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Elise von Hohenhausen

Geboren am 4. November 1789 in Waldau bei Kassel als Tochter des Generals und Militärschriftstellers Adam Ludwig von Ochs. Wuchs in ländlicher Umgebung im elterlichen Pfarrhaus in Waldau auf. Als 10jährige erste, von der Familie nicht geduldete literarische Versuche. 1809 auf Betreiben ihrer Mutter Heirat mit Leopold von Hohenhausen, damals Unterpräfekt in Eschwege (eine mehr oder minder mißglückte Konvenienzehe, Belemann). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Sophie (1810-1841), Elise Friederike (_Elise Rüdiger) und Carl (1816-1834). Umzug von Kassel ins Schloß zu Eschwege. Durch Versetzung ihres Mannes 1815 Umzug nach Münster und 1816 nach Minden. Als 21jährige, von ihrem Mann gefördert, erste Gedichtveröffentlichungen im Cotta'schen Morgenblatt und 1812/13 in der Zeitschrift für die elegante Welt. 1816 für ihren ersten Gedichtband Frühlingsblumen vom König von Dänemark mit der Großen Goldenen Preismedaille ausgezeichnet. Ab 1817 regelmäßige Mitarbeiterin und maßgebliche Gestalterin des Mindener Sonntagsblatts. Beteiligung an anderen publizistischen Organen. Beginn ihrer Übersetzertätigkeit.

Von 1820 bis 1824 Umzug der Familie nach Berlin. Aufgrund der Mittellosigkeit ihres Mannes, der vergeblich versuchte, eine geeignete Anstellung im Staatsdienst zu erhalten, materielle Versorgung der Familie durch ihre schriftstellerische Arbeit, hauptsächlich durch Übersetzungen. Ab 1822 verkehrten in ihrem bekannten Berliner Literatursalon u.a. Karl Leberecht Immermann, Heinrich Heine, Karl Simrock, Karl August Varnhagen van Ense, Apollonius von Maltiz und Joseph von Eichendorff. Weitere Kontakte, u.a. zu Rahel Varnhagen, Bettina von Arnim, Friedrich de La Motte Fouqué, Adalbert von Chamisso, Helmina von Chézy und Fürst Hermann Pückler-Muskau. 1820 Publikation erster größerer Übersetzungen (Byron). In den 20er Jahren Mitarbeit an einer Byron-Gesamtausgabe in deutscher Übersetzung und endgültiger Durchbruch als geschätzte Übersetzerin (Belemann) durch die Übertragung der historischen Romane Walter Scotts.

Aufgrund des Selbstmordes ihres Sohnes Carl (1834) literarische Umorientierung. Sie vollzog den Wechsel von religiös indolenter, liberaler Weltanschauung zur literarischen Führerin einer "militant geistlichen Restauration". Damit tritt sie in Gegnerschaft zum Jungen Deutschland. (Hänsel 1984). Nach der Rückkehr von Berlin nach Minden erneute Gründung eines literarischen Salons, über den sich ein Kontakt zu Ferdinand Freiligrath ergab. 1844 Pensionierung Leopold von Hohenhausens und Umzug nach Kassel. Nach dem Tode ihres Mannes 1849 Rückkehr nach Minden. Und auch hier traf sie wieder mit schreibenden Frauen zusammen, deren Namen jedoch heute vergessen sind: Luise von François [...], Elise Polko [...], Emmy von Dicklake [...], Chlotilde von François, Luise von Bornstedt (Belemann). 1846 auf einer Reise in Bad Kissingen Gast des Fürsten Pückler-Muskau. 1852 Besuch bei Heine in Paris. Ab 1854 mit ihrer Tochter Elise und deren Mann Wohnung in Frankfurt/O. Verstarb dort am 2. Dezember 1857.

