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Gustav Sack

Geboren am 28. Oktober 1885 in Schermbeck bei Wesel als Sohn eines Volksschullehrers. Besuch des Gymnasiums in Wesel. Frühe Versuche in Lyrik und Drama. Auf Veranlassung der Eltern wurde sein Heldengedicht Olof unter dem Pseudonym Ernst Schahr gedruckt. Weiterarbeit an der – ungedruckten – Fortsetzung Erwins Tod. Seit 1906 Studium in Greifswald, Münster, Halle und wieder Münster, zunächst der Germanistik, dann der Naturwissenschaften, besonders der Biologie. Weitere literarische Versuche: Zwei Hefte mit Ged. (Stille Stunden; Ein Liebesleben) sowie die Geschichte Beschäftigung! oder Marga und ihre zwölf Freunde, das Märchen Ein fehlender Reim und das epische Gedicht Loo. 1910, ohne Studienabschluß, Rückkehr nach Schermbeck. Beginn der Arbeit an dem Roman Der dunkelblaue Enzian (später Ein verbummelter Student). Der Roman wurde von mehreren Verlagen abgelehnt. Seine persönliche Lage war deshalb so verzweifelt, daß er alles von sich werfen und nach Konstantinopel fliehen will. (Eibl 1970)

Seit Oktober 1911 militärisches Dienstjahr in Rostock. Anschließend Rückkehr nach Schermbeck, Arbeit an dem autobiographischen Roman Mein Sommer 1912 (späterer Titel Ein Namenloser). Zweite Überarbeitung des Verbummelten Studenten. Romanprojekt Im Hochgebirge (späterer Titel Paralyse). Im April 1913 Aufbruch nach München, angeblich, um sein Studium abzuschließen. Vergeblicher Versuch, dort als Literat Fuß zu fassen. Es entstanden Novellen, Gedichte und Essays. Von Ende Juli bis Mitte September Teilnahme an einem Manöver auf dem Lechfeld. Danach Weiterarbeit an Paralyse. Im Winter 1913/14 zahlreiche neue Gedichte. Im Juli 1914 Heirat mit Paula Harbeck. Flucht in die Schweiz. Bei Kriegsausbruch verweigerte Sack zunächst den Kriegsdienst, kapitulierte dann aber vor der materiellen Misere. Rückkehr aus der Schweiz im September und Amnestierung. Arbeit an dem Drama Der Refraktär. Bis Januar 1916 Kriegsdienst an der Westfront. Mehrere Novellen. Nach Zerwürfnissen mit seinen Vorgesetzten wurde er in ein Lazarett in Lippstadt geschickt, um sich von einer Nervenkrise zu erholen. Anschließend Garnisonsdienst in München und Aschaffenburg. Abschluß der Arbeit am Refraktär und am Verbummelten Studenten. Auch die Gedichte und Erzählungen werden noch einmal gesichtet und geordnet. (ebd.) Im Oktober zum Kriegsdienst nach Rumänien. Materialsammlung für das Buch In Ketten durch Rumänien. Er fiel am 5. Dezember 1916 bei Fina Mare nahe Bukarest. Seine Witwe Paula Sack bemühte sich um die Veröffentlichung seines Werkes.

Pseudonym: Ernst Schahr.

Literaturgeschichtlich nimmt Sack die Rolle eines Einzelgängers ein; zwar von Bewußtseinselementen und Stilmitteln des Expressionismus durchdrungen, ohne jedoch dessen Parteigänger zu sein ("bin... noch ein ziemlicher Banause in unserer modernen Literatur"). Er vertiefte sich lieber in Hölderlins "Hyperion" oder den skurrilen Jean Paul, mit dem er die Vorliebe für ausschweifende Natur- und Landschaftspanoramen teilte. Heute wird er in einem Atemzug mit Georg Heym und Trakl genannt, aufgrund seiner inneren Sprengkraft mit Büchner verglichen, als "glaubensloser Metaphysiker" auch neben Benn und Kafka gestellt. Die Analogien reichen bis zu Hauptvertretern der amerikanischen Beat Generation (z.B. Allan Ginsberg), gar bis zu Rolf Dieter Brinkmann. Stellen von bestürzender Aktualität im Werk Sacks mögen Adorno dazu veranlaßt haben, ihn mit Proust zu vergleichen, und Thomas Mann urteilte über das Romanfragment "Paralyse": "...immer wird zu beklagen sein, daß das kühn konzipierte Werk Torso geblieben ist, – ein Torso freilich, packender als so manches Vollendete." Ein Satz, mit dem sich das Gesamtwerk Sacks überschreiben ließe.

