen. Die Themen gliedern sich wie folgt:

1. Vom Menschenaffen zum Menschen
Vor acht bis sechs Millionen Jahren spalteten sich während einer Phase globaler Abkühlung die Hominiden von den Menschenaffen ab. Vielleicht schon vor mehr als sieben Millionen Jahren entwickelte sich der aufrechte Gang.

2. Anpassung an neue Nahrung
Die zunehmende Trockenheit veränderte auch das Nahrungsangebot. Die frühen Menschenformen passten sich unterschiedlich daran an: durch physische Weiterentwicklung oder den Gebrauch von Werkzeugen.

3. Von Afrika nach Vorderasien
Ein Klimawandel vor zwei Millionen Jahren ließ auch in Südeurasien attraktive Lebensräume entstehen. Homo erectus begann vor mindestens 1,8 Millionen Jahren diese Lebensräume zu nutzen.

4. Der Mensch kommt nach Europa
Vor 1,3 Millionen Jahren entstanden auch in Südeuropa savannenartige Lebensräume, in welche Homo erectus einwanderte. Vor vielleicht schon 700 000 Jahren überwand er erstmals die Alpen.

5. Der Mensch erschließt sich Europa und Asien
Die ersten menschlichen Spuren in Europa weisen nur auf kurze Aufenthalte in klimatisch günstigen Phasen hin. Erst vor 800 000 Jahren mehren sich die Fundstellen - Europa und Asien werden dauerhaft besiedelt.

6. Neandertaler
Vor über 250 000 Jahren entwickelte sich in Europa der Neandertaler. Die Evolution stattete ihn mit der Fähigkeit aus, sich an verschiedene extreme Klimate anzupassen, von sehr kalt bis gemäßigt und warm.

7. Neandertaler und moderner Mensch
Der vor etwa 200 000 Jahren in Afrika entstandene Homo sapiens erreichte vor 120000 Jahren den Nahen Osten. Dort lebten auch Neandertaler. Als das Klima abkühlte, zogen sich die modernen Menschen wieder aus dieser Region zurück. Der Neandertaler lebte dort dagegen auch weiterhin. Ob die beiden Menschenformen sich getroffen haben, wird noch diskutiert.

8. Neue Entwicklungen
In jeder Region, die die Menschen erreichten, mussten sie sich den dort herrschenden wechselnden Klima- und Umweltbedingungen mit verschiedenen Erfindungen und Strategien anpassen. Netzwerke und Fernverbindungen sicherten den Austausch neuer Techniken und Erfindungen.

9. Krise als Chance
Die letzte Kaltzeit endete vor 11 600 Jahren. Dadurch änderte sich die Umwelt dramatisch. In der neuen Situation mussten die Menschen neue Techniken und Strategien entwickeln, um zu überleben.

10. Die ersten Bauern
Im Neolithikum nahm durch Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht der Einfluss des Menschen auf Natur, Umwelt und Klima stetig zu.

11. Erfindungen
Erfindungen helfen den Menschen seit frühester Zeit zu überleben sowie die eigenen biologischen Grenzen und die von Tieren und Pflanzen zu überwinden. So können die Menschen bei entsprechendem Aufwand auch in klimatisch ungünstigen Gebieten leben.

12. Landschaftsnutzung und Umweltverschmutzung
Nahrungsproduktion, Metallverhüttung, große Ansiedlungen - das Leben der Menschen zerstört die natürliche Umwelt.

13. Verstädterung, Städtewachstum, Stadtklima
Seit den ersten Hochkulturen gibt es große Städte mit vielen Einwohnern. Vom Dorf bis zur Millionen-City: Je größer eine Ansiedlung, desto größer ist ihr
14. Einfluss auf das lokale, regionale und überregionale
15. Klima und die Umwelt.


16. Tierzucht
Seit 12 000 Jahren hält der Mensch Nutztiere und verändert sie durch Zucht, heute auch durch Gentechnik. So leben Tiere etwa außerhalb ihrer natürlichen Klimazonen und das bei der Massentierhaltung entstehende Methangas trägt nicht unwesentlich zur Erderwärmung bei.

