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Mitteilung vom 24.08.11

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Presse-Infos | Soziales

Ein neuer Film des LWL

Hotel Aspethera in Paderborn - Ein "Drei Sterne Superior"-Haus als Integrationsunternehmen

Bewertung:

Das Thema des aktuellen Films:

Paderborn (lwl).
Sobald Gäste das Haus betreten, schenkt ihnen Bettina Rehaag ein Lächeln. Sie blickt von ihrer Tastatur auf, begrüßt die Ankommenden und checkt sie mit zwei, drei routinierten Fragen in ihre Zimmer ein. Die 27-Jährige sitzt an der Rezeption des Hotels Aspethera am Rande der Paderborner Innenstadt - im Rollstuhl. Bettina Rehaag leidet an einer Spastik, seitdem sie als Frühchen zur Welt kam. Hier, in dem vor fünf Jahren entstandenen 57-Zimmer-Haus, hat sie etwas gefunden, was sie schon länger gesucht hat. "Nach meiner Ausbildung als Kauffrau für Bürokom-munikation wollte ich mit und für Menschen arbeiten", sagt sie und schaut selbstbewusst durch ihre eckige Brille. Mit einer beiläufigen Handbewegung fährt die junge Frau ihren Rollstuhlsitz ein wenig nach oben, um den nächsten Gästen auf Augenhöhe zu begegnen. Wieder grüßt sie freundlich und erklärt dem Ehepaar, wo es zum Paderborner Dom geht.

Bettina Rehaag arbeitet in einem ganz besonderen Hotel. Das stilvolle Haus mit dem fast original belassenen Stiftskeller gehört der selbstständigen kirchlichen Stiftung Kolping-Forum Paderborn, die das gastliche Haus auf unübliche Weise führt. "Wir haben die Aufgabe, benachteiligte Menschen auszubilden. Das Hotel ist dabei das Mittel zum Zweck", sagt Stiftungsvorsitzende Regina Schafmeister. "Gleichzeitig steht das Wohl der Gäste im Vordergrund. Sie dürfen im besten Fall gar nicht merken, dass hier etwas anders ist."

Das ist nicht so trivial, wie es klingt, bildet doch das Aspethera-Hotel, das mit "Drei Sterne Superior" eingestuft ist und damit alle Voraussetzungen für vier Sterne erfüllt, mit Hilfe unterschiedlicher Hotelfachkräfte, aber auch sozialpädagogischen Fachleuten rund 30 benachteiligte Jugendliche aus. Zudem bietet die Stiftung Berufsvorbereitungsmaßnahmen an. "Wir unterstützen junge Frauen und Männer aus Problemfamilien, oft mit Migrationshintergrund, sowie mit Lernschwächen", so Schaf-meister.

Wie alles anfing
"Wir hatten zu Anfang gar nicht vor ein Integrationsunternehmen aufzubauen", erinnert sich Schafmeister. "Als wir aber einen Praktikanten mit Down Syndrom hatten, der nur als Ausnahme geplant war, haben wir eine wirklich beeindruckende Erfahrung gemacht: Unsere Jugendlichen merkten plötzlich, dass es Menschen gibt, die noch mehr Hilfe als sie benötigen. Wir hatten alle den Eindruck, dass sich die Stimmung unter den Jugendlichen dadurch stark zum Positiven verändert hat."

Die Stiftung, die in dem Gebäude unweit des Paderborner Doms auch Büros vermietet und Tagungsräume anbietet, entwickelte aus dem Zufallspraktikum einen weiteren Arbeitsbereich. Die gehörlosen, psychisch und körperlich behinderten und sehbehinderten Menschen putzen Zimmer, kochen in der Küche, sind im Service des Restaurants tätig oder an der Rezeption - wie Bettina Rehaag. Ihr Arbeitsplatz unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von üblichen Hotelempfängen. Doch das Büro dahinter ist etwas großzügiger, damit neue Kräfte leichter eingelernt werden können. Auch die Küche ist deutlich geräumiger, und es sind überdurchschnittlich viele Servicekräfte im Einsatz.

"Wir haben überdurchschnittlich gute Bewertungen in den Hotelportalen und bei den Gästebefragungen - was ja auch die Qualität unserer Arbeit zeigt", sagt Mechtilde Dirks, die wie ein gutes Dutzend ihrer nichtbehinderten Kolleginnen und Kollegen in ihrer Freizeit einen Gebärdensprachkursus macht, um sich besser mit den gehörlosen Mitarbeitern absprechen zu können.


Achtung Redaktionen: Ein neuer Film des LWL

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

mit dieser Mail kündigen wir Ihnen einen neuen Film des LWL an, den Sie in Gänze oder in Teilen für Ihre Arbeit nutzen können. Auf den Internetseiten unseres TV- und Audioservices http://www.lwl.org/tvaudio haben wir für Sie den Film und das dazugehörige Footage-Material in verschiedenen Formaten bereit gestellt.
Direkt zum Film kommen Sie unter folgendem Link:
http://www.lwl.org/023-download//Internetversionen/Aspethera/MOV/LWL26_Aspethera.mov



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Integrationsamt Westfalen
Von-Vincke-Str. 23-25
48143 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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