Sacks bekanntestes Werk ist "Der verbummelte Student". Nach zunächst erfolgloser Verlagssuche wurde der Roman ein Erfolgsbuch, mit dem Sack den Nerv des Zeitgeistes traf. Die Hauptfigur, Erich Schmidt, laboriert an der Zerrissenheit der Zeit. Er wird zum Weltverächter, Verächter alles Mittelmäßigen, Verächter aller Moral. Rastlos und ohne Ziel umhergetrieben, jedoch von einer Wut nach Selbstvervollkommnung erfüllt, erkennt er keine Regeln an, trinkt, kostet rücksichtslos die Geschlechterliebe aus und bringt schließlich seine Geliebte, die Grafentochter Loo, um. Er wird dafür jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern bekommt von ihrem Vater – der Gipfel des Monströs-Unwahrscheinlichen – das Familienerbe vermacht. Schmidts Suche nach der alles erklärenden Formel, jener Erklärung, die die "Dinge und das Verhältnis zu ihnen" erschließt, endet, wie in anderen Werken Sacks, im Selbstmord. (W. Gödden, in: Lit. von nebenan 1995)

Postume Werkausgaben: Gesammelte Werke in zwei Bänden. Hg. von P. Sack. Mit einer Biogr. von H.W. Fischer. 2 Bde. Berlin: Fischer 1919, 481, 328 S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, UB Bonn) [Bd. 1: H.W. Fischer: Gustav Sacks Leben und Werk; Ein verbummelter Student. Roman; Ein Namenloser. Paralyse. Roman; Romanfragment; 2 Bildn.; Bd. 2: Die drei Reiter. Gedichte; Prometheus; Der Refraktair. Schauspiel; Der Rubin. Zwölf Novellen; Aus dem Tagebuch eines Refraktairs; Essays und Kritiken; In Ketten durch Rumänien] – Gustav Sack. Eine Einführung in sein Werk und eine Auswahl. Hg. von H. Harbeck. Wiesbaden: Steiner 1959. 102 S. (= Verschollene und Vergessene) (StB Wesel) – Prosa, Briefe, Verse. Hg. von P. Sack. München, Wien: Langen-Müller 1962. 675 S. (ULB Münster, StLB Dortmund, StUB Köln, UB Siegen, UB Paderborn) [Inhalt: Vorw. von D. Hoffmann; Ein verbummelter Student; Ein Namenloser; Erzählende Prosa; Betrachtende Prosa; Gedichte; Briefe und Tagebuchblätter] – Gustav-Sack-Lesebuch. Zsgest. und mit einem Nachw. vers. von W. Gödden. Köln: Nyland-Stiftung 2002 (= Nyland-Stiftung: Nylands kleine westfälische Bibliothek; Bd. 2).  

Selbständige Veröffentlichungen: Olof. Ein Gedicht in sechs Gesängen. Berlin: Schuhr [1904]. 130S. [Pseud. Ernst Schahr] – postum: Ein verbummelter Student. Roman [Hg. von P. Sack]. Vorw. von H.W. Fischer. Berlin: Fischer 1917. 299 S. [Rez. in: 1. Donauland, Wien, 1917/1918, S. 761 (F.T. Csokor); 2. Das lit. Echo, Stuttgart, Berlin, 21, 1918/1919, S. 1330f. (H. Stolz); 3. Der Einzelne,. Halbmonatsschr. für Politik, Wirtschaft, Kunst, Charlottenburg, 1919, H. 1, S. 187; H. 2, S. 55-58 (K. Bock)]; Stuttgart: Klett-Cotta 1987. 191 S. (= Cotta's Bibl. der Moderne 60) (ULB Münster, StLB Dortmund, UB Bonn) – Ein Namenloser. Roman [Hg. von P. Sack]. Berlin: Fischer 1919. 250 S. (ULB Münster, UB Bonn, UB Paderborn) [Rez. in: 1. Die neue Kunst 1, 1919, H. 11, S. 15 (W. von Hanstein); 2. Bl. für Kunst, Konstanz, 1919, S. 9 (K. Bock); dass. in: Die neue Bücherschau, München, Berlin, Weimar, 1919, H. 4, S. 19] – Die drei Reiter. Gedichte 1913 bis 1914. Nachw. von P. Hühnerfeld. Hamburg, München: Ellermann 1958. 106 S. (ULB Düsseldorf, StLB Dortmund) – Verschollene und Vergessene. Gustav Sack. Eine Einführung in sein Werk und eine Auswahl. Hg. von H. Harbeck. Wiesbaden: Steiner 1958. 102 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf, UB Bonn, UB Siegen) – Gustav Sack. Prosa, Briefe, Verse. Einf. von D. Hoffmann. München, Wien 1962 – Paralyse. Der Refraktär. Neuausgabe des Romanfragments und des Schauspiels mit Anh. von K. Eibl. München: Fink 1971. 163 S. (ULB Münster, StUB Köln, StLB Dortmund) [Rez. in: Colloquia Germanica, Tübingen, Basel, 1973, S. 373-375].