17. Menschen heute
Der Homo sapiens ist heute die einzige noch existierende Menschenform. Unterschiedliche Umweltbedingungen lassen die Menschen unterschiedlich aussehen. Genetisch sind sie aber nahezu gleich.

18. Ressourcen und Ressourcenverbrauch
Die Erde hält viele Ressourcen für den Menschen bereit. Aber immer mehr Menschen verbrauchen immer größere Mengen davon. Nur der verantwortungsbewusste Umgang mit ihnen sichert den Menschen eine Zukunft auf der Erde.

19. Kampf um Ressourcen
Verteilungskämpfe um fruchtbares Land, Wasser und Rohstoffe sind seit jeher Begleiter des Menschen. Je knapper diese Ressourcen durch massenhaften Verbrauch und Klimawandel werden, desto größer werden die Risiken von Auseinandersetzungen in der Welt.

20. Klimamodelle
Bits und Bytes, GPS und Internet ermöglichen die weltweite Sammlung umfangreicher Klimadaten. Ihre Auswertung kann vor kurzfristigen Naturkatastrophen warnen und ermöglicht zudem die Entwicklung von Klima- und Umweltszenarien.

Die Themen werden durch Texte, Vitrineninszenierungen und Leitexponate erläutert. Die Vitrinen stehen an den Wänden in der Kulisse und sind durch eine begehbare, bedruckte Kühlraumfolie vom Rundgang abgegrenzt. Beim Herantreten an die Exponate der Themenbereiche verlassen die Besucherinnen und Besucher somit die Runde und können sich in "Klimazelten" - ohne störende Einflüsse - ganz auf die Objekte konzentrieren. Ausgewählte Zitate stimmen auf das jeweilige Thema ein.

Die Botschaft: Die Menschheit hat es in ihrer Entwicklungsgeschichte geschafft, mit den herrschenden Klimabedingungen zurechtzukommen oder ihnen auszuweichen.

Kulisse Ebene 2 - Pflanzen, Tiere: In der Kulisse treten vor allem Tiere und Pflanzen, die teilweise heute nicht mehr existieren, auf. Die Besucherinnen sehen Pflanzen- und Tierarten in Form von Skelettmontagen, Versteinerungen, Skelettresten, Dermoplastiken, Pflanzenfossilien und 1:1-Großgrafiken, ergänzt durch erläuternde Texte. Man nimmt eine, sich durch klimatische Einflüsse verändernde Welt wahr.

Die Botschaft: Flora und Fauna verändern sich im Laufe der Zeit in Abhängigkeit vom Klima.

Kulisse Ebene 3 - Landschaftsebene: Die Umwelt ist der Lebensraum der Menschen. In der Ausstellung bilden gestaffelte Landschaftspanoramen die Raumbegrenzung. Hinterleuchtete Großgrafiken zeigen verschiedene Lebensräume, die der Mensch sich nach und nach erobert hat. Je mehr Bereiche der Mensch bewohnt, desto kleiner werden die Grafiken und die Menge wird erhöht, um die Vielzahl aufzuzeigen.

Die Botschaft: Die Umwelt verändert sich durch Klimawechsel. Der Mensch erschließt sich immer mehr Lebensräume. Der Mensch macht sich zusehends unabhängiger von seiner Umwelt.

Kulisse Ebene 4 - Wetter: Über der Landschaftsebene wird das Wetter dargestellt. Es erscheint als riesige Wolkenbilder in fünf bis zehn Metern Höhe in der Ausstellungshalle. Wetter über eine langen Zeitraum ergibt das Klima.

