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Wilhelm Stolzenburg

Geboren am 25. Dezember 1879 in Wetter/R. Er wuchs in Dortmund auf, war zunächst Kaufmann in Bochum, durchreiste in den Jahren 1912-1914 Nordamerika und wurde dann Redakteur der Zeitung New York German Herold. Seit 1914 lebte er als Autor und Redakteur in Hörde bei Dortmund. 1922 ließ er sich als Buchhändler in Essen nieder. Er starb am 21. Februar 1938 in Essen.

Von seinen "Umdichtungen chinesischer Lyrik" abgesehen, veröffentlichte Stolzenburg lediglich vor dem Ersten Weltkrieg drei schmale Bücher mit zunächst neuromantischen Gedichten und zynischen Satiren, war jedoch seit 1914 Mitarbeiter an Franz Pfemferts Berliner "Aktion" und anderen expressionistischen Zeitschriften. Während des Ersten Weltkrieges war er eine Zeitlang bei der Bahnhofskommandantur in Paderborn stationiert und gehörte zum Kreis antiimperialistischer Intellektueller und Künstler, in dem er u.a. die Maler Eberhard Viegener und Bruno Beyer kennenlernte. (Sudhoff 1996)

Selbständige Veröffentlichungen: Gedichte. Berlin, Leipzig: Wigand 1907. 64 S. – Caviar für's Volk. Satiren. Ebd. 1907. 74 S. [Abb.] (UB Bonn, StLB Dortmund) – Ernte. Dortmund: Das Signal [1910]. 38 S. – postum: Ernte. Gedichte, Satiren, Prosa. Mit einem Nachw. hg. von D. Sudhoff. Siegen 1996 (= Vergessene Autoren der Moderne); Bielefeld: Aisthesis 2007.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Die Aktion, Berlin, 4, Nr. 25 vom 20.6.1914: Vision in den Rocky Mountains; Jg. 7, Nr. 3/4 vom 20.1.1917: Ansprache vor der Leiche eines Nevada-Cowboys; Nr. 20/21 vom 19.5.1917: Westwärts; Jg. 8, Nr. 21/22 vom 1.6.1918: Tagebuchblatt aus den Wäldern – F. Pfemfert (Hg.): Das Aktionsbuch. Berlin 1917: Cars auf der Brooklyn Bridgepostum: Sudhoff 1996: Amerikanische Impressionen: Vision in den Rocky Mountains; Ansprache vor der Leiche eines Nevada-Cowboys; Westwärts; Cars auf der Brooklyn Bridge; Tagebuchblatt aus den Wäldern.

Herausgabe und Übersetzung: Die Ehrenschrift. Brakel: Lynkeus-Verlag [1918]. 1 Taf., 1 Bl. [François Villon: Am Galgen. Aus dem Frz.] (ULB Düsseldorf) – Östlicher Divan. Umdichtungen chinesischer Lyrik. Wolfach: Acker 1925. 43S. (=Els-Drucke 7) (StB Bielefeld).

Unselbständige Veröffentlichungen über Stolzenburg: D. Sudhoff: Notizen über einen Vergessenen. Die Lebensstationen des Dichters Wilhelm Stolzenburg (1879-1938), in: Jb. Westfalen, Münster, 1997, S. 153-197 [mit Werkausw.; Fotogr.] – D. Sudhoff: "Ein Verschwörer des Guten". Über den Dichter Wilhelm Stolzenburg, in: Literatur in Westfalen 5, 2000, S. 37-65.

Bildnis: Fotogr. (StLB Dortmund).

Nachlaß, Handschriftliches: StLB Dortmund (Nachlaß): Dortmund [Ged., 1936], Köln [Sonett 21.2.1936]; Stimmen der Glocken [26.2.1936]; Prosa; Brief von Karl Brand, 29.7.1914, von Eduard Beje, 10.11.1921, von Kasimir Edschmid, 3.2.1922, von Kurt Schwitters, 22.10.1920.

Nachschlagewerke: Raabe 1985.