Unselbständige Veröffentlichungen in: [nur Erstdr. genannt] Rhein.-Westf. Ztg., Essen, vom 28.10.1913: Etwas mehr Philosophie; Nov. 1913: Der erste Futurist [Glosse]; vom 8.11.1913: Der Zynismus unserer Jüngsten; vom 3.1.1914: Vir dactissimus; vom 30.10.1917: Ein Begräbnis [Novelle] – Zeit im Bild, München, Mai 1914: Abend [Ged.]; vom 12.3.1914: Der Schuß [Ged.]; vom 12.11.1916: Der Igelrücken [Novelle] – März, Eine Wochenschr., München, Stuttgart, vom 23.10.1916: Hinter der Front [Novelle]; vom 16.12.1916: Der stille Gast [Novelle]; vom 15.9.1917: Der Föhn [Ged.]; vom 1.12.1917: Kitsch [Essay]; vom 14.4.1917: Der Flieger [Novelle] – Kulturkorrespondenz, Berlin, Juni 1916: Lerchen [Novelle] – postum: Die Schaubühne vom 16.8.1917: Die Flamme [Ged.] – Frankfurter Ztg. vom 24.1.1917: Der Stromer [Novelle] – Korr., Berlin, Sept. 1917: In Ketten durch Rumänien – Das junge Deutschland, Berlin, Sept. 1918: Das Moor; Mystika; Der Tote [jew. Ged.] – Die Tide, Rüstringen, Sommer 1918: Herbst [Ged.] – Vossische Ztg. vom 18.10.1918: Der Herbst [Ged.]; vom 2.6.1919: Die Drossel [Ged.]; Aug. 1920: Julitag [Ged.] – Berliner Tagebl. vom 4.8.1918: Die Zeit [Ged.] – Die Lese, Stuttgart, Jan. 1918: Der Stein [Ged.] – Die Wage, Wien, vom 23.2.1918: Der Sternenteckel [Ged.] – Jugend, München, Juni 1918: Der Findlingsblock [Ged.] – Der Friede, Wien, vom 6.12.1918: An einen Wacholderbaum [Ged.] – Die junge Kunst, Berlin, vom 1.4.1919: Moderne Mystik – Berliner Börsen-Courier vom 30.9.1919: Ein Traum nach Mauthner und Karl Ernst von Baer – Die lit. Gesellsch., Nov. 1919: Paralyse [Ged.]; Puerilia; Vorfrühling [jew. Ged.] – Das neue Buch, Berlin, Aug. 1919: Der Schriftsteller [Ged.] – Die neue Rundschau, Berlin, Dez. 1919: Der Tag [Ged.] – Der Freihafen, Hamburg, Juni 1919: Im Englischen Garten; Der Traum [jew. Ged.]; Jg. 1920, Okt.: Die Klage [Ged.] – Przygode 1919: Das Duell [6 Ged. und Ausz. aus Prometheus] – H. Leifhelm (Hg.): Wieland. München 1920: Eva [Novelle] – Die Sichel, Regensburg, April 1920: Blauer Himmel; Liebe [jew. Ged.]; März 1921: Das Moor; Aug. 1920: Der Federkiel [Ged.]; vom 3.12.1956: Das Opfer [Ged.] – Romantik 3, Berlin, Jan. 1920: Die Sprache [Ged.] – Hellweg, Westdt. Wochenschr. für dt. Kunst, Essen, 5, 1925, H. 20: Auszug aus "Ein verbummelter Student" – H. Plönes (Hg.): Der Niederrhein im Schrifttum alter und neuer Zeit. Moers 1927: Das Bergwerk – Frankfurter Rundschau vom 14.10.1953: Aus dem Englischen Garten [Glosse] – Zu Unrecht vergessen. Hamburg 1957 [4 Ged.] – K. Otten (Hg.): Ahnung und Aufbruch. Expressionist. Prosa. Darmstadt 1957: Das Duell – Verschollene und Vergessene. Mainz 1958: Abend; Bagatelle; A La Byron; Einsam; Der Findlingsblock; Die Flamme; Im Englischen Garten; Herbst; Die Klage; Das Leben I; Das Leben II; Der Schrei; Der Schuss; Der Tod; Der Traum; Vorfrühling [jew. Ged.] – Westfalenspiegel, Dortmund, 1957, H. 5: Das alte Schloß – documenta poetica. München 1962 [Ged.] – Du bist mein Land. Duisburg 1964: Auszug aus Der verbummelte Student – Panorama mod. Lyrik. Gütersloh 1965 [2 Ged.] – Über die Sprache. Bremen 1966 [Ged.] – München im Ged. München 1966 [Ged.] – Jb. der Görres-Gesellsch., Freiburg/Br., 1967 [3 Ged.] – Zähl die heiteren Stunden nur. Zürich 1970 [Ged.] – S. Richard (Hg.): Expressionism in German Life, Lit. and Theatre. Philadelphia 1971: Auszug aus Ein verbummelter Student – Sudhoff 1996: Im Heu [Erz.] – Lit. in den Rheinlanden und in Westfalen 1996: Der Rubin; Hinter der Front; Das Bergwerk [jew. Textauszug].

