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Mitteilung vom 14.11.05

Foto zur MitteilungFamilie Rusch mit dem Porträt des Bergmanns Wilhelm Rusch: v.r.n.l.: Sohn Wolfgang Rusch, Enkelin Silke Rusch sowie die Töchter Alwine Rusch und Angelika Vollmar.
Foto: LWL


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Lebendige Erinnerung im Industriemuseum Zeche Hannover
Enkel entdecken Großvater auf Porträtwand der Bergarbeiter

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Bochum (lwl). "Altes Eisen" heißt die Installation des Bochumer Künstlers Marcus Kiel, die 128 Porträts von ehemaligen Bergleuten in der Maschinenhalle des Westfälischen Industriemuseums Zeche Hannover zeigt. Dank des Engagements der Familie Vollmar aus Bochum bekommt heute ein weiteres bisher unbekanntes Gesicht seinen Namen und seine Geschichte.

Der Medizinstudent Patrick Rusch hatte bei einem Besuch der Zeche Hannover ein Bild seines Großvaters Wilhelm Rusch auf der Porträtwand entdeckt. Gemeinsam mit dem Museum hat die Familie nun die Lebensgeschichte des Hordeler Bergmanns erforscht. Heute (14.11.) erhielt das Porträt im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sein Namensschild.

Wilhelm Rusch, Jahrgang 1913, entstammt einer alten Bergmannsfamilie. Als Sohn eines Elektromeisters im Zechenbetrieb folgte er dem Vorbild seines Vaters und nahm 1933 eine Anstellung als Elektriker auf der Zeche Hannibal an. Nach seiner Ausbildung zum Elektrosteiger konnte Wilhelm Rusch ab 1947 die Gesamtleitung des Kraftwerks der Zechen Hannover und Hannibal übernehmen. Bis zur Stilllegung der Zeche Hannover 1973 war Wilhelm Rusch als Elektroobersteiger für die gesamten elektrischen Anlagen der Zechen und Kokerei Hannover - Hannibal verantwortlich. Als Kirchenvorstand der katholischen Herz-Jesu Gemeinde wie auch als aktives Mitglied in der Gesellschaft Harmonie prägte Wilhelm Rusch das gesellschaftliche Leben in Hordel, das bis Mitte der 1970er Jahre eng mit der Zeche Hannover verbunden war.

"Die Zeche war sein Leben", erinnert sich Wolfgang Rusch an seinen Vater, der besonders stolz auf die Einrichtung der vollautomatischen Skip-Förderanlage der Zeche Hannover war. Entsprechend hart traf den Elektroobersteiger die Stilllegung "seiner" Zeche und der weitgehende Abriss der Anlagen.
Für die Enkelgeneration bedeutet die Zeche Hannover heute immer noch ein Stück Heimat: "Mein Großvater hat mir immer von der Zeche erzählt und alles gezeigt", erinnert sich Enkelin Silke Rusch. Sie freut sich mit der gesamten Familie, das ihr Großvater in der Porträtwand der Zeche Hannover einen Ehrenplatz erhalten hat.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
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