Gilt als Entdeckerin und Förderin Heines, mit dem sie seit 1819 bekannt war. 1839 kurze, im Persönlichen folgenlose Bekanntschaft mit Annette von Droste-Hülshoff. War durch Vermittlung ihrer Tochter Elise nicht unmaßgeblich an der Droste-Rezeption beteiligt (erste Rezensentin einer Gedichtausgabe der Droste). Jene wiederum half 1845, eine Erzählung Elise von Hohenhausens zum Druck in der Kölnischen Zeitung zu befördern. Ihre Tochter Elise publizierte später unter dem Namen ihrer Mutter, wodurch es in der Sekundärliteratur zu manchen Verwechslungen gekommen ist.

Wurde von Christian Dietrich Grabbe in Scherz, Satire und Ironie verspottet.

Pseudonym: Hortensia.

Selbständige Veröffentlichungen: Frühlingsblumen. Gedichte. Münster 1816. VIII, 148S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StA Bielefeld); Neuaufl. Leipzig 1823 – Minden und seine Umgebung, das Weserthal und Westphalens Pforte. Eine kleine topographische Schrift. Minden, Hannover: Hahn 1819. 39S. (Lipp. LB Detmold, StA Bielefeld) [Rez.: Haller Allg. Literatur-Ztg. 1819, Ergänzungsbl. Nr. 127; Beck: Allg. Repertorium 1820, Bd. 2, St. 4, S. 251; Leipziger Allg. Literatur-Ztg. 1821, Nr. 239] – Natur, Kunst und Leben. Erinnerungen, gesammelt auf einer Reise von der Weser zum Rhein und auf einem Ausfluge an die Gestade der Nord- und Ostsee. Altona: Hammerich 1820. IV, 176S. (UB Bonn, StB Essen, StA Bielefeld) [Proben in: Mindener Sonntagsbl. 1818, St. 41; Jg. 1819, St. 38-45; Dresdner Abendztg. 1819, Nr. 245-247; Rhein.-westf. Anzeiger 1819, Nr. 92; Mindener Sonntagsbl. 1820, St. 17; Rez.: Leipziger Allg. Literatur-Ztg. 1821, Nr. 158; Beck: Allg. Repertorium 1820, Bd. 3, St. 4, S. 269; Schütz: Hausfreund 1820, Nr. 5) – Pogezzana. Romantisch-historische Erzählung aus der Zeit des deutschen Ordens im 14. Jahrhundert. Danzig: Ewert 1825 [1824] (StB Trier) – Novellen. 3 Bde. Braunschweig: Verlags-Comptoir 1829; Mikrofiches: Edition Corvey (Belser 1989) – Carl von Hohenhausen. Untergang eines Jünglings von achtzehn Jahren. Zur Beherzigung für Eltern, Erzieher, Religionslehrer und Ärzte. Braunschweig: Vieweg 1836. IV, 430S. [anonym] (ULB Münster, UB Bonn) – Johann und Cornelius de Witt, oder Das ewige Edikt. Historisches Trauerspiel in fünf Aufzügen aus der Zeit Ludwigs XIV. Kassel: Hotop 1847. 93S. (StA Bielefeld, StA Duisburg) – Rousseau, Goethe und Byron. Ein kritisch-literarischer Umriß aus ethisch-christlichem Standpunkte. Kassel: Hotop 1847. 119S. (StA Bielefeld) – Die Marquesas-Insel. Eine Weihnachtsgabe. Bremen: Heyse 1853. VII, 70S. – Die Jungfrau und ihre Zukunft in unserer Zeit, oder mütterlicher Rath einer Pensionsvorsteherin an ihre scheidenden Zöglinge über ihren Eintritt in die Welt, Zeitanwendung, Tageseintheilung, Lebensklugheit, Anstand [...] nebst einer hierauf bezüglichen Beispielsammlung, enthaltend: Mädchenschicksale, nach dem Leben gezeichnet. Weimar: Voigt 1854. X, 176S. – Lies mich in Deinen Leiden und ich werde Dich trösten. Ein Lebens- und Beruhigungsbuch in schweren Tagen. Weimar: Voigt 1855. IV, 202S. – Das Geheimniß des Glücks, oder der Schlüssel zum Heil. In Erzählungen und Novelletten, welche die Fehler der Jugend bekämpfen. Nach einem Original der Gräfin Drohojowska selbständig bearbeitet [lithogr. und kolor. Titelkupfer]. Weimar 1855 – Der Engel des Morgens. Der Stern des Abends. Die Dämonen der Nacht. Drei historische Erzählungen für die erwachsene Jugend. Weimar: Voigt 1857. 164S. [frei nach dem Frz. des Alfred von Driou].