Briefe: An Paula Harbeck, 14.2.1913; 2.3.1913; 10.6.1913, in: Edschmid 1964, S. 38f. – s. auch die Briefausw. in den Werkausgaben.

Zeitgenössische Zeugnisse: G. Harbeck: Erinnerung an Gustav Sack, in: Das Tagebuch, München, 7, 1926, 2. Halbjahr, S. 1960.

Literarische Zeugnisse: Friedrich Georg Jünger: Gustav Sack, in E. Jünger (Hg.): Friedrich Georg Jünger. Die Unvergessenen. Berlin 1928, S. 287-301 – J. Peistrup: Für Gustav Sack, in: Das Kunstfenster 1, 1921, H. 18, S. 3f. – Otto Brües: Ver Sacrum: Den Gefallenen! Gustav Sack. o.O.u.J.

Tonträger: Martin Semmelrogge liest Gustav Sack "Verrückt und nicht wenig eitel...": Hörspiel und Lyrik. Idee, Konzeption, Hörspieltext: Walter Gödden. Bielefeld: Pendragon-Verl. 2003 [1 CD].

Selbständige Veröffentlichungen über Sack: F.G. Wansch: Gustav Sack, Persönlichkeit und Werk. Wien 1967 [Diss. masch.] – K. Eibl: Die Sprachskepsis im Werk Gustav Sacks. München 1970 (=Bochumer Arbeiten zur Sprach- und Literaturwiss. 3) – P. Sack: Der verbummelte Student. Gustav Sack, Archivbericht und Werkbiogr. München 1971 – R. Zahniser: The Autobiographical Hero of Gustav Sack and the Tradition. Ann Arbor/Michigan 1974 [Mikrofilm] – H. Scheffler: Gustav Sack 1885-1916. Leben und Werk des Schermbecker Dichters im Spiegel der Lit. [II]. Schermbeck 1985 [Abb.]; ders.: Gustav Sack. Leben und Werk des Schermbecker Dichters im Spiegel der Lit. Schermbeck 1991 [Forts.; Illustr., Bildn.].