Botschaft: Die Klimafaktoren zeigen sich im Wetter.
Reaktionen der Menschen auf das sich verändernde Klima

Die Überlebensstrategien bzw. Reaktionen der Menschheit auf das Klima stellen sich für die Besucher zeitübergreifend dar. Folgende "Reaktionsräume" wurden konzipiert:

01 Feuer
02 Ernährung
03 Kunst und Religion
04 Jagd
05 Bekleidung
06 Sozialverhalten
07 Bauen und Wohnen
08 Aktuelle Reaktionen auf Klimaveränderungen

Die Botschaft: Die Menschheit musste oft auf extreme Klimaentwicklungen reagieren, um zu überleben. Oft geschah dies mit Erfolg.

Reaktionsraum 01 Feuer - Was Prometheus den Göttern stahl:
Das Thema dieses Raumes ist die Beherrschung des Feuers, seine primären Nutzungszwecke durch die frühen Menschen und seine spätere Instrumentalisierung, etwa für Metallverarbeitung, Waffen und industrielle Prozesse, sowie die Bedeutung des Feuers für das Sozialverhalten der Menschen.

In einem dunklen Raum liegen in der Mitte verbrannte Tierknochen aus der ältesten Feuerstelle der Welt. Die Wände sind durch Fenster durchbrochen, die weitere bedeutende Exponate zum Thema Feuer zeigen.

Reaktionsraum 02 Ernährung - Von der Mammutkeule bis zur Astronautennahrung:
Das Nahrungsangebot ist immer vom aktuellen Klima abhängig. Gezeigt wird in diesem Raum der Wandel bei den Nahrungsmitteln und -gewohnheiten durch die Zeit. Von tiefgefrorenem Mammutfleisch über Austern bis hin zur Astronautennahrung, von aneignender zu produzierender Wirtschaftsweise.

In der Mitte des Raums steht ein gedeckter Tisch mit acht Gedecken mit Speiseresten aus verschiedenen Zeiten. Vor den Tellern stehen Stühle, die darüber informieren, welche Menschenart von diesem Teller gegessen hat. An den Wänden hängen verschiedene Menütafeln. In einem Eisschrank werden Fleisch, Haut und Haare heute ausgestorbener Tiere ausgestellt, das im sibirischen Dauerfrostboden ausgegraben worden ist. Verdaute Nahrung bzw. was davon übrig bleibt, ist in einer Ecke des Raums ausgestellt.

Reaktionsraum 03 Kunst - Von Göttern und Menschen:
Vielleicht war der Wunsch seine Umwelt zu verstehen und ihre unermesslichen Kräfte zu beeinflussen der Motor für die Entwicklung von Kunst und Religion. Beide Aspekte sind zu Beginn untrennbar miteinander verbunden. In späteren Zeiten weicht diese Beziehung zusehends auf.

Der Raum wirkt wie eine Schatzkammer. Im Dunklen treten berühmte Exponate durch sensible Beleuchtung hervor. Die Besucherinnen sollen die Möglichkeit haben ausschließlich die Funde auf sich
wirken zu lassen.

Reaktionsraum 04 Jagd - 400 000 Jahre Blattschuss: Die Menschen haben sich mit ihren Jagdwaffen an die jeweilige Umgebung und das zur Verfügung stehende Jagdwild angepasst. Technologischer Fortschritt erhöhte die Chancen auf den Jagderfolg und sicherte
so das Überleben.

Der Raum beherbergt die ältesten Jagdwaffen der Welt: Den ältesten Speer der Welt, die älteste Lanze der Welt und den ältesten Bogen der Welt. Darüber abgehängt sind heutige Waffen zu sehen. Eine Vitrine mit diversen Projektilen ergänzt die Exponate. An den Wänden sind Zeichnungen von Jagdwild zu sehen.

Reaktionsraum 05 Kleidung und Schmuck - Mode, Muscheln und Mascara: Kleidung diente zunächst dem Schutz vor Wetter und Umwelt. Später wurde sie auch geschmückt und war Statusanzeiger im Rahmen einer sozialen Differenzierung oder religiös gebunden. Ähnliches gilt für Schmuck, Schminke und Tätowierungen.