Unselbständige Veröffentlichungen in: (Ausw.) Morgenbl. 1811, Nr. 22, 205: Ergebung, nach dem Englischen des Brian Edwards; Jg. 1819, Nr. 276: Lebewohl, nach dem Englischen des Lord Byron; Jg. 1819, Nr. 254, 269, 276, 280; Jg. 1820, Nr. 89, 98, 65ff.: Briefe aus Berlin; Jg. 1825, Nr. 61, 65; Jg. 1827, Nr. 124-139: Paula de Witt [hist. Erz.] – Ztg. für die elegante Welt 1813: Pythia; Erste Liebe, einzige Liebe?; Jg. 1814: Ueber Theater, Sitten und Vergnügen in Cassel; Jg. 1815, Nr. 38: Das Ideal. Seelenverwandtschaft; Jg. 1821, Nr. 240; Jg. 1826, Nr. 170-178: Anna Nordhjelm [Erz.] – seit 1817 regelmäßige Beitr. im Mindener Sonntagsbl. [Rez., Ged., Erz., Berichte] – Dresdner Abendztg. 1818, Nr. 166: Schicksals-Ahnungen. Eine wahre Geschichte aus der königlich westphälischen Zeit; Nr. 172: Nachruf an Carl Wilhelm Grote [Sonett]; weitere Beitr. Jg. 1819 [z.T. Pseud. Hortensia]; Jg. 1820; Jg. 1821, Nr. 87: Briefe aus Berlin; Nr. 207-209: Die Morgenröthe; Jg. 1822, Nr. 76, Nr. 114; Jg. 1824; Jg. 1825, Nr. 64, 231 – Berliner Freimüthiger 1818-1838 – Rhein.-Westf. Anzeiger 1819, Nr. 92: Auszug aus den Proben der Rheinreise in der Abendzeitung; Jg. 1820, Nr. 10 und 12; – Grote: Münsterländisches poetisches Taschenbuch 1818: Der Harfner [Ballade]; Die Erwartung [Gegenstück zu Schiller]; Des Kindes Heimkehr; Des Sängers Leier; Mein erstes Sonett – Berliner Gesellschafter 1819, Nr. 15; Jg. 1823, Nr. 34; Jg. 1824, Nr. 167; Jg. 1830, Nr. 82-88: Die Marquesin von Mancera [hist. Novelle] – Becker: Taschenbuch zum geselligen Vergnügen 1820, S. 264: Die Osterfeier; Jg. 1821f. – Schütze: Taschenbuch für das Jahr 1820; Jg. 1821f.; Jg. 1824, S. 308: Der Vogel in der Kirche – Winfried: Nordischer Musenalmanach 1820, S. 210, 213: Lord Byron's Fare thee well; Nachruf – Alberti: Der Aehrenleser 1823 – Raßmann: Rhein.-westf. Musenalmanach 1821 [1 Ballade]; Jg. 1822 [2 Sonette] [Rez.: 1. Funcke: Rhein. Unterhaltungsbl. 1822, Nr. 18; 2. Westfalen und Rheinland 1822, St. 29] – Schütze: Wintergarten 1821; Jg. 1822: Die ächte Muse – Funcke: Funcke: Rhein. Unterhaltungsbl. 1822, Nr. 24 – Westfalen und Rheinland 1822, St. 1: An Rheinland-Westfalen. Sonett; St. 4, 5, 15, 20, 21: Proben aus Ivanhoe; St. 25, 31f., 40f.; Jg. 1823, St. 25-28 – Wendt: Taschenbuch zum geselligen Vergnügen 1822: Die Salamanderin. Erklärtes Gegenstück zu Hoffmann's Erzählung: Der Elementargeist – Schreiber: Cornelia 1823 – Raßmann: Frühlingsgaben 1824, S. 1ff.: Feenmährchen [Erz.] – Berliner Taschenkalender 1824, S. 1ff.: Die Vestalin – Kunst- und Wissenschaftsbl. zum Rhein.-Westf. Anzeiger 1824, St. 27 – Hell: Penelope 1824, S. 1-91: Karoline Mathilde, Königin von Dänemark – Novellenkranz deutscher Dichterinnen. Erster Kranz, aus Beiträgen von Helmina von Chezy, Elise von Hohenhausen, Sophie May und Henriette von Montenglant gewunden von C. Niedmann. Wolfenbüttel 1828: Rafaele Baffy [Novelle] – Archiv für Gesch., Statistik, Literatur und Kunst 1829/30 – Friedrich: Selitha 1830/31 – Hohenhausen: Maiblumen 1830: Der hundertjährige Tag. Ein Mährchen in drei Gesängen – Komet 1830, Nr. 49, 121-125 – Bremer Lesefrüchte 1832-1846 – Berliner Conversationsbl. 3, 1838 – Marezoll: Frauenztg. 1838; Frauenspiegel 1840f._ Frankfurter Konversationsbl. 1842-1851 – von Tabouillot: Producte der Rothen Erde 1846: Die Geliebte. Eine Erzählung aus dem Leben – Der Bremer Bürgerfreund 1846-1855 – Voß 1847, S. 308: Tag und Nacht; S. 309: Der Vogel in der Kirche; S. 310: Johanniswürmchen; S. 310: Die stillen Geister; S. 311: An meinen Sohn Karl – Allg. Moden-Ztg. 1846-1850 – Magazin für die Literatur des Auslandes 1848, Bd. 33; Jg. 1849, Bd. 35; Jg. 1851, Bd. 40; 1853, Bd. 43; Jg. 1855, Bd. 48; Jg.1857, Bd. 56 – Augsburger Unterhaltungsbl. 1848f.