Unselbständige Veröffentlichungen über Sack: H. Johst: Ein neuer Romantiker, in: Das lit. Echo, Stuttgart, Berlin, 19, 1916/1917, Sp. 1368-1370 – H. Trunzach: Rausch und Wirklichkeit. Ein Gedenkbl. für den Dichter Gustav Sack, der am 5. Dezember 1916 gefallen ist, in: Nürnberger Ztg., Nr. 281 vom 3.12.1916 – H. Harbek: Gustav Sack gestorben, in: März, Eine Wochenschr., München, Stuttgart, 11, 1917, H. 4, S. 78-80 – H. Johst: Die Resultanten, in: Die neue Rundschau, Berlin, 30, 1919, Bd. 2, S. 1144 – H.W. Fischer: Gustav Sacks Leben und Werk, in: Gustav Sack. Gesammelte Werke in zwei Bänden. Berlin 1920 – E. Krünes: Das Lebenswerk Gustav Sacks, in: Das lit. Echo, Stuttgart, Berlin, 23, 1921, Sp. 713-716 – H. Benzmann: Gustav Sack, in: Die schöne Lit., Leipzig, 23, Nr. 12 vom 10.6.1922 – S. Hess-Wyneken: Gustav Sack, in: Die neue Dichtung, Jb. des Künstlerdanks, 1922/1923, S. 166f. – J. Voss: Gustav Sack, ein vest. Dichter, in: Vest. Kalender für 1923, S. 87-90 – H. Benzmann: Gustav Sack, in: Der Gral, Münster, 18, 1923, H. 1, S. 49-51 – E. Bockemühl: Gustav Sack, ein nddt. Dichter, in: Die Heimat, Dortmund, 7, 1925, S. 190f.; ders.: Aus der Heimat Gustav Sacks, in ebd. 11, 1929, S. 38-41 [Abb.] – R. Arnheim: Gustav Sack, in: Die Weltbühne, Berlin, 22, 1926, S. 900 – P. Sack: Gustav Sack, in: Der Hellweg, Westdt. Wochenschr. für dt. Kunst, Essen, 7, 1927, S. 1 – G.K. Brand: Die Frühvollendeten. Ein Beitr. zur Literaturgesch. Berlin, Leipzig 1929, S. 308f. – H. Tölle: Frühe Mahd, II. Gustav Sack, in: Der Niederrhein, Krefeld, 3, 1930, H. 1, S. 6 – O. Burmeister: Der Dichter Gustav Sack, in: Mecklenburg. Monatshefte 7, 1931, S. 584-587 – W. Bernardy: Ein unbekannter Dichter aus Westfalen. Gustav Sack, in: Heimat und Reich, Bochum, 18, 1936, S. 109-112 – W. Dittgen: Gustav Sack, ein früh vollendeter Dichter unserer Heimat, in: Heimatkalender für den Landkreis Dinslaken 11, 1954, S. 98-102 – E. Bockemühl: Gustav Sack zu seinem 40. Todestag, in: Heimatspiegel, Wochenbeil. des General-Anzeigers für Wesel, Nr. 21 vom 1.12.1956, S. 1f.; ders.: Vergessener Dichter des Münsterlandes. Gustav Sack zu seinem 40. Todestag, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1956, H. 12, S. 24; ders.: Gustav Sack zum 40. Todestag, in: Niederrhein. Jb., Krefeld, 24, 1957, S. 14-16; ders.: Gustav Sack zur Erinnerung, in: Heimatkalender für den Landkreis Dinslaken 14, 1956, S. 128f.; ders.: "Die drei Reiter", Ged. von Gustav Sack, in: General-Anzeiger für Wesel, Nr. 271 vom 24.11.1958; ders.: Gustav Sack, ein Auswahlband, in ebd. 1959 – H. Reuther: Die Lyrik des Namenlosen, in: Frankfurter Hefte 14, 1959, H. 1, S. 371f. – H.H. Wagner: Der Lyriker Gustav Sack, in: Geist und Zeit 1959, H. 3, S. 137f. – D. Hoffmann: Unter grauem Himmel, in: Neue dt. Hefte, Beitr. zur Europ. Gegenwart, Berlin, 1959, H. 64, S. 747f. – I. Meidinger-Geise: Gustav Sacks Lyrik, in: Welt und Wort, Lit. Monatsschr., Tübingen, 15, 1960, H. 1, S. 6 – C. Hohoff: Gustav Sack und die expressionist. Renaissance, in: Merkur 14, 1960, S. 492f. – Später Ruhm für Gustav Sack, in: Rhein. Post, Nr. 282 vom 5.12.1962 – E. Bockemühl: Das Nddt. bei Gustav Sack, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 12, 1963, H. 1, S. 30 – H. Seegers: In der Heimat ist sein Werk vergessen. Gustav Sack setzte Schermbeck ein Denkmal, in: Neue Ruhr Ztg. vom 10.12.1966 – H. Leifhelm: Gustav Sacks Heimat, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 15, 1966, H. 8, S. 14f. [dass. in: Niederrhein 33, 1966, S. 170-172] – P. Sack: Nach fünfzig Jahren. Zum Todestag von Gustav Sack, in: Süddt. Ztg., München, vom 3./4.12.1966, S. 7; dies.: Sie lesen aus Gustav Sack heraus, was sie wollen. Die Witwe des Dichters wendet sich gegen Abstempelungen durch die Literaturgeschichte, in: Münchener Merkur vom 2.12.1966 – L. Stuart: Der große Freie der dt. Lit. Zum 50. Todestag von Gustav Sack, in: Vorwärts, Berlin, vom 7.12.1966 – K. Eibl: Zur Entstehung von Gustav Sacks Romanfragment "Paralyse", in: Literaturwiss. Jb. 8, 1967, S. 201-263 – E. Bockemühl: Gustav Sack zum 50. Todestag, in: Der Niederrhein, Krefeld, 1967, S. 12; ders.: Gustav Sack, Kleine Begebenheit aus seiner Jünglingszeit, in: Hist. Bl. aus der Gesch. von Wesel, Rees, Emmerich 4, 1967, Folge 16, S. 5f. – J.F. Lodenstein: Dem Dichter Gustav Sack zum Gedächtnis, in: Das Tor, Düsseldorf, 34, 1968, S. 219 – "Ein verbummelter Student". Dem Dichter Gustav Sack zum Gedenken, in: Düsseldorfer Heimatbl. 