LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 06.01.15

Foto zur MitteilungDas Logo der Kulturagenda Westfalen.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungLWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale (links), Kulturberater Reinhart Richter und Dr. Yasmine Freigang, Projektleiterin "Kultur in Westfalen", bei der Vorstellung der Publikation der Kulturagenda Westfalen.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungAn der Abschlusstagung zur Kulturagenda Westfalen im Februar 2014 nahmen über 360 Kulturakteure teil.
Foto: LWL/Althaus


Foto zur MitteilungDie Ergebnisse der Planungsphase der Kulturagenda Westfalen sind in der aktuellen Publikation festgehalten.
Foto: Kreis Höxter


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Presse-Infos | Kultur

LWL unterstützt Kultur in westfälischen Städten und Kreisen

Kulturagenda Westfalen veröffentlicht Abschlussbericht

Bewertung:

Münster/Westfalen (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat eine Publikation zum Abschluss der "Kulturagenda Westfalen" veröffentlicht. Die 164-seitige Broschüre soll mit einem Methodenleitfaden anderen Städten, Gemeinden und Kreisen helfen, die ebenfalls eine konzeptgestützte und beteiligungsorientierte Kulturpolitik entwickeln wollen. In dem vom LWL moderierten Modellprojekt hatten in den vergangenen beiden Jahren zwei Kreise und elf Städte in Westfalen-Lippe Kulturplanungsprozesse begonnen. Der Sammelband dokumentiert und bewertet den bisherigen Stand der neun Pilotprojekte.

Als Pilotkommunen an der Kulturagenda Westfalen beteiligt waren die Kreise Höxter und Olpe, die Städte Freudenberg (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Hagen, Lippstadt (Kreis Soest), Hattingen und Witten (beide Ennepe-Ruhr-Kreis) sowie eine Kooperation der Städte Ahlen und Beckum (Kreis Warendorf) und das Kooperationsprojekt "Oben an der Volme" aus Halver, Kierspe, Schalksmühle und Meinerzhagen (alle Märkischer Kreis). Beraten und moderiert wurden die Projekte vom Osnabrücker Kulturberater Reinhart Richter.

In den angestoßenen Kulturentwicklungsprozessen haben die beteiligten Städte und Kreise in jeweils etwa einem halben Jahr kulturpolitische Ziele und konkrete Maßnahmen für deren Umsetzung erarbeitet. Die für die "Kulturagenda Westfalen" erarbeitete Methode setzt dabei auf ein hohes Maß an Beteiligung. Nicht nur Kulturverantwortliche waren an den Planungen beteiligt, sondern auch Kulturschaffende und -förderer sowie städtische und freie kulturelle Einrichtungen, Vereine und andere Organisationen. Auch alle Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, in fünf aufeinander aufbauenden Workshops ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen.

"Stärken bei diesem Prozess sind die hohe Wertschätzung und der gegenseitige Respekt aller Beteiligten. In diesen Kommunen ist Kultur jetzt für alle Beteiligten ein Thema", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale bei der Vorstellung der Publikation. "Die Kulturagenda Westfalen ist das erste strategische Projekt des LWL im Kulturbereich, das sich über ganz Westfalen-Lippe erstreckt. Etliche Kommunen haben schon davon profitiert. Wir freuen uns, dass es noch weitere Kommunen gibt, die die Kultur bei sich zukunftsfest machen wollen", so Rüschoff-Thale weiter.

Ein wichtiges Ziel der "Kulturagenda Westfalen" ist es, kulturpolitische Diskussionen vor Ort anzustoßen und zu unterstützen. Dafür bietet die Publikation nicht nur eine Dokumentation und zusammenfassende Bewertung der neun Pilotprojekte, sondern auch einen Methodenleitfaden. "Der Leitfaden ist für alle Kommunen gedacht, die daran interessiert sind, in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum und unter Beteiligung möglichst vieler Akteure einen Kulturentwicklungsprozess durchzuführen", so Kulturberater Reinhart Richter, der das Verfahren entwickelt hat.

Mit der Umsetzung der Planungen haben viele Pilotkommunen im vergangenen Jahr begonnen. So hat der Kulturausschuss der Stadt Lippstadt bereits im April 2014 Förderrichtlinien für freie Kulturschaffende beschlossen. Im Kreis Höxter gibt es seit dem letzten Sommer eine Kulturmanagerin, die sich um die Koordination, Vernetzung und Beratung der Kulturschaffenden kümmert. Zurzeit erarbeitet sie eine Kommunikationsplattform im Internet. In Witten wird ein Kulturbeirat vorbereitet. Dieses Gremium soll Politik und Verwaltung beraten und eine Plattform für die weitere kulturpolitische Entwicklung sein.

Aus der Zusammenarbeit der Kommunen hat sich außerdem das "Netzwerk Kulturplanung" gebildet, indem sich die Pilotkommunen mit weiteren interessierten Kommunen über ihre Kulturentwicklungsprozesse austauschen. Moderiert wird das Netzwerk vom Projektteam "Kultur in Westfalen" unter dem Dach des LWL.

Als Modellprojekt für Nordrhein-Westfalen insgesamt ist die Veröffentlichung vom Land NRW gefördert worden. Die Kulturagenda Westfalen selbst wurde möglich durch die Unterstützung der LWL-Kulturstiftung, der Sparda-Bank Münster und die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung.

Bibliographische Angaben:
Die Kulturagenda Westfalen. Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe.
Herausgegeben von der LWL-Kulturabteilung, Yasmine Freigang und Barbara Rüschoff-Thale. Ardey-Verlag GmbH, Münster 2014. 164 Seiten. ISBN 978-3-87023-373-0. 9,90 Euro.



Pressekontakt:
Moritz Leetz, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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