Herausgabe: Geist und Herz von Sophie George, geb. Paalzow. Bremen: Schlodtmann 1852 – Beteiligung an der Herausgabe des Mindener Sonntagsblattes.

Selbständig erschienene Übersetzungen: Der Korsar. Eine Sage von Lord Byron. In deutsche Dichtung übertragen. Altona: Hammerich 1820 (UB Bonn, StA Bielefeld, StB Essen, StB Trier) [Proben in: 1. Mindener Sonntagsbl. 1819, St. 5, 10; 2. Rhein.-westf. Anzeiger 1820, Kunst- und Unterhaltungsbl. Nr. 10, 12; Rez.: 1. Beck: Allg. Repertorium 1820, Bd. 4, St. 5, S. 306; 2. Dresdner Abendztg. 1820, Wegweiser, Nr. 21] – Walter Scott: Ivanhoe. Ein Roman des Verfassers von Waverley. 4 Bde. Zwickau: Schumann 1822. XXXII, 224S.; 224S., 1 Kupfer; 240S.; 253S., Notenbeil. (=Walter Scott's Romane 8-11) (ULB Münster) [Rez.: Dresdner Abendztg. 1823, Wegweiser, Nr. 2 – Literaturbl. zum Morgenbl. 1823, Nr. 40]; 3. Aufl. 1826 – Walter Scott: Kenilworth. 4 Bde. Zwickau 1824 (ULB Münster) – S[ank]t Ronands-Brunnen. Aus dem Englischen übersetzt. 4 Bde. Zwickau: Schumann 1825; 2. Aufl. 1827 – Cain. Ein Mysterium. Die Prophezeiung des Dante. Von Lord Byron. Zwickau: Schumann 1825. 130S. (=Lord Byron's Poesieen 18) – Walter Scott's Historisch-romantische Balladen der schottischen Gränzlande. Gemeinsam mit Willibald Alexis und W. von Lüdemann übersetzt. 7 Bde. Zwickau: Gebr. Schumann 1826f. [Mitarb. an Bd. 8 und 9] – Die Insel, oder Christian und seine Gefährten. Ode an Napoleon. Kleinere Gedichte von Lord Byron. Zwickau: Schumann 1827. 254S. (=Lord Byron's Poesieen 24) – Edward Young's Nachtgedanken. Kassel: Hotop 1844. 404S.; 2. Aufl. hg. und mit einem Vorw. vers. von F. von Hohenhausen [Elise Rüdiger]. Leipzig: Friese 1873; Bremen: Heinsius – postum: Henry Wordsworth Longfellow: Die goldene Legende [Hg. von E. Rüdiger]. Leipzig: Friedrichs 1880 (StA Bielefeld); 2. Aufl. 1882. IV, 231S..