34, 1968, H. 11, S. 219-222 – G. Loose: Gustav Sack, in: Expressionismus als Lit. Bern, München 1969, S. 681-689 – P. Sack: Das Gustav-Sack-Archiv. Ein Nachlaß-Bericht, in: Literaturwiss. Jb. N.F. 10, 1969, S. 231-271; 11, 1970, S. 357-367 – K. Eibl: Gustav Sack, in: H. Kunisch (Hg.): Hb. der dt. Gegenwartslit. München 1969. Bd. 2, S. 151f.; ders.: Nachw., in: Paralyse. Der Refraktär. Neuausg. München 1971 – W. Paulsen, in: Colloquia Germanica, Internat. Zeitschr. für germ. Sprach- und Literaturwiss., Tübingen, Basel, 1973, S. 372-375 [Rez. zu: P. Sack: Archivbericht und K. Eibl. (Hg.): "Paralyse"] – N. Desmottes: Gustav Sack, in: Études Germaniques, Paris, Lyon, 28, 1973, S. 136f.; dies.: Rez. zu Karl Eibl: "Die Sprachskepsis im Werk Gustav Sacks", in ebd., S. 137f. – G. Loose: Rez. zu Karl Eibl: "Die Sprachskepsis im Werk Gustav Sacks", in: The German Quaterly, Appleton/Wisc., 46, 1973, S. 271f. – D. Soika: Schon genügend 'Sackgassen'? Neue Namen schaffen Verwirrung, Schermbeck und sein Dichter, in: Rhein. Post, Wesel, Nr. 6 vom 8.1.1980 – Sack-Tafel und Sack-Schule im Schermbeck 1985, in: Ruhr-Nachr., Dortmund, Nr. 48 vom 25.2.1984 – H. Scheffler: In der Heimat vergessen, in der Ferne verehrt, in: Blickpunkt Schermbeck 5, 1984, S. 24-26 [Abb.]; ders.: Gustav Sack. Expressionist. Dichter vor 100 Jahren in Schermbeck geb., in: Der Niederrhein, Krefeld, 52, 1985, S. 218-223 [Abb.]; ders.: Weltweiter Ruhm für Schermbecks Dichter Gustav Sack, in: Blickpunkt Schermbeck 6, 1985, S. 16-18 – J. Schulz-Marzin: Aus der Sack-Gasse heraus. Zum 100. Geburtstag von Gustav Sack aus Schermbeck, in: Heimatkalender Kreis Wesel 6, 1985, S. 31-35 [Abb.] – H.J. Schütz: "Der verbummelte Student." Außenseiter und Bürgerschreck aus Verzweiflung und Zorn. Gustav Sack (Serie: Ein dt. Dichter bin ich einst gewesen, Folge 32), in: Börsenbl. für den dt. Buchhandel, Frankfurt/M., 41, 1985, S. 2086f. [Bildn.; dass. in ders.: "Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen." Vergessene und verkannte Autoren des 20. Jahrhunderts. München 1988, S. 236-240] – W. Minaty: Mit Hirn, Wut und Rausch. Erinnerung an den "deutschen Proust". Zum 100. Geburtstag von Gustav Sack, in: Die Welt, Hamburg, Nr. 250 vom 26.10.1985 – Interesse an Autor und Werk geweckt. Buch zum 100. Geburtstag von Gustav Sack, in: Rhein. Post, Wesel, Nr. 249 vom 26.10.1985 – In seinen Werken spiegelt sich Schermbecker Leben. Dichter Gustav Sack in neuem Buch umfassend gewürdigt, in: Ruhr-Nachr., Dortmund, Nr. 249 vom 26.10.1985 – R. Rohde: Gustav Sack, ein expressionist. Dichter, in: Niederrhein. Bl., Beil. zur Rhein. Post, 21, 1985, H. 4, S. 20f. – G. Sack, ein verbummelter Student? Spurensuche im Rüschhaus. Zwiespältiger Charakter prägt Werk des Schermbecker Dichters, in: Westf. Nachr., Münster, vom 27.6.1986 – Erstlingswerk "Der verbummelte Student" erlebt Neuauflage. Der 1916 verstorbene Schermbecker Dichter Gustav Sack wird erneut geehrt, in: Ruhr-Nachr., Dortmund, Nr. 249 vom 24.10.1987 – H. Scheffler: Gustav Sack "Die Zeit", in: Blickpunkt Schermbeck 9, 1988, S. 16-19 – W. Gödden: Gustav Sack, in: Lit. von nebenan 1995, S. 292-297 [Bildn.; Textproben] – W. Gödden: "verrückt und nicht wenig eitel ...". Gustav Sack; eine aktuelle Hörbuchproduktion erinnert [...], in: Westfalenspiegel 52 (2003), 2, S. 41-45.  

