LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 09.12.04

Foto zur MitteilungSiegerländer Bauer mit einem Ochsengespann
Foto: LWL


Foto zur MitteilungHubert Schonger drehte den fünfteiligen Westfalen-Film.
Foto: Privat


Foto zur MitteilungZeche und Kokerei im Ruhrgebiet.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungKöhler beim Einrichten eines Holzkohlenmeilers (1930).
Foto: LWL


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Presse-Infos | Der LWL

Ältester Westfalen-Film wiederentdeckt
LWL gibt 75 Jahre alten Film "Durch das schöne Westfalen" neu heraus

Bewertung:

Bad Berleburg/Westfalen (lwl). Jahrzehntelang war es in Vergessenheit geraten: das älteste filmische Gesamtporträt Westfalens. Dank der Arbeit der Filmexperten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind vier der fünf Teile des 1929 veröffentlichten Filmes "Durch das schöne Westfalen" jetzt wieder zu sehen. Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Westfalen-Initiative hat das LWL-Landesmedienzentrum die alten Filmrollen restauriert, den Film vertont und mit Hilfe der originalen Zwischentitel kommentiert. Am Mittwoch (08.12.) feierte der Film, den der LWL auf DVD und Videokassette herausgebracht hat, in Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) nach 75 Jahren seine Wiederuraufführung.

"Die Gründe für das frühe filmische Westfalen-Porträt muten modern an: Der Westfälische Verkehrsverband und die Provinzialverwaltung Westfalen, der Vorgänger des heutigen LWL, wollten einerseits auf Westfalen als touristische Region aufmerksam machen, andererseits sollte der Film die regionale Identität stärken, die man in Westfalen durch Pläne zur Neugliederung des Deutschen Reiches bedroht sah", so LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe.

Den Auftrag für das Filmprojekt erhielt der 30-jährige Hubert Schonger, der später zu den bekanntesten Dokumentarfilmern Deutschlands gehörte. Er setzte Westfalens Vielfalt in fünf in sich geschlossenen jeweils 15-minütigen Regionalteilen ins Bild Dabei galt sein Augenmerk nicht nur landschaftlichen und städtebaulichen Sehenswürdigkeiten, sondern auch der wirtschaftlichen und kulturellen Gegenwart der 1920er Jahre. "Aus heutiger Sicht faszinieren uns besonders die Sequenzen, die inzwischen längst vergangene Arbeits- und Lebenswelten zeigen: das Schaffen der Bergleute unter Tage, die Schieferverarbeitung und den Arbeitsalltag eines Köhlers im Wittgensteiner Land, das Wanderleben der Jugendbewegung, ein Tierschaufest und vieles andere mehr", so Teppe.

1929 feierte der Film in einem der größten Filmtheater Berlins eine glanzvolle Premiere. "Westfalenland in unseren Gedanken grau in grau, zeigt hier buntwechselnde Seiten in solch einer Fülle und Mannigfaltigkeit, dass es schwer fällt, auf einzelnes einzugehen. Der Westfälische Verkehrsverband hat mit diesem Film einen Kulturwert geschaffen", lobte die Berliner "Neue Preußische Kreuz-Zeitung". Bei der westfälischen Erstaufführung im Provinziallandtag, dem damaligen Westfalenparlament, waren die Politiker so begeistert, dass sie darauf bestanden, den ganzen Film zu sehen, obwohl eigentlich nur geplant war, drei Teile zu zeigen. Ähnlich erfolgreich war der Film bei seiner Tournee durch alle größeren Städte Westfalens. Außerdem war er in Köln, Dresden, Hamburg, Budapest, Wien Oslo und sogar in Brasi-lien zu sehen.

Doch allmählich geriet der Film in Vergessenheit, die Filmrollen schienen in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verloren gegangen zu sein. "Deshalb haben wir uns auf die Suche nach diesem regional-geschichtlich sehr wertvollen Film gemacht.

Tatsächlich ist es uns gelungen, vier Teile wieder zusammen zu stellen", freut sich Dr. Markus Köster, Leiter des Westfälischen Landesmedienzentrums. Aus verschiedenen Fragmenten, die offenbar als Arbeitskopien gedient hatten, ließen sich die Teile "Um Ruhr und Lippe", "Sauerland, Siegerland und Wittgensteinerland", Das Sauerland und die Soester Börde" sowie "Teutoburger Wald und Weserbergland" vollständig rekonstruieren. Lediglich der Teil "Das Münsterland" blieb verschollen.

Durch das schöne Westfalen
Ein Film von Hubert Schonger aus dem Jahr 1929
DVD oder VHS mit 60-minütigem Film
Preis: DVD: 14,90 Euro, VHS: 9,90 Euro (zzgl. 2,60 Euro Versand),
Schulen und Vereine, die auch das Vorführrecht erwerben wollen, zahlen 45 Euro
für die DVD und 35 Euro für den Videofilm.
Bezug: Westfälisches Landesmedienzentrum, Warendorfer Str. 24, 48133 Münster,
Tel.: 0251 591-3902, medienzentrum@lwl.org



Pressekontakt:
Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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