Der Raum ist mit einem Kleiderschrank ausgestattet. Der Besucher kann Schranktüren und Schubladen aufziehen, um verschiedene Bekleidungs- und Schmuckstücke zu sehen - vom Mammutfell bis zum UV-Schutz-T-Shirt. Ein Spiegeltisch mit Schminkutensilien und Materialien für die Körperbemalung ergänzt die Ausstattung.

Reaktionsraum 06 Sozialverhalten - Gemeinsam stark: Der Mensch ist ein Wesen mit zwei Gesichtern. Er ist zu ausgeprägtem Sozialverhalten fähig, in dem er etwa Alte und Kranke pflegt oder seine Toten bestattet. Ebenso sind aber Konflikte und Kriege Teil der menschlichen Existenz. Beide Verhaltensmuster können durch die Klima- und Umweltbedingungen ausgelöst oder verstärkt werden.

Verschiedene "Menschen" sind in diesem Raum, der die Grundfarbe rot besitzt, ausgestellt: Neandertaler mit Verletzungen, die nur geheilt werden konnten, weil Angehörige den Menschen pflegten, Opfer von kriegerischen Auseinandersetzungen in der Steinzeit, Schädel mit tödlichen Hiebverletzungen, "entsorgte" Pest-Tote, das 15-jährige Mädchen "Mora", dessen 2 650 Jahre alte Leiche aus dem Moor geborgen wurde. An den Wänden spiegeln Auflistungen von Verhaltensweisen das menschliche Zusammenleben wider.

Reaktionsraum 07 Bauen und Wohnen - Ein Dach über dem Kopf: Die Funktion von Behausungen war und ist der Schutz vor den Umweltbedingungen und vor Feinden. Später wurde der Wohnraum auch zum Statusindikator. Heute besitzt zusätzlich der Wohlfühlfaktor Bedeutung. Die Menschen nutzten in vergangen Zeiten immer das Baumaterial, das die Umwelt hergab und vor dem jeweiligen Klima schützte. Inzwischen transportieren sie Baumaterialien über weite Entfernungen und suchen nach Baumaterialien, die Energie speichern bzw. produzieren.

In dem Raum sind verschiedene Baumaterialien zusammengeführt, die zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Ländern benutzt wurden. Auch Werkstoffe, die heute oder zukünftig eingesetzt werden könnten, sind zu sehen. Eine Projektion an der Decke zeigt verschiedene Arten von Dachbedeckungen.

Reaktionsraum 08 Aktuelle Reaktionen auf Klimaveränderungen - Klimaschutz aktuell: Es setzt nach und nach ein Umdenken ein. Viele nationale, internationale und persönliche Initiativen haben den Schutz und Erhalt der Umwelt und die Verhinderung oder Verlangsamung einer zunehmenden Erderwärmung zum Ziel. Umweltschutz ist mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Besucherinnen sind nicht nur noch Betrachter - sie werden Akteure, sind im aktuellen Geschehen. In einem relativ offenen Raum ist eine Weltkarte auf den Boden aufgebracht. Über der Karte hängen Infusionsbeutel ("Patient Erde") von der Decke ab, auf die Beispiele für positives Handeln und innovative Technologien als Reaktion auf die Erderwärmung aufgedruckt sind. Um diesen Bereich sind Sitzmöbel gruppiert. Unterstützt von Alltagsgeräusche (Autobahnlärm, tropfende Wasserhähne u.a.) können sich hier die Besucher auf ihre eigenen Gedanken zum Thema einlassen.

Der Epilog
Extreme Zukunft?