Erwähnungen in: H. Stolz: Der Niederrhein in der Dichtung. Bonn 1925 – M. Krell: Expressionismus der Prosa, in: L. Marcuse (Hg.): Literaturgesch. der Gegenwart. Bd. 2. Leipzig, Wien, Bern 1925, S. 38f. – W. Stammler: Expressionismus, in: ders., P. Merker (Hg.): Reallex. der dt. Literaturgesch. Bd. 1. Berlin 1925, S. 337 – H. Pongs: Vom Naturalismus bis zur Neuen Sachlichkeit, in: H.A. Korff, W. Linden (Hg.): Aufriß der dt. Literaturgesch. nach neueren Gesichtspunkten. Leipzig, Berlin 1930, S. 213f. – Brand 1933, S. 294 – W. Funke: Der Niederrhein im dt. Schrifttum, in: Päd. Warte, Halbmonatsschr., Osterwieck, 41, 1934, H. 5, S. 231-241 – F. Koch: Gesch. dt. Dichtung. Hamburg 1937, S. 298f. – W. Linden: Dt. Dichtung am Rhein. Literaturgesch. der fränk. Rheinlande. Ratingen 1944, S. 401 – Lüth 1947, Bd. 1, S. 243f.; Bd. 2, S. 284f. – O. Schneider: Bedeutung und Gedanke der Einheit in der expressionist. Prosa. Diss. Rostock 1949, S. 99f. – E. Frauwallner, H. Giebisch, E. Heinsel: Die Weltlit. Bd. 3. Wien 1954, S. 1528 – Enders 1957, S. 493f. – W.H. Sokel: Der lit. Expressionismus. Der Expressionismus in der dt. Lit. des zwanzigsten Jhs. München 1959 [s. Reg.] – Soergel/Hohoff, Bd. 2, 1964 [s. Reg.] – Edschmid 1964, S. 276, 314f. – K.H. Kramberg: Die andere Seite. Neue Bücher von gestern, in: Dt. Rundschau, Berlin, 89, 1968, H. 8, S. 84-87 – Schmidt, 3. Aufl. 1968, S. 166f. – Rothe 1969 [s. Reg.] – Meyers Hb. über die Lit. Ein Lex. der Dichter und Schriftsteller aller Literaturen. 2., neu bearb. Aufl. Mannheim, Wien, Zürich 1970, S. 774 – P. de Mendelssohn: S. Fischer und sein Verlag. Frankfurt/M. 1970 [s. Reg.] – J.F. Lodenstein: Künstlerfrauen. Zum Tode von Hella Röttger, in: Der Niederrhein, Krefeld, 39, 1972, H. 1/2, S. 20f. – R. Hamann, J. Hermand: Expressionismus. Berlin 1975 [s. Reg.] – W. Rothe: Der Expressionismus. Theolog., soziolog. und anthropolog. Aspekte einer Lit. Frankfurt/M. 1977 (=Das Abendland N.F. 9) [s. Reg.] – H. Lehnert: Gesch. der dt. Lit. vom Jugendstil zum Expressionismus. Stuttgart 1978 [s. Reg.] – H. Ehmel: Gesch. des dt. Romans. Bd. 2. Bern, München 1979 [s. Reg.] – Knapp 1979 [s. Reg.] – R. Brinkmann: Expressionismus. Internat. Forschung zu einem internat. Phänomen. Sonderbd. der Dt. Vjs. für Literaturwiss. und Geistesgesch. Stuttgart 1980 [s. Reg.] – Zmegac 1980 [s. Reg.] – K.K. Pohlheim (Hg.): Hb. der dt. Erzählung. Düsseldorf 1981 [s. Reg.] – S. Vietta, H.-G. Kemper: Expressionismus. 2., bibliogr. erg. Aufl. München 1983 (=Dt. Lit. im 20. Jh. 3) [s. Reg.] – K. Brinkmann: Epochen dt. Lit. Sonderheft II. Impressionismus und Expressionismus in der dt. Lit. 3. Aufl. Hollfeld o.J. (=Königs Erläuterungen 267) [s. Reg.] – W. Gödden: Noch lesenswert, noch bedenkenswert. Die Droste-Gesellsch. auf den Spuren vergessener westf. Autoren, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1986, H. 4, S. 80f. – Westf. Literaturführer 1992, S. 124.

