LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 05.08.05

Foto zur MitteilungEhemalige Bewohner der Häuser am Rübenkamp, 1999.
Foto: Brigitte Krämer


Foto zur MitteilungDie Häuser des Westfälischen Industriemuseums "Am Rübenkamp" im heutigen Zustand.
Foto: Annette Hudemann (WIM)


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Presse-Infos | Der LWL

Von Stratenhoff bis Arslan: Drei Bergarbeiterhäuser in Bochum
Foto-Ausstellung im LWL-Industriemuseum

Bewertung:

Bochum (lwl).Geschichte der drei Siedlungshäuser "Am Rübenkamp" und ihrer Bewohner erzählt das Westfälische Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum ab Sonntag (7.08.) in einer Foto-Ausstellung von Brigitte Krämer. Die Ausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt den Alltag der Bewohner in privaten Erinnerungsfotos der 1950er und 60er Jahre. Eine Serie der Fotografin Brigitte Krämer gibt Einblicke in das Leben der letzten Bewohner der Häuser um 1999. Das größte Ausstellungsstück ist das Haus "Am Rübenkamp 6", das im Rahmen von Führungen nach der Restaurierung erstmals wieder zugänglich gemacht wird.

"Das Schicksal der Bergarbeitersiedlung spiegelt wichtige Etappen der Entwicklung der Region wider", erklärt Museumsleiter Dietmar Osses. 1891 vom Steiger Henrich Stratenhoff und anderen erbaut, dienten die Häuser nahe der Zeche Hannover zunächst als komfortables Eigenheim für leitende Bergleute und gewinnbringendes Vermietungsobjekt zugleich. Bis 1911 übernahm die expandierende Zeche die Häuser. Zunehmend fanden auch Zuwanderer aus Ostpreußen und Schlesien als Kostgänger in den Zechenhäusern Unterkunft.

Nach Beseitigung von Kriegsschäden zogen in den 1950er Jahren meist junge Familien in die renovierten Häuser. Sie bildeten über zwei Jahrzehnte eine enge Gemeinschaft.

Nach Stilllegung der Zeche Hannover 1973 vergab die Wohnungsverwaltung die schlicht ausgestatteten Häuser zunehmend günstig an ausländische Mieter. Bis 1999 wohnten die türkischen Familien Arslan, Can und Sevim in den mittlerweile abbruchreifen Häusern.

Vom Westfälischen Industriemuseum als einmaliges Ensemble vor dem Abbruch bewahrt und unter Denkmalschutz gestellt, werden die Häuser seit 2000 behutsam restauriert.

Museumsbesucher können die Ausstellung bis zum 30. Oktober jeweils samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr besichtigen. Führungen können unter Tel. 0234 6100-874 auch außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden. Der Eintritt ins LWL-Industriemuseum ist frei!

Begleitprogramm

So, 7.8., 11 Uhr
Ausstellungseröffnung

So, 28.8., 11-13 Uhr
Führung und Gespräch: Stratenhoff und andere. Bergarbeiterwohnen um 1900. Rundgang mit Museumsleiter Dietmar Osses durch die Ausstellung und die Siedlungshäuser "Am Rübenkamp".

So, 25.9., 11-13 Uhr
Führung und Gespräch: Nicht nur -siks und -ceks. Flüchtlinge und Vertriebene im Ruhrbergbau der Nachkriegszeit.

So, 23.10., 11-13 Uhr
Führung und Gespräch: Arslan, Can und Sevim. Die türkischen Bewohner der Bergarbeitersiedlung "Am Rübenkamp".

Für alle Führungen gilt: Treffpunkt Zechenvorplatz, Anmeldung erwünscht, Eintritt frei!


Fotoausstellung: Von Stratenhoff bis Arslan.
Die Bergarbeiterhäuser "Am Rübenkamp" und ihre Bewohner 1890-1990

7. August (Eröffnung 11 Uhr) bis 30. Oktober 2005
Westfälisches Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251, 44793 Bochum
Geöffnet Sa 14 - 18 Uhr und So 11 - 18 Uhr
Führungen jederzeit nach Voranmeldung unter Tel. 0234 6100-874



Pressekontakt:
Evelyn Zerbe, Westf. Industriemuseum, Tel. 0231 6961-174 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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