LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 28.03.06

Foto zur MitteilungDie kleinen Teilnehmer bekommen einen Einblick in das Leben der Jäger vor 10 000 bis 12 000 Jahren. Foto: LWL

Foto zur MitteilungBlick in die Dauerausstellung des Archäologiemuseums.
Foto: LWL/Menne


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Presse-Infos | Der LWL

Rentierjäger der Steinzeit
Familiensonntag im Archäologie-Museum in Herne

Bewertung:

Herne (lwl). Am 2. April bietet das Westfälische Museum für Archäologie ab 14 Uhr im Rahmen eines Familiensonntags das Programm "Die Rentierjäger vom Hohlen Stein - Eine Jagdstation in der Steinzeit" an. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren können an diesem Tag im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ihre Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen unter Beweis stellen. Mit Hilfe von Hörspielen erfahren sie, wie eine Jagd in der Steinzeit ablief. Für Erwachsene gibt es um 14 Uhr und um 16 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung des Museums, bei der die Besucher die Spuren der Menschen aus den letzten 250 000 Jahren verfolgen können.

Vor etwa 12 000 Jahren befand sich Europa in einer langandauernden Kälteperiode. Um unter diesen Bedingungen zu überleben, musste sich der Mensch dem Klima anpassen. Eine erfolgreiche Jagd war wichtig, denn die erlegten Tiere boten nicht nur Nahrung, sondern lieferten auch Material für verschiedene Alltagsgegenstände. Eine begehrte Jagdbeute waren Rentiere. Das Rentier ist die einzige Hirschart Europas, bei der auch die Weibchen ein Geweih tragen. Die eiszeitlichen Jäger aßen das Fleisch, stellten aus dem Fell Kleider her und fertigten Werkzeuge und Schmuck aus dem Geweih an.
Eine Momentaufnahme aus dem Leben dieser Menschen bieten Funde aus der Höhle vom Hohlen Stein bei Rüthen-Kallenhardt (Kreis Soest). Die Funde in der Höhle, die damals als Jagdstation genutzt wurde, beweisen die optimale Anpassung des Menschen an seine Umwelt.

Die jungen Teilnehmer erfahren Interessantes über die Entstehung der steinzeitlichen Werkzeuge und bekommen einen Überblick über das Leben in der Zeit von vor 10 000 bis 12 000 Jahren. Ein Hörbeitrag rekonstruiert eine Jagdszene in der Nähe der Höhle und schildert die Situation der Steinzeitmenschen vor der Jagd: Die letzten Vorräte sind aufgebraucht und von dem Erfolg der Jagd hängt ab, ob die Gruppe in nächster Zeit Hunger leiden muss oder nicht. Ob die Jagd erfolgreich sein wird? Höhepunkt der Veranstaltung ist ein Bogenschießen, bei dem die Kinder ihr Geschick testen können.

Zeitgleich können Erwachsene an Führungen durch die Dauerausstellung des Museums teilnehmen, wenn es um 14 und 16 Uhr heißt "gesucht. gefunden. ausgegraben.". Der Rundgang folgt den Spuren der Menschen in Westfalen, die sie im Laufe von über 250 000 Jahren hier hinterlassen haben. Im Zeitraffer geht es durch die Geschichte, durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen Grabanlagen und den Hinterlassenschaften der frühen Bauern. Zeugnisse der frühchristlichen Glaubenswelt und mittelalterliche Lebensformen sind weitere Stationen auf dem Weg bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Krieges vor Augen führt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, zu zahlen ist nur der Museumseintritt.

Termine:
2. April 2006, Familiensonntag:
"Die Rentierjäger vom Hohlen Stein - Eine Jagdstation in der Steinzeit": Veranstaltung für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren ab 14 Uhr
"gesucht. gefunden. ausgegraben.": Führungen für Erwachsene um 14 Uhr und 16 Uhr

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
www.landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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