Unselbständig erschienene Übersetzungen: (Ausw.) Morgenbl. 1811, Nr. 205: Der Tod Alico's, aus dem Englischen des Brian Edwards – Winfried: Nordischer Musenalmanach 1820, S. 210: Lord Byron's Fare thee well – Morgenbl. 1820, Nr. 89: An das Meer. Aus dem Englischen des Byron; Nr. 98: Lord Byron's Abschied vom Vaterlande; aus dem 1. Gesang von Childe Harold im Versmaß des Originals; Jg. 1821, Nr. 164: Der Morgen am Genfersee; frei nach Byron's Childe Harold, im Versmaß des Originals; Nr. 257: Napoleon auf dem Schlachtfelde von Waterloo [Ged. von Byron] – Kind: Musenalmanach 1821, Bd. 2, H. 1, S. 31-34: An Ines. Übersetzung aus Childe Harold's pilgrimage – Raßmann: Rhein.-Westf. Musenalmanach 1821, S. 30-40: Der Klausner. Handschrift in seiner Hütte gefunden. Altschottische Geschichte [Rez.: 1. Dresdner Abendztg. 1821, Wegweiser, Nr. 55; 2. Literaturbl. zum Morgenbl. 1821, Nr. 80; 3. Berliner Gesellschafter 1821].

Briefe Elise von Hohenhausens: an Karl August Varnhagen von Ense, in: H.H. Houben: Gespräche mit Heine. Zum ersten Mal ges. und hg. Frankfurt/M. 1926, Nr. 712, S. 857f. [s. M. Werner (Hg.): Begegnungen mit Heine. Berichte der Zeitgenossen. Hamburg 1973] – an Heinrich Heine, in: Heinrich Heine. Werke, Briefwechsel, Lebenszeugnisse, Säkularausg. Berlin, Paris 1975, Bd. 26, S. 248 – Briefe an Elise von Hohenhausen: von Friedrich Johann Jacobsen, in: Friedrich Johann Jacobsens Briefe an eine deutsche Edelfrau über die neuesten englischen Dichter. Mit übersetzten Auszügen vorzüglicher Stellen aus ihren Gedichten und mit den Bildnissen der berühmtesten jetzt lebenden Dichter Englands. Altona: Hammerich 1820 – von Karl Leberecht Immermann, in: Immermann-Briefe, Bd. 2, 1979, S. 1092.

Zeitgenössische Zeugnisse: erwähnt im Briefwechsel Annette von Droste-Hülshoffs. Zeugnisse von Henriette von Hohenhausen, Ferdinand Freiligrath, Friedrich Oetker s. Hänsel 1984 (s.u.) – Abwehr eines Oldenburgers gegen die Verunglimpfung seiner Vaterstadt. Oldenburg 1834, S. 8 [anonym] – Friedrich Lange: Ueber Äußerungen von Elise von Hohenhausen, in: Berliner Gesellschafter 1835, Nr. 127 vom 8.8.1835, S. 625 – Wilhelmine von Chézy: Erinnerungen aus meinem Leben. Bd. 1. Schaffhausen 1863, S. 280 – Friederike von Hohenhausen: Memoiren, in: Auf der Höhe. Internationale Revue. Leipzig, Wien, Oktober 1882 – Adolf Friedrich Graf von Schack: Ein halbes Jahrhundert. Erinnerungen und Aufzeichnungen in drei Bänden. Stuttgart, Leipzig 1888, Bd. 1, S. 45.

