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Heinrich Hart

Geboren am 30. Dezember 1855 in Wesel als Sohn eines Rechnungsrats. Bruder von Julius Hart. Die Familie übersiedelte früh nach Münster, wo er das Gymnasium besuchte.

Schon hier begann mit der von Heinrich herausgegebenen Schülerzeitschrift "Herz und Geist" eine redaktionelle Tätigkeit, welche mit zunehmender Bedeutung das spätere Leben der Brüder ausmachen und sie bekannt machen sollte. (Killy-Literaturlexikon). Schon als Gymnasiasten am altehrwürdigen Münsteraner Paulinum und in den ersten, noch in der Heimatstadt verbrachten Studiensemestern brechen die Harts, zusammen mit Schul- und Studienkameraden, unter denen sich so unterschiedliche Typen wie Peter Hille und der spätere Hohenzollerndichter Joseph (v.) Lauff befinden, aus dem Ghetto der hier kanonischen Lektüre- und Denkgewohnheiten aus und lesen alles, was auch in Berlin die Gemüter bewegt. (von Heydebrand 1983) Von der Schulzeit an bis zur Neuen Gemeinschaft Freundschaft der Brüder mit Peter Hille. Das Gedenkbuch für ihn von Heinrich Hart [Berlin, Leipzig 1904] ruft die westfälische Jugendwelt wortreich herauf. Erzählt wird vom Griechischunterricht am Paulinum [...], von Wanderungen in Heide- und Moorlandschaften und auch [...] von Besuchen im Rüschhaus. (Ribbat 1992) Seit 1875 Studium der Theologie, Philosophie, neueren Sprachen und Geschichte in Münster, Halle und München. Mit Hille und Albert Gierse Herausgabe der ersten literarischen Zeitschrift Deutsche Dichtung in Münster. Ebenfalls noch in Münster mit seinem Bruder Julius 1875 Gründung des Westfälischen Vereins für Literatur, in dem 1877 die Zeitschrift Deutsche Dichtung. Organ für Dichtung und Kritik erschien. Ein erster Versuch der Brüder, sich in Berlin als freie Schriftsteller niederzulassen, scheiterte. Rückkehr nach Münster. Für die in Berlin vorbereiteten Deutschen Monatsblätter (1878/1879) und den nach vier Jahren an Kürschner abgegebenen Deutschen Literaturkalender (1879 gegründet) fanden sie einen Verleger in Bremen. 1881 kehrten die Harts mit klareren Zielen nach Berlin zurück, wo sie nun ständig lebten. Ihre Kritischen Waffengänge fanden die Aufmerksamkeit junger radikaler Schriftsteller. Seit den 1880er Jahren waren sie an fast allen Gruppenbildungen, an vielen Anthologien und Zeitschriften direkt oder indirekt beteiligt. (Ribbat 1992) Um die Harts bildeten sich die frühesten naturalistischen Gruppen. Ihr gemäßigtes Programm [zielte] auf einen zwischen Tradition und Moderne vermittelten "Idealrealismus". Das Vorbild fanden sie eher im poetischen Werk des Sturm und Drang und namentlich des jungen Goethe als im "naturwissenschaftlichen" Werk des europ. Naturalismus. (Killy-Literaturlexikon) Beliebig ausgewählte Zitate können erläutern, was vor allem in den literaturgeschichtlichen Publikationen Julius Harts immer wieder als bestimmend auffällt: der Rekurs auf das vorklassische 18. Jahrhundert, auf Empfindsamkeit und Sturm und Drang, auf eine Poetik des "Herzens", nicht der Reflexion. (Ribbat) In Fragen der literar. Wertung etwas unsicher und trotz mehrerer Versuche v.a. in der Lyrik und der lyr. Prosa (Julius: "Stimmen in der Nacht" [...]; "Träume der Mittsommernacht" [...]) und im Versepos (Heinrich: "Das Lied der Menschheit" [...]) schöpferisch unproduktiv, vermochten die H.s keinen tiefgreifenden Einfluß auf die naturalistische Bewegung (deren Führung bald vom Münchener Kreis um Conrad und die 1885 gegründete "Gesellschaft" übernommen wurde) oder auf den Expressionismus zu gewinnen, dessen Stilzüge v.a. in Julius' späteren Werken teilweise vorweggenommen sind. Die H.s besaßen jedoch die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen; in den in ihrer Berliner Wohnung stattfindenden Diskussionen wurden in den 80er Jahren viele der Intentionen späterer naturalistischer Gruppen vorweggenommen: Erneuerung des Theaters, sozialpol. Ambitionen, der Kampf um die nationale Literatur, die positive Aufnahme der neuen skandinav. Literatur. (Killy-Literaturlexikon) 1887 waren die Brüder Hart gemeinsam mit Arno Holz, Johannes Schlaf und Gerhart Hauptmann führende Mitglieder der Berliner literarischen Gesellschaft Durch. 1889 gehörten sie zu den Gründern der Berliner Freien Bühne und der Neuen Freien Volksbühne. Während Heinrich der bedeutendere Theoretiker war, stand Julius dem Theater näher. (Killy-Literaturlexikon) Mit Gleichgesinnten zogen sich die Brüder in das ländliche Friedrichshagen zurück, wo sie die Neue Gemeinschaft mit der gleichnamigen Zeitschrift (seit 1902) gründeten. Heinrich Hart starb am 11. Juni 1906 in Tecklenburg.

