LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 16.01.06

Foto zur MitteilungBlick in die Landesausstellung.
Foto: LWL/Brentführer.


Foto zur MitteilungNeandertaler-Werkzeuge aus Salzkotten-Oberntudorf.
Foto: LWL/Brentführer.


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Presse-Infos | Der LWL

"Archäologie zum Anfassen": Eigenwillige Neandertaler in Salzkotten

Bewertung:

Herne (lwl). Am Donnerstag (19. Januar) findet im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne zum letzten Mal die Veranstaltung "Archäologie zum Anfassen" statt, bevor die Landesausstellung "Von Anfang an" am 5. Februar schließt. Die Besucher können noch einmal aus erster Hand von den Fachleuten erfahren, was sich an den Fundplätzen zugetragen hat: Dr. Michael Baales, Archäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), stellt ab 19 Uhr direkt in der Ausstellung zwei steinzeitliche Fundstellen vor.

In Salzkotten-Thüle (Kreis Paderborn) fanden Archäologen Funde aus der Altsteinzeit. Vor knapp 15 000 Jahren siedelten hier Jäger und Sammler und hinterließen Feuersteinwerkzeuge. Diese so genannten Federmesser sind die frühesten sicheren Belege für das Jagen mit Pfeil und Bogen in unserer Region. Die Jäger klebten die Messer mit Birkenpech an den Pfeilschaft. Über 2400 Steinwerkzeuge fanden die LWL-Archäologen hier. Obwohl die Auswertungen noch nicht ganz abgeschlossen sind, kann Baales bereits einiges über die Lebensweise der Steinzeitmenschen berichten.

Der andere Fundplatz bei Salzkotten-Oberntudorf (Kreis Paderborn) befindet sich zwar in unmittelbarer Nähe, ist aber 45 000 Jahre älter. Hier hinterließen Neandertaler ihre Spuren. Auch hier fanden die Ausgräber Steinwerkzeuge, jedoch waren sie nicht aus dem heimischen Feuerstein gefertigt. Warum die "Oberntudorfer" vor 60. 000 Jahren einen anderen Stein benutzten, wo er herkam und welche Arbeiten sie mit ihren eigenwilligen Werkzeugen verrichteten, ist Thema des Gesprächs.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es ist lediglich der Eintrittspreis für die Sonderausstellung zu entrichten.

Termin:
19.1., 19 Uhr: Archäologie zum Anfassen - Neues von Jägern und Sammlern

Kosten:
Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis: Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1, 44623 Herne,
Tel. 02323 94628-0, www.landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235 und Jana Sager, Tel.: 0251 5907-287
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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