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Die Wewelsburg 1933 - 1945

Art.Nr.: WB 3-500151
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Die Wewelsburg 1933 - 1945

SS-Größenwahn und KZ-Terror

CD-ROM mit Begleitheft, 2007 (WB 3)

Etwa 20 Kilometer südwestlich von Paderborn liegt hoch über dem Almetal die von 1603 bis 1609 erbaute Wewelsburg. Die Lage der ursprünglich fürstbischöflichen Anlage, die außergewöhnliche Form als Dreiecksschloss und ihre wechselhafte Geschichte erregten das Interesse von Heinrich Himmler, Reichsführer der SS. 1934 mietete die SS dieses Schloss vom Kreis Büren an. Ursprünglich als „Reichsführerschule“ gedacht, wurde die Wewelsburg seit 1936 zum ideologischen Zentrum und zur Repräsentationsstätte der SS-Gruppenführer ausgebaut. Seit 1941 wurde die gesamte Gemarkung überplant, so dass das gleichnamige Dorf bei einer Umsetzung der Pläne verschwunden wäre.

1939 wurde das Konzentrationslager in Wewelsburg eingerichtet, um in einer Zeit zunehmenden Arbeitskräftemangels für das wichtigste Bauprojekt der SS Häftlingsarbeiter zur Verfügung zu haben. Zu dieser Zeit bestand aufgrund der Kriegsvorbereitungen im Bausektor bereits erheblicher Mangel an Arbeitern und die SS nutzte die Situation in doppelter Weise. Einmal erwirkte sie den Bau und Ausbau weiterer Konzentrationslager und zum anderen verband sie diese Lager mit SS-Wirtschaftsbetrieben bzw. Arbeitsmöglichkeiten. Konzentrationslager erhielten damit neben der strafenden und isolierenden Wirkung gegenüber dem politischen Gegner eine wirtschaftliche Funktion.

Im Sommer 1940 begannen die Häftlinge ein neues Lager in der Gemarkung Niederhagen zu errichten. Obgleich die eigentliche Burg weiterhin das Zentrum der Intentionen Himmlers blieb, weiteten sich die Bauarbeiten aus, so dass die Baustellen bald über das gesamte Dorf verteilt waren. Zu Beginn legte die SS wenig Wert auf Tarnung und zumindest in der Anfangsphase betrachtete der überwiegende Teil der ortsansässigen Bevölkerung die Lagerinsassen als Sträflinge, die durch erzwungene Arbeit ihre Verbrechen sühnten.

1941 wurde das Lager in das selbständige „Konzentrationslager Niederhagen“ umgewandelt. Den Namen soll Himmler selber ausgesucht haben, um keine Gedankenverbindung zwischen KZ und Burg aufkommen zu lassen. Niederhagen war das kleinste staatliche Konzentrationslager, bis es wegen der kriegsbedingten Einstellung der Bauarbeiten 1943 aufgelöst wurde.

Aus sich heraus hat das Dorf Wewelsburg nach dem Krieg zu keiner bewussten Haltung gegenüber seiner Vergangenheit von 1933 bis 1945 und ihren Opfern gefunden. Verschwiegen wurde das eigene, individuell erlittene Leid und geschwiegen wurde über das wahrgenommene Leid der KZ-Häftlinge. Erst durch Anstöße von außen gelang es den Wewelsburgern, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zusetzen. Seit 2000 steht ein Mahnmal auf dem ehemaligen KZ-Gelände.

Diese CD-ROM ist in enger Zusammenarbeit zwischen dem LWL-Medienzentrum für Westfalen und der Gedenkstätte in Wewelsburg entstanden. Es ist je ein deutschsprachiges und englischsprachiges Textheft gedruckt. Die CD-ROM hingegen ist einheitlich und beinhaltet beide Sprachversionen.

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