Mit den Münsterer Jahren setzt sich Heinrich Hart in seinen Literarischen Erinnerungen auseinander (Wir Westfalen). Nicht ohne Einsicht in die Begrenztheit der eigenen Leistungen hat Heinrich Hart die Einleitung zu seinen Erinnerungen mit dem Satz abgeschlossen: "Wir haben keine Schule begründet und kein Programm ausgegeben, wohl aber die Losung, und es sind Erregungen von uns ausgegangen, die das Wollen des jungen Geschlechts entzündeten. Erregungen, – nicht mehr und nicht weniger." (Ribbat 1992)

Als Prediger des "Reichs der Erfüllung" versuchten sich die Harts in der Rolle von Dichter-Priestern, und sie wurden damit verwechselbar mit anderen Autoren der Jahrhundertwende, die trotz jeweils unterschiedlicher Stilisierung das Gleiche anstrebten: Stefan George, Otto zur Linde, Alfred Mombert, Ludwig Derleth, sie alle und andere mehr kamen aus der ästhetischen Bohème und hofften, eine Gemeinschaft gründen zu können, in welcher die Lebens-Kunst frei von geschichtlichem Wandel und gefeit gegen kritische Relativierung der säkularisierten Intelligenz, in einem Zeitalter der Wissenschaften und der großstädtischen Vergesellschaftung das anbieten könnte, was ihnen allen Kindheitserinnerung war an provinzielle Religiosität: ein "Leben im Licht" der Erlösung. Daß sie damit "Narren" wurden (vgl. Hauptmanns "Quint"), hat ihnen die zeitgenössische Satire alsbald bescheinigt. (ebd.)

Postume Werkausgaben: Gesammelte Werke. Hg. von J. Hart unter Mitwirkung von W. Bölsche, H. Beerli, W. Holzamer, F.H. Meissner. 4 Bde. Berlin: Fleischel 1907. 1451S. [Inhalt: Bd. 1: Gedichte. Das Lied der Menschheit: 1. Tul und Natila; 2. Nimrod; Bd. 2: Das Lied der Menschheit: 3. Mose; 4. Fragment des "Menschheitsfrühlings"; Prosadichtungen; Bd. 3: Literarische Erinnerungen. Ausgewählte Aufsätze; Bd. 4: Ausgewählte Aufsätze. Reisebilder. Vom Theater] (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund, Bibl. WHB Münster).