Was erwartet uns? Wie wird sich das Klima zukünftig entwickeln? Werden die Menschen sich weiterhin anpassen und überleben können?
Den Verlauf der Klimakurve bis heute kennen wir. Aber was passiert in der Zukunft? In der Ausstellung wird die Klimakurve weitergeführt. Aber für ihren Verlauf gibt es verschiedene Möglichkeiten. Denn das Klima der Zukunft lässt sich wegen des komplizierten Zusammenspiels der Faktoren noch nicht vorhersehen oder genau berechnen. Wissenschaftler haben versucht Szenarien zu entwickeln. Jedoch kommen die Forscher zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die Besucherinnen sollen sich selbst ein Bild machen: Dieter Walch, "Wettermann" vom ZDF, stellt unterschiedliche Szenarien vor.

Die Botschaft: Die Erforschung der Klimaarchive der Vergangenheit ermöglicht uns, Szenarien für die Zukunft zu entwickeln. Jedoch sind diese noch sehr ungenau. Weitere Forschungen sind notwendig um zu präziseren Aussagen zu kommen.

Das Begleitprogramm
Museumspädagogische Programme, Nachhaltigkeit und Vortragsreihen


Die Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse und die Bewusstmachung der Klimaproblematik stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit für die Sonderausstellung. Alle Altersgruppen und Bildungsschichten sollen erreicht werden, eigenes Erfahren soll den Lernprozess vereinfachen und das Erlernte im Bewusstsein der Besucher verwurzeln.

Sechs Programme decken die Betreuung von Besuchergruppen aller Altersklassen ab:

· Kalle und die Tiere der Eiszeit - Programm für Kinder im Vorschulalter und der Klasse 1
· Urzeitriesen - Programm für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4
· Mensch Neandertaler - Programm für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7
· Was ist eigentlich Klima? - Programm für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10
· Von der Natur zur Kultur - Programm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und Erwachsene
· klima und mensch - Programm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und Erwachsene

Für Ganztagsschulen im Grundschulbereich wird unter dem Titel "Alles prima mit dem Klima?" ein eigenes Projekt konzipiert. Geplant sind 21 Kompaktveranstaltungen im Schuljahr 2006/2007. In vier aufeinander aufbauenden Modulen soll dabei das Thema mit den Schülern erarbeitet werden.

Neben den museumspädagogischen Programmen befinden sich weitere Aktionen in Vorbereitung:

· Familiensonntage, die als Schwerpunkte die Themen der Reaktionsräume aufgreifen
· themengebundene Filmdokumentationen im Museumskino
· Ferienprogramme für Schülerinnen und Schüler ab 8 Jahren
· eine Vortragsreihe
· mindestens eine lange Museumsnacht
· Kreativseminare, in denen (in erster Linie) prähistorische Techniken vermittelt werden
· Workshops und Lehrveranstaltungen im Steinzeitatelier
· Exkursionen in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station östliches Ruhrgebiet
· Auswertung aktueller Satellitenbilder im Rahmen von Lehrveranstaltungen, angeboten vom umweltpädagogischen Unternehmen "Geoscopia"
Es ist angedacht Elemente der Sonderausstellung nach deren Abbau im Sommer 2007 Bildungsinstitutionen zur weiteren pädagogischen Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Das Begleitbuch
Kurze prägnante Texte und viele Bilder


Mit dem Erwerb des Begleitbuches, das Anfang Juli erscheint (zirka 10 Euro) können die Besucher die Sonderausstellung "mit nach Hause nehmen". Aufbau und Inhalt des Buches lehnen sich eng an Aufbau und Inhalt der Ausstellung an. Landschaftsbilder, Exponatbilder und -erläuterungen sowie Blicke in die Ausstellung lassen den spannenden Gang durch Zeit und Klima erneut lebendig werden. Besondere Funde oder wichtige Forschungstechniken werden in abgetrennten Kästchen behandelt. Im hinteren Teil des Buches stellt der renommierte Künstlers Andreas Kaiser sein parallel zur Sonderausstellung stattfindendes Kunstprojekt "Das Herner Modell" vor.

Das Begleitbuch stellt keinen wissenschaftlichen Katalog dar, sondern richtet sich an die interessierten Besucher. Wie in der Ausstellung selbst sind die Texte leicht verständlich und in großen Teilen zweisprachig (deutsch/englisch) gehalten. Dieter Walch (ZDF) hat auch für die Gestaltung des Begleitbuches seine Teilnahme zugesagt. Bestellung des Begleitbuches ist ab sofort im LWL-Museum möglich.