Literarische Zeugnisse: Gottfried Bueren: An Elise von Hohenhausen [Ged.], in: Mindener Sonntagsbl. 1821, St. 15 – Hermann von Hinüber: An Elise von Hohenhausen, in: Mindener Sonntagsbl. 1822, St. 43 – Nikolaus Meyer: An E.v.H., in: Mindener Sonntagsbl. 1827, St. 46 – L. Zumpfort, in: Mindener Sonntagsbl. 1830, St. 22.

Selbständige Veröffentlichungen über Elise von Hohenhausen: F. Hackenberg: Elise Philippine Amalie von Hohenhausen (geb. von Ochs). Eine Vorkämpferin und Übersetzerin englischer und nordamerikanischer Dichtung. Ein Beitrag zu einer Geschichte der literarischen Wechselbeziehungen zwischen England und Deutschland. Diss. Münster 1913 [Teildr.]; dass. in: Westf. Zeitschr. 1915, Abt. 1, Bd. 73, S. 115-172 (ULB Münster) – M. Hänsel: Elise von Hohenhausen (1789-1857). Übersetzerin, Dichterin und Mutter. Ein Lebensbild im Biedermeier. Mit einer Einl. von A. Erler. Frankfurt/M. usw. 1984 – C. Belemann: Die frühe Prosa der Elise von Hohenhausen im zeitgenössischen Kontext. Untersuchungen zu Leben und Werk einer vergessenen Autorin. Münster 1991 [Magisterarb., masch.] (ULB Münster, DF Münster) – M. Hänsel-Hohenhausen: Elise von Hohenhausen, geb. von Ochs (1789 - 1857). Zum Forschungsstand. Mit einem Anhang: Der Korsar. Eine Sage von Lord Byron. Übersetzt von Elise von Hohenhausen, Altona 1820. Egelsbach u.a. 1992 [Mikrofiche-Ausgabe] – A. Toll: "Denn Leben ist immer mit Leiden verküpft." Elise von Hohenhausen (1789 - 1857) im Spiegel ihrer Briefe. Bielfeld 1998 [Magisterarb.] (UB Bielefeld).

Unselbständige Veröffentlichungen über Elise von Hohenhausen: Nekrolog, in: Magazin für die Literatur des Auslandes 1857, Nr. 149, S. 595f. – H. Düring-Oetken: [Elise von Hohenhausen, geb. von Ochs. Gedenkbl. zum 50. Todestag], in: Frankfurter Oder-Ztg., Beil.: Märkische Nr. Blätter 283 vom 3.12.1907 – M. Krieg: Elise von Hohenhausen und das gesellige und geistige Leben in Minden vor 100 Jahren, in: Mindener Heimatblätter 6, 1928, Nr. 2 – A. Marowsky: Elise von Hohenhausen in Kassel, in: Mindener Heimatblätter 6, 1928, Nr. 14 – M. Pohlandt: Elise von Hohenhausen und ihre Beziehungen zu Frankfurt (Oder), in: Frankfurter Oder-Ztg. vom 27.12.1930 – Elise Philippine Amalie von Hohenhausen, in: Mindener Heimatblätter 22, 1949 – C. Steinkamp: Elise von Hohenhausen, in: Mindener Heimatblätter 1950, Nr. 5 – M. Hänsel: Die von Hohenhausen. Sonderdr. der familiengeschichtlichen Blätter. Egelsbach 1979; ders.: Die Frauen der Hohenhausen. Vier biographische Skizzen, in: Der Eisenbahner-Genealoge. Mitt. der Gruppe Familien- und Wappenkunde, Frankfurt/M. 1984-1985; ders.: "Ich stand an Deinem Lager Schmerz durchdrungen." Elise von Hohenhausen und Heinrich Heine, in: Heine-Jb. 24, 1985, S. 227-235 –  C. Belemann: "eine lebendige Regsamkeit und große Geistesfrische ... trotz herber Geschicke". Leben und Werk der Autorin, Übersetzerin und Literaturvermittlerin Elise von Hohenhausen, geb. von Ochs, in: W. Gödden und W. Woesler (Hg.):  Literatur in Westfalen 1994, S. 101-133; dies.: Positionsbestimmung. Elise von Hohenhausen, geb. von Ochs (1789 - 1857) zwischen Restauration und Revolution, in: Westfälische Forschungen 45, 1995, S. 26-37.