Selbständige Veröffentlichungen: Weltpfingsten. Gedichte eines Idealisten. Bremen-Norden: Fischer 1879. 71S.; 2. Aufl. ebd. 1887. 71S. (ULB Münster, StUB Köln, StLB Dortmund, ULB Düsseldorf) – Eine neue Presse. 1879 – Sedan. Eine Tragödie in fünf Akten. Mit einem Prolog. Leipzig: Wigand 1882. 124S. (UB Bonn, Germ. Sem., Neue Abt., der WWU Münster) – Kinder des Lichts. Novellistische Skizzen. Berlin: 1884 – Friedrich Spielhagen und der deutsche Roman der Gegenwart. Leipzig: Wigand 1884. 74S. (=Krit. Waffengänge 6) [mit J. Hart] – Fegefeuer. Novelle. 1887 – Peter Fels und seine Freunde. Roman. 1887 – Das Lied der Menschheit. Epos in 24 Erzählungen. 3 Bde. Grossenhain: Baumert 1888-1896 [Bd. 1. Tul und Natila. 1888. XV, 118S.; Bd. 2. Nimrod. 1888. XI, 170S.; Bd. 3. Mose. Epos. 1896. VIII, 220S.] (ULB Münster, ULB Düsseldorf, UB Essen, UB Paderborn) – Peter Hille. Berlin: Schuster und Löffler [1904]. 79S. [Abb.] (=Die Dichtung 14) (UB Paderborn, UB Wuppertal, ULB Münster) – postum: Literarische Erinnerungen. Berlin: Fleischel 1907. 332S. (UB Paderborn) – F. Mann. Wege hinauf. Verse von Heinrich Hart. Berlin: Cassirer [1909]. 47S. – Vincenz. Wiesbaden: Staadt 1910. 39S. (Germ. Sem., Neue Abt., der WWU Münster) – Vom Naturalismus zur Neuromantik. Frankfurt/M.: Diesterweg 1965. 67S. (=Quellenhefte zum Deutschunterricht) (UB Wuppertal).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Dt. Dichtung, Organ für Dichtung und Kritik, Münster, 1877, H. 1: Fragmente aus der dramatischen Trilogie "Lucifer"; Zur Entwicklung der Künste – Dt. Monatsbl., Bremen, 1878, Bd. 1: Neue Welt – Aus Berliner Monatsheften. Minden 1885: Zum Geleit; Die neue Litteratur; Zur Litteraturgeschichte Franz Hirsch'. Mai 1885 – Hartmann: Schatzkästlein 1885: Frühling, Frühling; Zur Maienzeit; Zu dir, zu dir; Noch nicht; Heimweh; Psalm; Fluch diesem Leibe [jew. Ged.] – K. Henckell: Poet. Skizzenbuch. Minden 1885: Vorwort – Freie Bühne für den Entwicklungskampf der Zeit, Berlin, 4, 1893: Höhen-Ansicht. Aus meinen Semesteraufzeichnungen – Neuland. Ein Sammelbuch mod. Prosadichtungen. Berlin 1894: Kinder des Lichts. Zwei Skizzenblätterpostum: Uhlmann-Bixterheide 1922: Kinder des Lichts. Zwei Skizzenblätter; Meinem Bruder Julius [Ged.]; Cäcilie [Ged.]; Gespräch mit dem Tode; Gott [Ged.] – Der Minden-Ravensberger, Bielefeld, 30, 1958: Vom alten [_Hermann] Landois – Ruprecht 1962: Graf Schack als Dichter [mit J. Hart]; Neue Welt. 1878 – Killy 1967 [Beitr.].

Herausgabe: Deutsche Dichtung. Organ für Dichtung und Kritik. Als Vierteljahrsschrift hg. vom "Westfälischen Verein für Literatur". 3 Hefte. Münster, Frühjahr-Herbst 1877 [Red.; eigene Beitr.] – Deutsche Monatsblätter. Centralorgan für das litterarische Leben der Gegenwart. Bremen: Fischer, April 1878-Sept. 1879 [mit J. Hart; 2 Jge., 12, 6 Hefte à 110S.] (ULB Münster) – Allgemeiner deutscher Literaturkalender für 1879 [1880-1882]. Ebd. 1879-1882 [mit J. Hart; 4 Jge.] (StUB Köln, StA Bielefeld) – Das Buch der Liebe. Eine Blütenlese aus der gesammten Liebeslyrik aller Zeiten und Völker. In deutschen Übertragungen. Leipzig: Wigand 1882. XVI, 456S. [mit J. Hart] (ULB Münster) – Kritische Waffengänge. Ebd. Frühjahr 1882-1884 [Inhalt: 1882, H. 1: Wozu Wofür Wogegen?; Der Dramatiker Heinrich Kruse; H. 2: Offener Brief an den Fürsten Bismarck; Paul Lindau als Kritiker; Für und gegen Zola; H. 3: Hugo Bürger; Ein Lyriker à la mode; 1883, H. 4: Das deutsche Theater des Herrn l'Arronge; H. 5: Graf Schack als Dichter; 1884, H. 6: Friedrich Spielhagen und der deutsche Roman der Gegenwart] (ULB Münster, StA Bielefeld, UB Bochum, UB Paderborn); Nachdr. mit Vorw. von M. Boulby. New York: Johnson 1969 – Deutsches Herz und deutscher Geist. Eine Blütenlese aus vier Jahrhunderten deutscher Dichtung von Luther bis auf die jüngste Gegenwart. Leipzig: Hoffmann 1884. XXXI, 560S. – Kritisches Jahrbuch. Beiträge zur Charakteristik der zeitgenössischen Literatur sowie zur Verständigung über den modernen Realismus. 2 Bde. Hamburg: Verlags-Anstalt 1889f. 294S. [mit J. Hart] (UB Bonn, ULB Münster, ULB Düsseldorf) – Die deutsche Bühne. Zeitschriften für dramatische Kunst und Litteratur, zugleich Organ der allgemeinen deutschen Bühnengesellschaft. Jg. 4, Hefte 8-12. Zwickau: Förster und Borries 1898 – Das Reich der Erfüllung. Flugschriften zur Begründung einer neuen Weltanschauung. 2 Bde. Leipzig, Jena: Diederichs 1900f. [Inhalt: 1. Vom höchsten Wissen. Vom Leben im Licht; 2. Die neue Gemeinschaft, ein Orden vom wahren Leben. Vorträge und Ansprachen; mit J. Hart] (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf).

