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Christian Friedrich Falkmann

Geboren am 2. Juli 1782 in Schötmar/Lippe als Sohn eines Amtmanns. Besuch der dortigen Rektoratsschule und später des Gymnasiums in Lemgo unter Leitung von Justus Conrad Mensching. Von 1799 bis 1803 Theologiestudium in Göttingen. Bis 1813 auf Vorschlag Ludwig Friedrich Augusts von Cölln Erzieher der beiden Prinzen von Lippe (Söhne der aufgeklärten Fürstin Pauline). Im selben Jahr Prorektor und 1834 Rektor des Detmolder Gymnasiums. Fürstlich-Lippischer Rat. Verstarb am 14. Februar 1844.

Bleibender literarischer Einfluß auf seine Schüler Ferdinand Freiligrath und Christian Dietrich Grabbe. Gab Impulse für deren Beschäftigung mit Schiller und Shakespeare. Seine Poetischen Versuche sollen die Anerkennung Jean Paul Richters gefunden haben. Er war bekannt mit einem großen Theile der älteren und neueren englischen Literatur, wie ihre Erzeugnisse in Zeitschriften, Romanen und anderweitigen Poesien nach Detmold gelangten und stand außerdem mit manchen in dieser Kenntniß sich auszeichnenden Männern in lebhaftem Bücheraustausch und auch mündlichem, gelehrt-freundschaftlichem Verkehr. Jedoch Dasjenige, worin er als Lehrer nicht allein, sondern auch als Schriftsteller das Meiste leisten sollte, Dasjenige, was seinen Namen auch über die Grenzen seines kleinen Landes hinaustrug, sind die Verdienste, welche er sich um die wissenschaftliche Verarbeitung der deutschen Sprache [...] erworben hat. (Neuer Nekrolog)

Pseudonym: Eusebius Wahrlieb.

Selbständige Veröffentlichungen: Poetische Versuche. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1816. XXIV, 214S. (Grabbe-Archiv Detmold, ULB Düsseldorf) – Wundervolles Leben Joachim Murats. 1816 – Methodik der deutschen Stylübungen für höhere Schulanstalten und Privatübungen. Hannover: Hahn 1818. XII, 379S. (Lipp. LB Detmold, StB/UB Köln); 2., gänzl. umgearb. Aufl. u.d.T.: Methodik der deutschen Stilübungen. Hannover: Hahn 1823. XXII, 642S. (Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf, Germ. Seminar WWU Münster) – 95 Sätze gegen Claus Harms von Eusebius Wahrlieb, einem Nicht-Theologen. Hannover: Hahn 1819 – Nachricht von der gegenwärtigen Einrichtung des Gymnasiums und der Bürgerschule zu Detmold nebst einer neuen Schulordnung. Lemgo: Meyer 1819. 42, 18S. (Lipp. LB Detmold) – Hülfsbuch der deutschen Stylübungen für die Schüler der mittleren und höheren Klassen bei dem öffentlichen und beim Privatunterricht. Hannover: Hahn 1822. XLVI, 546S. (StA Bielefeld, Grabbe-Archiv Detmold); 2. Aufl. 1824; 3. aufl. 1831 u.d.T.: Praktische RhetorikStylistisches Elementarbuch oder Erster Cursus der Stylübungen. Für Anfänger im schriftlichen Vortrage und zur Selbstbelehrung bestimmt. Hannover: Hahn 1825. VIII, 280S. (Lipp. LB Detmold, Grabbe-Archiv Detmold); insges. 7 Aufl. [Rez. s. Goedeke] – Praktische Rhetorik oder Vollständiges Lehrbuch der deutschen Redekunst. 2 Bde. in 3 Tlen. Hannover: Hahn 1835-1839 [Bd. 2 auch u.d.T.: Declamatorik oder Vollständiges Lehrbuch der deutschen Vortragskunst] (StLB Dortmund, Lipp. LB Detmold); 4. Aufl. (Rez. s. Goedeke) (Lipp. LB Detmold) – Einige Bemerkungen über den Unterricht in den neueren Sprachen. Progr. Lemgo: Meyer 1839.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Brandes: Lipp. Magazin 1835-1843.

Unselbständige Veröffentlichungen über Falkmann: [G.] Althaus: [Nekrolog], in: Schulnachrichten [Progr. des Gymn. Leopoldini in Detmold]. Detmold 1844, S. 39-50 (Lipp. LB Detmold) – K. Lamprecht: Christian Friedrich Falkmann (1782-1844). Schulmann und Dichter, in: Staercke 1936, S. 171 – F. Klippel: Christian Friedrich Falkmann. Fremdsprachendidaktiker des frühen 19. Jh., in: Neue Brennpunkte des Englischunterrichts. Frankfurt am Main u.a. 1992. S. 249-260.

Erwähnungen in: K. Ziegler: Grabbe's Leben und Charakter. Hamburg 1855, S. 17f. – A. Bergmann: Grabbe. Begegnungen mit Zeitgenossen. Weimar 1930, Nr. 2, S. 8f. – Wehrmann 1972, S. 96 und 109 – Sengle, Bd. 2, 1972, S. 629 – zahlr. weitere Hinweise in der Literatur über Ferdinand Freiligrath und Christian Dietrich Grabbe.

Handschriftliches: Lipp. Literaturarchiv Detmold, Grabbe-Haus (3 Briefe).

Bildnis: Zeichn. von Julius Geissler, um 1845/46 (Inst. für Lipp. Landeskunde Detmold; Foto: NW SA Detmold, D 75 Nr. 4499).

Nachschlagewerke: Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 17, 1820; Bd. 22, 1831 – Raßmann 1823 – Wolff, Bd. 2, 1837 – Neuer Nekrolog 22, Bd. 1, 1846 – Brümmer 1884 – Eckart 1891 – Kosch, Bd. 1, 1928; 3. Aufl., Bd. 4, 1972 – Goedeke, Bd. 13, 2. Aufl., 1938; Bd. 10, 2. Aufl., 1913 – Lipp. Bibliogr., Bd. 1, 1957; Bd. 2, 1982 – von Heydebrand 1983 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 307, Sp. 150-160.