Erwähnungen in: A. Strodtmann: Heinrich Heine's Leben und Werke. Bd. 1. Berlin 1867f., S. 138f.; 2. Aufl. Berlin 1873, S. 161f. – W. Buchner: Ferdinand Freiligrath. Bd. 1. Lahr 1882, S. 103, 107 – R. Proelß: Heinrich Heine. Sein Lebensgang und seine Schriften. Stuttgart 1886, S. 89f. – A. Kohut: Heinrich Heine und die Frauen. 2. Aufl. Berlin 1888, S. 143-145 – R. Eckart: Der deutsche Adel in der Litteratur. Biographisch-kritische Essays. Berlin 1879, S. 73f. – J. Barnstorff: Youngs Nachtgedanken und ihr Einfluß auf die deutsche Literatur. Bamberg 1895 – R. Ackermann: Lord Byron. Sein Leben, seine Werke, sein Einfluß auf die deutsche Literatur. Heidelberg 1901 – F. Melchior: Heinrich Heines Verhältnis zu Lord Byron. Berlin 1903 – W. Ochsenbein: Die Aufnahme Lord Byrons in Deutschland und sein Einfluß auf den jungen Heine. Bern 1905 (=Untersuchungen zur neueren Sprach- und Literaturgesch. 8), S. 8ff. – Knebel 1908a, S. 20, 32, 44, 53, 56ff., 67 – Thoma 1909, S. 104f. – Kannegießer 1923, S. 16f., 110f. [Kurzbiogr.] – Schücking 1928, S. 35, 61 – H. Trübner: Skizzen zur Literatur-Geschichte von Minden-Ravensberg, in: Minden-Ravensberg. Ein Heimatbuch. Hg. von E. Schoneweg. 2. Aufl. Bielefeld 1929, S. 283-304 – Casser 1928, S. 159, 165, 178f., 194, 200, 249, 255 – A. Esche: Elise Rüdiger geb. von Hohenhausen. Ein Bild ihres Lebens und Schaffens. Diss. Münster, Emsdetten 1939 – Kassel. Ein Jahrtausend hessischer Stadtkultur. Hg. von K. Kaltwasser. Kassel, Basel 1957 – Heselhaus 1971 [s. Register] – Heinemann 1974 [s. Register] – H. Nordsiek: Nikolaus Meyer (1775-1855) und das kulturelle Leben in Minden, in: Zwischen Dom und Rathaus. Beitrag zur Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Minden. Minden 1977, S. 252-268 [mehrf. erwähnt] – Möhrmann 1977, S. 32 – Kortländer 1979 [s. Register] – Woesler 1980 [s. Register] – W. Bauer: Geistliche Restauration versus Junges Deutschland und Vormärz-Literaten, in: Deutsche Literatur. Eine Sozialgeschichte. Hg. von H.A. Glaser. Reinbek bei Hamburg 1980, Bd. 6, S. 99-111 – Maurer 1982, S. 114 – G. Hoffmeister: Byron und der europäische Byronismus. Darmstadt 1983 [s. Register] – Morgan 1984, S. 102 – M. Hänsel: Nachkommmenliste des Hans Hohenhausen [gest. 1472], in: Archiv für Sippenforschung. Limburg/Lahn 1984; ders.: Selbstmord im Biedermeier. Geistliche Restauration und Junges Deutschland in Dokumentation und Rezeption des Freitodes von Carl von Hohenhausen. Mit einem Vorwort von M. Markefka. Frankfurt/M. usw. 1985; ders.: Geistliche Restauration. Die nazarenische Bewegung in Deutschland zwischen 1800 und 1833. Frankfurt/M. usw. 1987 [s. Register] – Walter 1987 [s. Register] – Gödden/Nölle-Hornkamp: Westf. Dichter 1990 [Stichw.: Münster und Minden] – C. Belemann: Literarische Moden in Westfalen. Zur Rezeption englischsprachiger Literatur, in: Gödden/Nölle-Hornkamp: Musen 1990, S. 219-225, hier: S. 220-222 – Hänsel-Hohenhausen 1991, Bd. 2, S. 1020 und 1045 – Gödden/Nölle-Hornkamp: Literaturführer 1992 [Stichw.: Minden, Münster u.ö.].

