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Mitteilung vom 18.08.05

Foto zur MitteilungAm Haken: Der Güterwaggon für die Ausstellung "Aufbau West".
Foto: Hudemann/LWL


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"Schwebebahn" auf der Zeche Zollern II/IV
Ausstellungsvorbereitungen laufen auf Hochtouren

Bewertung:

Dortmund (lwl). In eine "Schwebebahn" verwandelte sich am Donnerstag (18.8.) ein historischer Güterwaggon, den ein Spezialkran im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV an den Haken nahm (s. Foto). Der über 80 Jahre alte Waggon wurde aus dem Depot auf das Freigelände hinter dem historischen Werkstattgebäude gebracht. Dort wird er Teil der Ausstellung "Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab 18. September in seinem Dortmunder Museum zeigt.

Der Güterwaggon - zuletzt eingesetzt bei der Ruhr-Lippe-Eisenbahn im Sauerland - entspricht vom Typ den Waggons, die im 20. Jahrhundert tausendfach zur Deportation und Vertreibung eingesetzt wurden. Im seinem Inneren werden 39 Fußspuren aufgemalt: Sie stehen für sieben Männer, zwölf Frauen und 20 Kinder aus Voigtsdorf in Schlesien, die im Mai 1946 aus ihrem Dorf vertrieben und in einem Güterwaggon in den Westen gebracht wurden. Die Voigtsdorfer waren fast einen Monat unterwegs, bis sie im Münsterland ankamen. Sanitäre Einrichtungen gab es nicht im Waggon, nicht einmal einen Eimer.

Insgesamt kamen nach 1945 zehn Millionen Flüchtlinge und Vertriebene in die westlichen Besatzungszonen. Im Hauptteil der Ausstellung in der Alten Werkstatt zeigt das Museum anhand von 800 Exponaten und 40 Lebensgeschichten, wie Arbeitskräfte, Know-how und Unternehmergeist aus dem Osten zum hiesigen Wirtschaftswunder beigetragen haben.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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