Übersetzungen: Italienisches Novellenbuch. Berlin, Leipzig: Unflad 1882. 340S. [mit J. Hart, W. Lange und K. Telmann] (UB Bonn).

Briefe: Briefe an Wolfgang Kirchbach (1885-1895), in: M.L. Becker, K. von Levetzow (Hg.): Wolfgang Kirchbach in seiner Zeit. Briefw. [1871-1906] und Essays aus dem Nachlaß. München 1910 – Brief an Wilhelm Raabe, 1.9.1901, in: W. Fehse (Hg.): In alls gedultig. Briefe Wilhelm Raabes 1842-1910. Berlin 1940 (s. auch unter Nachlaß).

Selbständige Veröffentlichungen über Heinrich Hart: L.H. Wolff: Die ästhet. Grundlage der Literaturrevolution der achtziger Jahre. Die "Krit. Waffengänge" der Brüder Hart. Diss. Bern 1922 – C. Tillmann: Die Zeitschriften der Brüder Hart. Diss. München 1923 – J. Arndt: Das kulturgeschichtl. Epos bei A. von Schack, Heinrich Hart und U. Pape. Diss. Königsberg 1928 – E. Kalisch: Der Gegensatz der Generationen in der Streitschriftenlit. des dt. Naturalismus. Diss. Berlin 1947 – I. Jürgen: Der Theaterkritiker Heinrich Hart. Diss. Berlin 1956 – K. Günther: Lit. Gruppenbildung im Berliner Naturalismus. Bonn 1972 (=Abhandl. zur Kunst-, Musik- und Literaturwiss. 120).

Unselbständige Veröffentlichungen über Heinrich Hart: Heinrich Hart gest., in: Das lit. Echo, Stuttgart, Berlin, 8, 1906, S. 1343-1354 – E. Engel: Heinrich Hart gest., in: Bühne und Welt 8, 1906, S. 853-856; ders.: Heinrich Harts Lebenswerk, in: Bücherschau, Münster, 1908, S. 41f. – A. Hölscher: Ein Dichtergrab in Tecklenburg, in: Teutoburger Wald und Weserbergland, Bielefeld, 5, 1931, Nr. 6, S. 9 – W. Krenek: Heinrich und Julius Hart, Zwei Wegbereiter mod. Geisteslebens, in: Westf. Heimatkalender, Münster, 1960, S. 127-130 – E. Ribbat: Propheten der Unmittelbarkeit. Bemerkungen zu Heinrich und Julius Hart, in: R. von Heydebrand, K.G. Just (Hg.): Wiss. als Dialog. Studien zu Literatur und Kunst der Jahrhundertwende. Stuttgart 1969, S. 59-82; ders.: Genie und Gemeinschaft, Bohème und Utopie. Hinweise auf Julius und Heinrich Hart, in: Lit. in Westfalen, Paderborn, 2, 1992, S. 59-67 – G. Cepl-Kaufmann: Heinrich und Julius Hart, in: Literatur von nebenan 1995, S. 120-129 [Bildn.; Textproben] – K. Rosenberg: Das anarchistische Sofa, in: Hille-Blätter 14, 1997, S. 109-145 – T. Dupke: Aufbruch ins neue Jahrhundert. Zwei Dichterpriester aus Westfalen: Die Brüder Hart und die Neue Gemeinschaft, in: Literatur in Westfalen. Hg. von W. Gödden. Bd. 4. Paderborn 1998. S. [175]-198.