Bildnis: 1. Bleistiftzeichn. von Wilhelm Hensel, Berlin 1822 (Staatl. Museen Preuß. Kulturbesitz, Nationalgalerie, Berlin; Abb.: Hänsel 1984) – 2. Brustbild, Gemälde von C. Keplen (StLB Dortmund; s.: Westf. Bildnisse 1927, S. 14) – 3. Brustbild, Kupfertiefdr. (StLB Dortmund; s.: Westf. Bildnisse 1927, S. 14) – 4. Elise von Hohenhausen als Karoline Mathilde Königin von Dänemark (Abb.: E. von Hohenhausen: Novellen. Braunschweig 1829; Abb.: Hänsel 1985) – 5. Kupfer (Privatbesitz; Abb.: Hänsel 1984, S. 83).

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. GSA Weimar: Briefwechsel mit Ferdinand Freiligrath. – 2.Cotta-Archiv, Marbach 

Sammlungen: Bibliotheka Jagiellonska Krakow, Univ. Krakau, Slg. Karl August Varnhagen von Ense

Nachschlagewerke: Raßmann, 1. Nachtr. 1815; 2. Nachtr. 1818; 3. Nachtr. 1824; [Zusätze] – Strieder, Bd. 20, 1820 – Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 18, 1821; Bd. 22,2 – Raßmann 1823 – Schindel, Bd. 1, 1823; Bd. 3, 1825 – Wolff, Bd. 5, 1839 – Voß 1847 – Kletke, 2. Aufl. 1855 – Schütze 1862 – Gerland 1863 (Biogr. E. Rüdigers über Elise und Carl von Hohenhausen) – Groß, Bd. 1, 1865 – Raßmann 1866 – Strieder 1868 – Brümmer, Bd. 1, 1876; 1884 – ADB, Bd. 12, 1880 – Groß, 2. Aufl. 1882 – Eckart 1891 – Forstenheim 1894 – Oelsner 1894 – Bindewald 1895 – Eckart 1895, S. 73f. (im Artikel über E. Rüdiger) – Pataky, Bd. 1, 1898 – Bettelheim 1900, Bd. 4 – Schoof 1901 – Spiero 1913 – Goedeke, 3. Aufl., Bd. 10, 1913, S. 580ff.; 1938, Bd. 13, S. 318-326, 619 – Groß 1922 – Bartels 1925 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 2, 1953; 3. Aufl., Bd. 8, 1981 – NDB, Bd. 9, 1972 – Oberhauser 1974 – Estermann 1977-1981 – Friedrichs 1981 – von Heydebrand 1983 – Brinker-Gabler, Bd. 2, 1988 – Nachweise im Archiv Oscar Fambach (UB Bonn) und im Archiv Kurt Rüdiger (Karlsruhe) – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 558, Sp. 102-137.