LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 26.11.12

Foto zur MitteilungDer Leiter des LWL-Museums für Archäo-logie, Dr. Josef Mühlenbrock, hält den 13. Kristallschädel in seinen Händen.
Foto: LWL/Rösler


Foto zur MitteilungDie Schädel aus Bergkristall sollen vor dem Weltuntergang schützen, der laut Maya-Kalender im De-zember 2012 eintreten soll.
Foto: Michael Peuster


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Presse-Infos | Kultur

Kristallschädel schützt gegen Weltuntergang

LWL-Museum zeigt besonderes Exponat in der Schau "Schädelkult"

Bewertung:

Herne (lwl). Schädel lösen eine Faszination auf der ganzen Welt aus, daher sind sie von Mythen umgeben. Kristallschädel retten beispielsweise die Welt vor dem Untergang, heißt es. Seit dem 17. November (bis 14. April 2013) zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem LWL-Museum für Archäologie in Herne einen von 13 existierenden Kristallschädeln (Ausstellung "Schädelkult - Mythos und Kult um das Haupt des Menschen").

Schutz vor dem Untergang?

"Die Kristallschädel, die fälschlicherweise dem Volk der Maya zugeschrieben werden, gehören zu den populärsten Schädelkult-Objekten", erklärt LWL-Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Sie und ihr mysteriöser Ursprung finden viele Anhänger, die glauben, dass laut Maya-Kalender dieses Jahr, am 21. Dezember, die Welt untergeht. Das könne nur verhindert werden, wenn alle 13 angeblich existierenden Kristallschädel in einer festgelegten Form aufgestellt.

Archäologen gehen heute jedoch davon aus, dass diese Schädel nicht im Sonnenreich der Mayas entstanden sind, sondern womöglich im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein. Dort wurde der Schädel aus der Sonderausstellung angefertigt, denn mit ihren Werkzeugen aus Stein und Holz, wären die Zentralamerikaner nicht in der Lage gewesen, den harten Bergkristall in diese anatomische Form zu bringen. Renommierte Einrichtungen wie das British Museum in London, der Palais du Trocadéro in Paris (heute Musée de l‘Homme) oder königliche Sammlungen in ganz Europa fragten in den 1860er Jahren verstärkt mexikanische Kunst- und Kulturobjekte nach. Die archäologischen Forschungen waren in Mexiko jedoch noch lange nicht ausgereift.

Die Nachfrage machte es dem bekannten französischen Antiquar Eugène Boban (1834-1908) möglich, bei der Weltausstellung 1867 in Paris, zwei dieser besonderen Kristallschädel aus Mexiko zu präsentieren und im Verlaufe der Jahre an die interssierten Museen zu verkaufen.

Dass die Objekte nicht von den Mayas angefertigt wurden, ergaben Untersuchungen: die Schädel wurden mit mechanischen Geräten hergestellt, die den Mayas unbekannt waren und im mittelamerikanischen Raum existieren keine Kristallbrocken in der nötigen Größenordnung. In Europa hingegen gab es drei Regionen (Mailand, Paris und das rheinland-pfälzische Idar-Oberstein), die das Wissen und die notwendige Technik für die Herstellung dieser Kristallschädel besaßen. Vieles spricht für Idar-Oberstein, denn dort gab es Ende des 19. Jahrhunderts die besten Edelsteinschleifer. Hinzu kommt, dass Idar-Oberstein weit entfernt von den Metropolen Mailand und Paris liegt und dort die Herstellung unentdeckt bleiben konnte.

Besondere Aktion zum Weltuntergang

Am 20. Dezember, um 22.30 Uhr, findet eine Taschenlampenführung durch die Sonderausstelung "Schädelkult" statt. Sie endet um Mitternacht vor dem Kristallschädel, so dass die Besucher gemeinsam das Anbrechen des "neuen Zeitalters" erleben.
Kosten: 5 Euro pro Person inklusive Eintritt
Dauer: 1,5 Stunden
Termin: 20. Dezember 22.30 Uhr

Voranmeldung unter 0232394628-20/24


Achtung: Zu dieser Ausstellung gibt es Filmmaterial unter:

http://www.lwl.org/LWL/Der_LWL/PR/tv_audioservice/Filme_Kultur/schaedelkult_ausstellung

Besuchen Sie uns im Internet!

http://www.schaedelkult.lwl.org



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Verena Rösler, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Europaplatz 1
44623 Herne
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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