Erwähnungen in: F. Schlawe: Lit. Zeitschr. 1885-1910. Stuttgart 1910 – L. Fischer: Der Kampf um den Naturalismus (1889-1899). Diss. Rostock 1930 – H. Clauss: Studien zur Gesch. des dt. Frühnaturalismus. Die dt. Literatur von 1880-1890. Diss. Greifswald 1933 – A. Bürkel: Die Zeitschr. "Freie Bühne" und ihr Verhältnis zur Bewegung des dt. Naturalismus. Diss. Heidelberg 1941 – S. Fischer: Die Aufnahme des naturalist. Theaters in der dt. Zeitschriftenpresse. Diss. Berlin 1953 – D. Schickling: Interpret. zur Entwicklung und geistesgeschichtl. Stellung des Werkes von Arno Holz. Tübingen 1965, S. 41-43 [zur lit. Ausgangsposition der Brüder Hart] – Rasch 1967, S. 27f. – Keinemann 1974, Bd. 1, S. 327, 339, 343 – Westf. Literaturführer 1992 [s. Reg.] – häufige Erwähn. in der Lit. über Peter Hille [insbes. in den seit 1983 in Nieheim erscheinenden Hille-Blättern].

Bildnisse: 1. Brustbild, Kupferdr. (StLB Dortmund, vgl. Westf. Bildnisse 1927, S. 12) – 2. Fotogr. (WLA Hagen) – 3. mehrere Fotogr. (StLB Dortmund) – 4. Fotogr. (Abb. in: H.-O. Hügel (Hg.): Dt. Schriftsteller im Porträt. Bd. 5: Jahrhundertwende. München 1985).

