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Friedrich Wilhelm Hymmen

Geboren am 8. Juni 1913 in Soest als Sohn eines evangelischen Theologen. Er wuchs in Münster auf. Dort 1932 Abitur. Sozialjahr beim Bodelschwinghschen Siedlungswerk. Studium der Germanistik und Geschichte in Münster und Berlin. 1936 absolvierte er außerdem die Reichspresseschule in Berlin. 1937 stellvertretender Hauptschriftleiter der vom Reichsjugendführer Baldur von Schirach herausgegebenen Halbmonatsschrift Wille und Macht. 1939 Einberufung zum Kriegsdienst. 1942 Entlassung wegen einer schweren Augenverletzung. Anschließend Tätigkeit als freier Schriftsteller. Nach 1945 Pressereferent des Kriegsblindenbundes. 1951 initiierte er die Stiftung des später renommierten Hörspielpreises der Kriegsblinden. Bis 1995 war er Organisator und Jury-Vorsitzender dieser Hörspielauszeichnung. Er galt als der Grandseigneur des Medienjournalismus (Süddeutsche Zeitung). Mitglied oder Vorsitzender verschiedener Hörfunk- und Fernsehjurys. Seit 1949 war er zudem freier Mitarbeiter und von 1958 bis 1978 Chefredakteur des Informationsdienstes Kirche und Rundfunk beim Evangelischen Pressedienst in Bielefeld (bis 1968) und später in Frankfurt/M. Er lebte zuletzt in Würzburg, wo er am 25. März 1995 starb.

Sein Buch Briefe an eine Trauernde erzielte eine Auflage von über 200.000 Exemplaren. Auch im Ruhestand setzte sich H. leidenschaftlich für den Bestand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein und attackierte teilweise heftig die private Konkurrenz. Den in seinem Bestand gefährdeten Hörspielpreis konnte er nachhaltig sichern, als er ihn 1994 „unter die zumindest materiell schützenden Fittiche der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen“ steuerte [...] (Munzinger-Archiv)

Auszeichnungen: Hermann-Löns-Preis (1942) – Literaturpreis der Stadt Hamburg (1943) – Adolf-Grimme-Preis (1979) – Hans-Bredow-Medaille des SFB (1979) – Goldene Ehrenmedaille (1978) – Ehrenbecher des Bundes der Kriegsblinden (1988)

Selbständige Veröffentlichungen: 26 Häuser. Novelle. L. Schmidt & Spring 1935 – Die Pfuscher. Novelle. 1935 – Der Vasall. Tragödie. Berlin: Langen-Müller 1936 [masch.]; dass. ebd. 1937 (UA Bochum 1937) – Zwischen schiefen Wänden. Ebd. 1936 [masch.] – Tramp mit Malkasten. Abenteuerliche Fahrt durch Italien. Berlin: Hanns-Jörg Fischer 1937 – Beton. Drama in 3 Akten. Berlin: Langen-Müller 1938 [masch.] (UA Dessau 1938) – Die Petersburger Krönung. Tragödie in 3 Akten. Ebd. 1941 (UA Stuttgart, Erfurt 1940; Dez. 1942 verboten) – Briefe an eine Trauernde. Vom Sinn des Soldatentodes. 1942; Stuttgart: Engelhorn 1943 – Die sieben Schönsten. Tanzspiel. 1944 (UA Prag 1944) – Die Majestätsbeleidigung. Novelle. 1949 – Das Kabel. Fakten und Illusionen. 1976 – Kirche und neue Medien. 1981.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Westfalenspiegel, seit 1957: zahlr. Beitr., u.a. 1957, H. 1: Rez. zu Ernst Meister „... und Ararat“; 1956, H. 10: Der rehabilitierte Herbst; 1958, H. 6: Landschaft der Spannung: Das östliche Westfalen; 1965, H. 4: Westfalens erstes musisches Gymnasium; 1967, H. 11: Geborgenheit unter Macht und Würde; 1969, H. 7: 13 Jahre danach. Das Schmallenberger Dichtertreffen – Heimatkalender des Kreises Soest, 1957, S. 84-86: Das verlorene Gloria. Eine Weihnachtslegende; 1959, S. 110f.: Häusliches Examen.

Herausgabe: Kriegsblindenjahrbuch. 1951-1961 – Wir Kriegsblinden. 1956 – Unsere Kurfürsorge 1920-1960. 40 Jahre Kur- und Erholungsfürsorge des Bundes der Kriegsblinden Deutschlands e.V. Bonn: Bund der Kriegsblinden Deutschlands e.V. 1960.

Unselbständige Veröffentlichungen über Hymmen: W. Neumann: Bielefelder Autoren. Friedrich Wilhelm Hymmen, in: Bielefelder Kultur- und Wirtschaftsspiegel 1963, Nr. 16.

Nachlaß, Handschriftliches: DLA Marbach: Briefe an Wilhelm Pleyer, 1946-1957 (6)

Sammlungen: StLB Dortmund, Personenslg.: Zeitungsausschnittslg.

Nachschlagewerke: Lipp. Bibliogr., Bd. 2, 1982 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1978 – Kürschner: Dt. Theaterlex., Bd. 2 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 8, 1981 – Freund 1993 – von Heydebrand 1984 – DBE, Bd. 5, 1997 – Munzinger-Archiv 1999 – Dt. Bibliothek.