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Georg Otto Schwarz

Geboren am 13. Juli 1896 in Dortmund als Sohn eines Stukkateurs. Er war in verschiedenen handwerklichen Berufen tätig. Später wurde er Sekretär und Redakteur in der Arbeiterbewegung. Studienreisen in europäische Länder. Seit 1928 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin, wo er am 12. Juli 1943 starb.

Georg Schwarz, der an der Ruhr aufwuchs und in Berlin ein Stück produktiver Distanz zu seiner "Heimat" entwickeln konnte, forderte 1931 in seinem Sammelband "Kohlenpott", der zahlreiche Berichte und Reportagen übers Revier liefert, auch Gelsenkirchen spielt eine Rolle, dieses Land und seine Menschen einmal von einer anderen Seite anzusehen. Von einer anderen Seite ansehen, das hieß, weg von den oberflächlichen ästhetischen Betrachtungen, gegen die er äußerst scharf polemisierte. Schwarz' Reportagen zeigen das Land an Ruhr und Emscher in vielfältigen Perspektiven; er nahm als Sozialist Partei für die Ausgebeuteten, benannte als Kenner jede soziale Not, zeigte Schattenseiten und Widersprüche, aber auch Idyllen des Reviers, ohne sich an sie kritiklos zu verlieren. Er wollte das Land und seine Leute durchschaubar machen. Als Verursacher der Fehlentwicklungen klagte er Industrielle an. Die Lage der Werktätigen sei Produkt der herrschenden Umstände. (Knorr 1995)

Selbständige Veröffentlichungen: Kohlenpott. Ein Buch von der Ruhr. Berlin: Büchergilde Gutenberg 1931. 207 S. (StLB Dortmund, ULB Düsseldorf, StB Essen, StLB Dortmund); Nachdr. mit Nachw. von E. Schütz. Essen: Klartext 1986 (= Ruhrlanddok. 1) – Völker, höret die Zentrale. Reportagen. 1933 – Der Diamantenherzog. Biographie. 1935 – Glück auf Umwegen. Volksstück. 1936 – Geheimnis in Weimar. Roman um Goethe und Napoleon. Berlin: Frundsberg [1937]. 276 S. – Die Karawane nach Santa Fé. Jugendbuch. Potsdam: Williams [1939]. 170 S. [Illustr.] – Ernst Schweninger. Bismarcks Leibarzt. Leipzig: Reclam [1941]. 245 S. [Abb.] (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund, UB Bonn).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Die neue Bücherschau, München, Berlin, Weimar, 6, 1928: Namenlose Bergarbeiterdichter.

Bildnisse: 1. Fotogr. (StLB Dortmund) – 2. Fotogr. mit Walther Rathenau und Rudolf Hilferding (DLA Marbach).

Nachschlagewerke: Degener, 10. Ausg. 1935 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Hallenberger/van Laak/Schütz 1990 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1202, Sp. 397f.