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: 1. StLB Dortmund (Nachlaß Karl Henckell): Briefe von Henckell an J. und H. Hart (41); ebd. (Nachlaß Wilhelm Bölsche): Briefe von Bölsche an J. und H. Hart (74) – 2. StA Bielefeld: einige Briefe an unbekannte Adressaten – 3. StB Hannover: Brief von Karl Henckell, 23.9.1883 – 4. ULB Münster: Bild mit faksimilierter Unterschr.; Urschr. des Essays Vom Begriff und Wesen einer deutsch-nationalen Poesie. Allerhand Tagebuchblätter, 12 Bl.; Diverses (Widmungen, Randbemerkungen); Briefe an Gustav Manz, 1890 Brief an Paul Nerrlich, 17.7.1878; weitere Briefe an unbekannte Adressaten – s. Denecke/Brandis, 2. Aufl. 1981, S. 133. – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. Akademiearchiv der Berlin-Brandenburg. Akad. der Wiss., Berlin (Nachlaß): biogr. Unterlagen; gedr. Kurzbiogr., Notizbuch, 2 Ged., H. Hart gewidmet; 1 Nekrolog; Textfragm.; Prolog zur Tragödie Sedan; Mss. und Notizen zu Lied der Menschheit; Mose; Der Seefahrer; Zur Literaturgeschichte; Entwürfe verschiedener Novellen, Ged., Aufs., Krit. und Rez.; ferner Korr. (6 Briefe an Hart vom Polizeipräsidium betr. Verbot der Auff. der Tragödie Sedan, Briefe von Emanuel Reicher und W. Brandes, 3 Briefentwürfe), Briefw. über den Verkauf des Hart-Nachlasses – 2. Bayer. XYX München: 3 Ged. an Karl Zettel; Briefe an Julius Grosse (5, o.D.), an Scherer o.D., an Karl Zettel (5, o.D.), von Otto Julius Bierbaum (o.D.) – 3. DLA Marbach: Ich recke mich über die Berge... [Ged.]; Die Berliner Theater im Winter 95/96 [Prosa, 6Bl.]; Kinder des Lichts, 13 Bl.; Ein Ringkampf, 13 Bl.; (Verschiedenes); Briefe an Cotta, 7.1.1880-11.5.1903 (9), an Cäsar Flaischlen 1896, 1905, 1908 (3), an Carl Weitbrecht, 5.12.1885, 1886 (2), an Julius Wolff, 1879-1885 (2), von Cäsar Flaischlen, 1885 – 4. GStA Weimar: Briefe an Ernst von Wildenbruch, 1882f.; s. K.-H. Hahn: Goethe-Schiller-Archiv Bestandsverzeichnis. Weimar 1961 – 3. Heine-Inst., Düsseldorf: Briefe an Heinrich Kruse, 1879; Antwortschreiben auf eine Rundfrage über die Errichtung eines Heine-Denkmals, 1899; Briefe von Louise Dumont, 1906 – 5. Hess. LB Wiesbaden: Briefe an Ludwig Jacobowski, 1897-1899 (6) – 6. LA Berlin: Briefe an Marie-Luise Becker, 5.12.1902, an Gabriele Reuter, 26.10.1908; Berliner Brief (unvollständig), 9.5.1885; weitere Briefe an unbekannte Adressaten – 7. LB Dresden: Briefe an Wolfgang Kirchbach (5, 1885-1896) – 8. LB Kiel: Brief an Johann Hinrich Fehrs, 1885 – 9. StA Braunschweig: Gratulation zu Wilhelm Raabes 70. Geburtstag, 8.9.1901 – 10. StB Karlsruhe: 1 Autograph – 11. StB Lübeck: Briefe an E. Geibel (2) – 12. StB München: einige Briefe an unbekannte Adressaten – 13. StB Wien: Briefe an Ferdinand von Saar – 14. StUB Frankfurt/M.: Briefe an J. Ettlinger, 1900, an Karl Gutzkow (o.D.) – 15. StUB Hamburg: Briefe an Otto Ernst 1895 (2), an A. Janssen, 1905 (2); ebd. (Dehmel-Archiv): Briefe und Karten an Richard Dehmel (39) – 16. Theatermuseum Köln: Briefe an Heinrich Stümcke, 1895-1899 (10); Brief an Max Grube, 15.6.1883 – 17. UB Bonn: Briefe an K. Lamprecht (o.D.) – 18. UB Erlangen-Nürnberg: 7 Briefe an Victor Ottmann, 1889-1890 – 19. UB Tübingen: Briefe an Adalbert Keller 1879 (4) – 20. ZB Zürich: Briefe an Gottfried Keller 1879-1884 (3) – 21. Stiftung Archiv der Akad. der Künste, Berlin (Nachlaß J. Hart): Korr. zwischen den Brüdern, Verlagsvertr., Bildmat., biogr. Unterlagen – s. Mommsen, Bd. 1, 1971, S. 197; Frels 1934, S. 117; Denecke/Brandis, 2. Aufl. 1981, S. 133.

Sammlungen: 1. Akademiearchiv der Berlin-Brandenburg. Akad. der Wiss., Berlin: Zeitungsausschnittslg. – 2. StLB Dortmund: Zeitungsausschnittslg.; s. Lit. Nachlässe in NRW 1995, S. 112f.

Grabstätte: Auf dem evangel. Friedhof in Tecklenburg.

Nachschlagewerke: Raßmann, N.F. 1881 – Alberti, Bd. 1, 1885 – Hinrichsen, 2. Aufl. 1891 – Wrede, Bd. 1, 1897 – Neubert 1905 – Biogr. Jb. 11, 1908 – Geißler 1913 – Uhlmann-Bixterheide 1922 [Kurzbiogr.] – Kosch, Bd. 1, 1933 – NDB, Bd. 7, 1966 – Schlawe, Bd. 1, 1969 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Salzer/Tunk, 3. Aufl., Bd. 3, 1972 – Aubert, 2. Aufl. 1975 – Oellers 1979 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – von Heydebrand 1983 – Oberhauser 1983 – Vogt-Leppla 1983 – Albrecht/Böttcher, Bd. 1, 1987 – Wilpert, 3. Aufl. 1988 – Killy, Bd. 5, 1990 – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1993 – Freund 1993 – Dt. Biogr. Enzyklopädie, Bd. 4, 1996 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 476, Sp. 227-230; N.F., Fiche 526, Sp. 7-11.