Der wissenschaftliche Beirat
Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen


Für das Projekt wurde eine wissenschaftlicher Beirat einberufen. Alle für das Ausstellungsprojekt relevanten Forschungsbereiche wurden abgedeckt. Dem Gremium gehören an:

· Prof. Dr. Andreas Hense, Meteorologisches Institut der Universität Bonn
· Prof. Dr. Josef Klostermann, Geologischer Dienst NRW, Krefeld
· Dr. Matthias Lüdeke, Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung, Potsdam
· Prof. Dr. Karl Teppe, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Münster
· Dr. Alfred Hendricks, Westfälisches Museum für Naturkunde des LWL, Münster
· Prof. Dr. Heinz Günter Horn, NRW-Ministerium für Bauen und Verkehr
· Dr. Gabriele Isenberg, Westfälisches Museum für Archäologie des LWL, Münster
· Prof. Dr. Thomas Litt, Paläontologisches Institut der Universität Bonn
· Prof. Dr. Jürgen Richter, Inst. für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln
· Josef Tumbrink, Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Bonn

Einbettung in das Gesamtprojekt 'Neanderthaler und Co.'

Anlass für die Ausstellung ist das 150-jährige Jubiläum der Entdeckung des Neandertalers in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit dem Rheinischen Landesmuseum Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Neanderthal Museum in Mettmann werden unter dem Projekttitel "Neanderthaler und Co." die neuesten Forschungen und Erkenntnisse über den weltberühmten Urmenschen vorgestellt. Die Schirmherrschaft für das Gesamtprojekt haben der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, und die UNESCO übernommen.

Das Gesamtprojekt besteht aus der Sonderausstellung 'Roots//Wurzeln der Menschheit' im Rheinischen Landesmuseum Bonn, der Sonderausstellung 'Klima und Mensch' im LWL-Museum für Archäologie in Herne und der Neugestaltung des Neanderthal Museums in Mettmann zusammen mit der Sonderausstellung 'Neanderthaler.Hautnah'. Ein Workshop in Mettmann und ein internationaler Kongress an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ergänzen die Ausstellungsprojekte.

Sonderausstellung "Klima und Mensch. Leben in Extremen": 30.Mai 2006 bis 30.Mai 2007
Westfälisches Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-0

www.klimaundmensch.de
www.museum-herne.de

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
geschlossen 24. und 25. Dezember und am 1. Januar

Eintrittspreise:
Eintrittspreise Sonderausstellung "Klima und Mensch":
5,00 € Erwachsene
4,00 € Erwachsene in Gruppen ab 16 Personen
3,00 € Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre), Schülerinnen und Schüler
2,00 € Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder Programm im Rahmen einer Lehrveranstaltung (2 Begleitpersonen frei)
3,00 € Ermäßigungsberechtigte*
11,00 € Familien

Kombiticket für Dauer- und Sonderausstellung
7,00 € Erwachsene
6,00 € Erwachsene in Gruppen ab 16 Personen
4,00 € Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre), Schülerinnen und Schüler
3,00 € Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder Programm im Rahmen einer Lehrveranstaltung (2 Begleitpersonen frei)
4,00 € Ermäßigungsberechtigte*
15,00 € Familien
Kombiticket für drei Ausstellungen des Projekts "Neanderthaler und Co."
15,00 € Erwachsene
Klima und Mensch. Leben in Extremen: Westfälisches Museum für Archäologie, Herne
Hautnah. Neanderthaler: Neanderthal Museum, Mettmann. 4. Mai bis 24. September 2006
Roots. Wurzeln der Menschheit: Rheinisches Landesmuseum Bonn, 8. Juli bis 19. November 2006



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel: 0251 591 235, frank.tafertshofer@lwl.org
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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