Bildnisse: zahlr. Fotogr. (Abb. in: Scheffler 1985; Scheffler 1991) – 2. Fotoslg. (Ref. Lit. des LWL Münster).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. DLA Marbach (Nachlaß): [24 Kst.] Dramat.; Ged.; Prosa; Mat. zu Leben und Werk; Briefe von und an Sack; dabei Nachlaß Paula Sack mit Ged., Prosa, Mat. und Briefw. zum Archiv Gustav Sack; zum Inhalt s. P. Sack: Das Gustav-Sack-Archiv. Ein Nachlaß-Bericht, in: Literaturwiss. Jb. 10, 1969, S. 231-271; Bd. 11, 1970, S. 357-368 – 2. LB Kiel: Briefe an Gerhard Ausleger o.D.

Sammlungen: 1. StLB Dortmund: Zeitungsausschnittslg. – 2. WLA Hagen: Materialslg. – s. Denecke/Brandis, 2. Aufl. 1981, S. 314.

Nachschlagewerke: Spiero 1913 – Bartels, 7./8. Aufl. 1919 – Bartels, Bd. 3, 1928 – Scherer/Walzel, 4. Aufl. 1928 – Salzer, Bd. 4, 1931; Bd. 5, 1932 – Kosch, Bd. 2, 1937 – Nadler, Bd. 4, 4. Aufl. 1941 – Nadler 1951 – Fechter 1952 – Lex. der Weltlit. im 20. Jh., Bd. 2, 3. Aufl. 1961 – Rüdiger, Bd. 2, 3. Aufl. 1961 – Nadler, 2. Aufl. 1961 – Wilpert 1963; 2. Aufl. 1976 – Pongs, 5. Aufl., 1963 – Kindler, Bd. 5, 1965 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Olles 1971 – Salzer/Tunk, Bd. 3, 1972 – Index Expressionismus, Bd. 8, 1972 – Just 1973 – Böttcher 1974 – Zmegac, Bd. 2, 1980 – von Heydebrand 1983 – Oberhauser 1983 – Wilpert, 3. Aufl. 1988 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 13, 1992 – Hallenberger/van Laak/Schütz 1990 – Kindler, Bd. 14, 1992 – Killy, Bd. 10, 1992 – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1993 – Albrecht/Böttcher, Bd. 2, 1993 – Freund 1993 – Brauneck 1995 – Lit. in den Rheinlanden und in Westfalen 1996 [Kurzbiogr.] – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1115, Sp. 336f.